Kernen

Neues Verbotsschild beim Rommelshauser Rathaus: Gegen wen richtet es sich?

Verbotsschild Römer Ortsmitte
Das neue Verbotsschild hängt am Rathausgebäude in Rommelshausen. © Sebastian Striebich

„Fahrradfahrer bitte absteigen. Inlinern verboten. Skaten verboten“, steht auf einem Schild, das neuerdings am Rathausgebäude in Rommelshausen hängt. Das heißt, wer die Römer Ortsmitte im Bereich des Bürgerhauses und Rathauses mit dem Fahrrad durchqueren will, muss absteigen und schieben. Und wer Rollschuh laufen oder Skateboard fahren will, der muss auf einen anderen, geeigneten Platz ausweichen. Was ist der Grund für dieses Verbotsschild? Richtet sich die Regelung gar gezielt gegen Jugendliche, wie manche mutmaßen?

„Natürlich wollen wir nicht die Jugendlichen aus der Ortsmitte verbannen“, teilt Rathaussprecherin Susanne Herrmann auf Anfrage mit. Dieses Verbot gebe es nicht, um Jugendliche oder Radler zu ärgern oder sie gar aus der Ortsmitte zu verbannen, sondern aus Sicherheitsgründen. „Es geht vielmehr um Rücksichtnahme auf Fußgänger im Bereich von Rathaus und Bürgerhaus“, sagt Herrmann.

Um Konflikten und etwaigen Unfällen vorzubeugen, habe das Kernener Ordnungsamt nun das Schild zusätzlich montieren lassen. Es zeigt die gleichen Verbote an wie ein bereits zuvor aufgehängtes Schild, das für diejenigen sichtbar ist, die aus Richtung Kirchgärten/Bürgergarten kommen, und bereits im Zuge der Fertigstellung des Gesamtbereichs angebracht worden war.

Vermehrte Beschwerden

Grund dafür, jetzt ein weiteres Schild am Rathaus anzubringen, seien vermehrte Bürgerbeschwerden gewesen. Auch wenn es bis dato zu keinem Unfall gekommen ist, würden viele Radfahrer und Skater den Rathausinnenhof beziehungsweise die Rampe zwischen Rathausinnenhof und dem unterhalb gelegenen Marktplatz in flottem Tempo befahren, erklärt Susanne Herrmann. „Hier kam es wegen kreuzender Fußgänger aufgrund der schlechten Sicht bereits zu gefährlichen Situationen.“ Daher werde an die Vernunft der Menschen appelliert.

Was sagt das Mobile Jugendreferat?

Auch das Mobile Jugendreferat geht nicht davon aus, dass das neue Verbotsschild vor allem gegen Jugendliche gerichtet ist. Bisher habe es seitens der Jugendlichen jedenfalls keine Beschwerden gegeben, sagt Dominik Hettich. Wahrscheinlich auch aus dem Grund, weil die Jugend sich nicht in der Ortsmitte aufhalte, sondern sich andere Orte zum Chillen suche.

Überhaupt gebe es solche Verbotsschilder auf zentralen Plätzen auch in anderen Gemeinden, sagt Hettich. Da der Rathausplatz und die dortigen Cafés Treffpunkt auch für Familien mit Kindern oder Senioren sind, könne er die Regeln nachvollziehen.

Und mit einem solchen Verbotsschild seien nicht nur Jugendliche gemeint, sondern auch Erwachsene, die durchaus schnell mit dem Fahrrad oder auf Inlinern oder Skateboards unterwegs sein könnten.

„Fahrradfahrer bitte absteigen. Inlinern verboten. Skaten verboten“, steht auf einem Schild, das neuerdings am Rathausgebäude in Rommelshausen hängt. Das heißt, wer die Römer Ortsmitte im Bereich des Bürgerhauses und Rathauses mit dem Fahrrad durchqueren will, muss absteigen und schieben. Und wer Rollschuh laufen oder Skateboard fahren will, der muss auf einen anderen, geeigneten Platz ausweichen. Was ist der Grund für dieses Verbotsschild? Richtet sich die Regelung gar gezielt gegen

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper