Kernen

Neuer Supermarkt "Nozad" in Rommelshausen: Barbershop-Chef Nozad Younes hat ein zweites Standbein

südländische Spezialitäten
Nozad Younes, der Inhaber des Barbershops Nozad hat in Rommelshausen einen Supermarkt mit südländischen Spezialitäten eröffnet. Ob er in seinem Barbershop den Betrieb wieder aufnehmen kann, ist noch ungewiss. © ALEXANDRA PALMIZI

Im vergangenen Dezember plagte Nozad Younes die Sorge, wie es mit seinem gleichnamigen Barbershop in der Karlstraße während der Pandemie weitergehen soll. Zweimal musste der 29-Jährige wegen Corona den Betrieb, den er im März 2020 etwa zehn Tage vor dem ersten Lockdown eröffnet hatte, herunterfahren. Nun hat der Barbershop-Inhaber doppelten Grund zur Freude.

In den Räumen von "paperpen" gibt's nun einen Supermarkt

Wo einst in der Waiblinger Straße in Rommelshausen der Schreibwarenladen „paperpen“ war, gibt es nun einen Supermarkt. Mitte Februar hat Nozad Younes dort den Supermarkt „Nozad“ eröffnet, nachdem zum Jahreswechsel der Inhaber des Schreibwarenladens ganz aufgehört hatte. In den renovierten Räumen, etwa 120 Quadratmeter groß, gibt es nun Lebensmittel des täglichen Bedarfs, Getränke und eine Frischetheke mit Fleisch, Fisch und Gemüse. Im Sortiment hat Nozad Younes türkische, arabische und syrische Spezialitäten, wie er aufzählt.

Nicht mal 100 Meter ist der Supermarkt vom Friseursalon entfernt. Das bringt Vorteile mit sich: Zwischendurch kann er seinen Arbeitsort wechseln und nach dem Rechten im jeweiligen Laden schauen. Wenn Younes im Barbershop unter Einhaltung der Corona-Hygienemaßnahmen seinen Kunden die Haare schneidet, hält ein Mitarbeiter im Supermarkt ihm den Rücken frei. An manchen Tagen steht der Chef auch selbst zwischen den Regalen mit orientalischen Spezialitäten, wie er erzählt.

Neuerdings arbeitet auch eine Friseurin im Barbershop

Weil der Chef im Barbershop mal ausfallen kann, wurde das Friseur-Team von zwei auf vier aufgestockt. Bislang wurde der 29-Jährige, der im Herbst 2015 als Flüchtling aus dem Irak nach Deutschland kam, von seinem Bruder Malik Younes unterstützt. Neuerdings ist auch eine Friseurmeisterin mit im Boot. Deshalb stehen von nun an die Türen des Salons auch den weiblichen Kundinnen offen. Wichtig und erforderlich ist, dass die Kunden – unabhängig ob Mann oder Frau – einen Termin vereinbaren müssen.

Und: „Wir dürfen die Haare waschen“, sagt Nozad Younes. Schneiden, Färben, Frisieren – das alles ist erlaubt. Untersagt ist derzeit etwa noch die Bartrasur.

Um die erforderlichen Corona-Hygieneauflagen zu erfüllen, musste der mittlere Frisierplatz weichen. Nun kann ein Kunde, während ihm die Haare geschnitten werden, durch das große Ladenfenster hinaus auf die Straße blicken.

Im vergangenen Dezember plagte Nozad Younes die Sorge, wie es mit seinem gleichnamigen Barbershop in der Karlstraße während der Pandemie weitergehen soll. Zweimal musste der 29-Jährige wegen Corona den Betrieb, den er im März 2020 etwa zehn Tage vor dem ersten Lockdown eröffnet hatte, herunterfahren. Nun hat der Barbershop-Inhaber doppelten Grund zur Freude.

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In den Räumen von "paperpen" gibt's nun einen Supermarkt

Wo einst in der Waiblinger Straße in Rommelshausen

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