Kernen

"Night of Light" in Kernen und Waiblingen: Ein Hilferuf der Eventbranche in Zeiten von Corona

Yburg wird beleuchtet
Ein Hilferuf der Eventbranche in Zeiten von Corona: Die YBurg leuchtete am Montagabend (22. Juni) rot. © Benjamin Büttner

Aus Protest gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Maßnahmen für die Veranstaltungsbranche hat es im Zuge der "Night of Light" am Montagabend (22. Juni) auch in Kernen und in Waiblingen leuchtende Appelle gegeben.

Im Kernener Teilort Stetten erstrahlte die Yburg in den Weinbergen in Rot. Verantwortlich dafür sind die Firmen RJE Sounds Veranstaltungstechnik und Veranstaltungstechnik BW. In Absprache mit der Gemeinde Kernen tauchten die beiden Firmen neben der Yburg auch das Bürgerhaus in Rommelshausen in rotes Licht. Dazu setzten sie teils statische, teils auch bewegte Scheinwerfer ein, wie die Gemeinde Kernen im Vorfeld in einer Pressemitteilung berichtete.

Unternehmen aus Waiblingen beteiligt sich

Auch ein Unternehmen aus Waiblingen hat sein Gebäude in der Düsseldorfer Straße in der Nacht von Montag auf Dienstag mit rotem Licht angestrahlt (das Foto stammt von einer Probe am Wochenende). „Raum-Messe-Licht als Waiblinger Unternehmen spürt wie alle aus der Veranstaltungswirtschaft den Shutdown“, sagt Inhaber und Geschäftsführer Werner Rennings unserer Redaktion.

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Das Team von Raum-Messe-Licht bei der Generalprobe am Wochenende. Foto: Raum-Messe-Licht © Raum-Messe-Licht

„Viele Messen wurden kurzfristig abgesagt, weitere werden über Hygienekonzepte deutlich kleiner gefahren. Bei allem Verständnis ist die Situation für alle Beteiligten schwierig.“ Er hat sich mit seiner Firma auf Messebau sowie Licht- und Eventtechnik spezialisiert. Man reagiere „sehr flexibel mit neuen und erweiterten Konzepten“, so Rennings. „Dennoch lassen sich mit allem guten Willen die schuldlos veränderten Bedingungen nicht einfach auffangen.“

„Arbeitsgrundlage entzogen“

Die Protestaktion „Night of Light“ hat in vielen Städten stattgefunden, zahlreiche Firmen aus der Veranstaltungsbranche haben sich beteiligt. Auf der Internetseite der Aktion heißt es: „Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht! Seit dem 10.03.2020 ist einem kompletten Wirtschaftszweig faktisch die Arbeitsgrundlage entzogen.“

Werner Rennings aus Waiblingen fordert, „über flexible Konzepte ein Überleben der Eventbranche und des gesamten Bereiches Messeplanung und Messebau zu ermöglichen“.