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Nach den Herbstferien: Rumold-Realschule bleibt weiterhin geschlossen - was sagt eine Mutter, was die Rektorin, und wie geht es danach weiter?

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Die Rumold-Realschule bleibt auch nach den Herbstferien verwaist. © Büttner

Die Herbstferien sind um, der Unterricht an den meisten Schulen hat wieder begonnen. Doch für die Schüler der Rumold-Realschule in Rommelshausen heißt es: zunächst für eine weitere Woche zu Hause bleiben. Grund dafür sind bestätigte Corona-Fälle, die es an der Schule gegeben hat. Zwei Klassen mussten sich bis Ende vergangener Woche häuslich isolieren. „Aktuell sind keine Klassen mehr in Quarantäne“, sagt Ingeborg Nagl-Kranzinger, Rektorin der Rumold-Realschule.

Elf bestätigte Fälle

An der Schule mit 270 Schülern und 27 Lehrern gab es elf bestätigte Corona-Fälle. Weshalb die Schule vorsorglich auch nach den Herbstferien geschlossen bleiben muss. „Das war eine gemeinsame Entscheidung des Staatlichen Schulamts, des Gesundheitsamts und des Bürgermeisters“, sagt die Rektorin.

„Ich denke, dass alle Beteiligten sehr besonnen reagiert und in der Situation die Balance gefunden haben“, sagt Bürgermeister Benedikt Paulowitsch. Mit der vorsorglichen Schließung der Schule habe man auf eine flächendeckende Quarantäne verzichtet.

Hauptziel: Gesundheit der Bevölkerung zu schützen

Ob eine Schule komplett geschlossen werden müsse oder nicht, hänge vom Einzelfall ab. „Wir versuchen immer, angemessen zu reagieren“, sagt Paulowitsch. „Die Maßnahmen haben als Hauptziel, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.“ Und: „Ein anderes Ziel ist, gleichzeitig Kitas und Schulen offen zu halten“, sagt er, „einmal im Interesse der Kinder und Jugendlichen – und um unsere Volkswirtschaft ansatzweise am Laufen zu halten.“

Für viele Eltern kam die Nachricht über die Schulschließung überraschend – auch für Sanny Seeger. Seeger hat eine Tochter und einen Sohn, die die siebte und die zehnte Klasse an der Rumold-Realschule besuchen. Ihr Sohn musste sich sogar in Quarantäne begeben und testen lassen, weil einige seiner Mitschüler positiv auf das Virus getestet worden waren.

Bevor Corona-Fälle bekannt wurden, blieb der Zehntklässler zu Hause

Doch schon bevor die Fälle bekannt wurden, habe die zweifache Mutter ihre beiden Kinder zu Hause behalten. Denn: Die beiden dürfen wegen Asthma keine Maske tragen, ein Arzt hat ihnen dafür ein Attest ausgestellt. „Am Freitag wurde die Maskenpflicht eingeführt, und am Montag gab es den Corona-Fall“, sagt die Mutter. Dass ihr Sohn sich häuslich isolieren musste, habe ihm aber nichts ausgemacht. „Seine ganzen Freunde waren ja auch in Quarantäne“, sagt Seeger.

Keine Vertreter der Elternschaft

Was sagen andere Eltern zu der Schließung? Auch wenn auf der Internetseite der Schule zwei Elternbeiräte namentlich aufgeführt werden, hat die Schule derzeit keine Vertreter der Elternschaft. Auf Nachfrage teilt die ehemalige Elternbeirätin mit, dass es coronabedingt zu keiner neuen Wahl gekommen ist.

Rektorin Ingeborg Nagl-Kranzinger berichtet: „Ein Großteil der Eltern reagiert vernünftig und verständnisvoll.“ Dennoch habe es auch Mütter und Väter gegeben, die die Schulleitung kontaktiert haben.

„Die Situation und die neuen Maßnahmen sind nicht für alle einfach“, sagt Nagl-Kranzinger. Hinzu komme noch die Sorge der Eltern, ob den Kindern unter diesen Umständen der Unterrichtsstoff vermittelt werden könne. Um den Eltern die Angst zu nehmen, werden die Familien informiert. „Wir erklären den Eltern, was wir tun, wie wir die Kinder mit Aufgaben versorgen.“

Der Fernunterricht findet über das Webkonferenzsystem „Big Blue Button“ statt. Ergänzend werden die Realschüler über die Lernplattform „Moodle“ mit Aufgaben versorgt. „Uns ist wichtig, dass wir für die Schüler unterrichtstechnisch das Allerbeste möglich machen“, sagt Ingeborg Nagl-Kranzinger.

Wurden die Corona-Regeln von Schülern eingehalten?

Wie schätzt die Rektorin die bisherige Lage ein: Haben sich ihrer Meinung nach die Schüler an die Corona-Regeln gehalten? „Wir haben konsequent die Maskenpflicht durchgesetzt, auch im Unterricht“, sagt die Rektorin. Und wenn manche Schüler vergessen haben, ihren Mund-und-Nasen-Schutz aufzusetzen, dann habe man sie darauf hingewiesen. „Wir haben immer sehr stark auf die AHA-Regeln geachtet.“

Rektorin: Corona-Regeln werden nicht verschärft

Daher werde sich auch nach der Schulöffnung, voraussichtlich kommende Woche, nichts ändern. Die Schüler werden nach wie vor über die Einbahn-Regelung in ihre Klassen oder auf den Pausenhof gelangen. Auf Letzteren haben die Schuljahrgänge ihren eigenen gekennzeichneten Bereich, in dem sie sich aufhalten dürfen. Von daher sei eine Verschärfung der Maßnahmen nicht vorgesehen, so die Rektorin. „Wir brauchen keine neuen Regelungen, weil wir uns strikt an die jetzigen halten.“

Die Herbstferien sind um, der Unterricht an den meisten Schulen hat wieder begonnen. Doch für die Schüler der Rumold-Realschule in Rommelshausen heißt es: zunächst für eine weitere Woche zu Hause bleiben. Grund dafür sind bestätigte Corona-Fälle, die es an der Schule gegeben hat. Zwei Klassen mussten sich bis Ende vergangener Woche häuslich isolieren. „Aktuell sind keine Klassen mehr in Quarantäne“, sagt Ingeborg Nagl-Kranzinger, Rektorin der Rumold-Realschule.

Elf bestätigte

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