Kernen

Ortseingang wird erneuert - Straßensperrung ab Oktober

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Die Einfahrt aufs Firmengelände Fischer ist provisorisch angelegt. Der Abbiegestreifen fehlt noch. Ab Oktober fällt die Mauer in der Kurve. © Schechinger / ZVW

Kernen-Rommelshausen. Die Römer Baustellenzufahrt auf das Gelände der Firma Kälte-Fischer ist längst eingerichtet. Auf dieser Trasse verläuft später eine reguläre Firmenzufahrt für Mitarbeiter und Zulieferer – mit einer Abbiegespur auf der Waiblinger Straße. Ab Oktober erhält auch der Rommelshausener Ortseingang ab der Kurve bei der Bushaltestelle ein neues Gesicht. Die hohe Betonmauer fällt weg. Die niedrigere Ersatzmauer rückt um vier Meter zurück. Davor entsteht ein 2,50 Meter breiter Gehweg.

Rechtzeitig zum Start der Remstal-Gartenschau im Frühjahr 2019 soll die neue Römer Ortseinfahrt fertiggestellt sein. Von Oktober an, wenn die Arbeiten beginnen, ist auf der Kreisstraße mit halbseitiger Sperrung und ampelgesteuerter Verkehrsführung zu rechnen. Zum Einbau des Bitumenbelags ist nach Darstellung des Bauamts eine Vollsperrung vorgesehen. Dass die Verlegung des Firmensitzes von Kälte-Fischer ins Gewerbegebiet Rappenäcker und der dortige Neubau Kernen die Chance bot, entlang dem Baugrundstück einen vier Meter breiten Streifen zu erwerben, erlaubt nun eine weitreichende funktionale und gestalterische Neuordnung. Die hässliche Betonmauer wird abgerissen und durch eine um vier Meter zurückgesetzte, deutlich niedrigere Wand ersetzt. Das schafft Raum.

Laut Verkehrsplaner reicht die Sichtweite bis zum Zebrastreifen

Entlang der Waiblinger Straße sieht der Plan im Kurvenbereich nun einen neuen, 2,50 Meter breiten Rad- und Gehweg mit einem ebenso breiten Grünstreifen zur Kreisstraße hin vor. Letzterer soll zur Verkehrssicherheit der Fußgänger beitragen. Dieses relativ breite Band, das für ortseinwärts fahrende Fahrzeuge ein freies Sichtfeld von 45 Metern zum geplanten neuen Zebrastreifen bei der Bushaltestelle in der Waiblinger Straße gewährleistet, verengt sich aber nördlich der Kurve, weil der Kommune dort die nötigen Grundstücke fehlen. Die Gehwegbreite verringert sich laut gültigem Bebauungsplan vor allem entlang der künftigen Bushaltestelle auf 1,80 Meter.

ÖPNV-Haltepunkte sollen konzentriert werden

Aus Sicht des Verkehrsplaners reichen die 45 Meter Blickweite bis zur künftigen Fußgängerquerung auf der Kreisstraße bei erlaubten maximal 50 km/h aus. Die Verlegung der ortseinwärts führenden Bushaltestelle von südlich der Willy-Rüsch-Straße auf deren nördliche Seite geht Hand in Hand mit der Umsetzung des alten Zebrastreifens nach Norden. Ziel ist es laut Bauamt, die ÖPNV-Haltepunkte zu konzentrieren. Denn der neue Busstopp liegt dann näher beim Römer S-Bahn-Haltepunkt und nun auch fast direkt gegenüber der Bushaltebucht in Fahrtrichtung Waiblingen.

Abriss der Betonmauer wird Ortseinfahrt aufwerten

UFW Gemeinderat Heinz Heß hegt aber weiterhin Zweifel, was den Blickwinkel für die in die Kurve einfahrenden Autofahrer betrifft, und stellt deshalb den Standort des neuen Fußgängerüberwegs infrage. Er enthielt sich bei der Abstimmung über die verkehrliche Neuordnung der Stimme.

Gestalterisch wird der Abriss der hohen Betonmauer, wodurch entlang der Straße freier Raum entsteht, die Ortseinfahrt aufwerten. Die künftige um vier Meter zurückgesetzte Ersatzmauer steigt 20 Zentimeter bis zu 1,20 Meter hoch. Sie verläuft von der Garage des Wohnhauses Waiblinger Straße 119 um die Kurve herum bis vor zur geplanten Buswartehalle. Sie dient, so das Kernener Bauamt, zur Überwindung des Geländes zwischen dem Gehweg und dem Gelände der Firma Fischer.

Fußgängerüberweg und Bushaltestelle sollen behindertengerecht werden

Der neue Fußgängerüberweg wird behindertenfreundlich mit taktilen Elementen ausgestattet. Auch die Bushaltestelle mit Wartehäuschen und 16 Zentimeter hohem Bord ist behindertengerecht geplant.


Fischer beteiligt sich

Firma Fischer, Landkreis und Remstalwerk beteiligen sich an den Kosten. Abbiegespur und Zufahrt übernimmt Fischer komplett: 455 000 Euro.