Kernen

Schnelles Internet für Firmen: Bund fördert Breitbandausbau in Kernen

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Der Breitbandausbau in Stetten (hier in der Frauenländerstraße) läuft. © Sebastian Striebich

Derzeit laufen in Kernen mehrere Projekte zum Breitbandausbau. Die Gemeinde war zuletzt mit der Netcom in Rommelshausen aktiv, jetzt wird seit einigen Wochen im Rahmen derselben Aktion das Internet in der Frauenländerstraße in Stetten ausgebaut. Nach Angaben des Tiefbau-Chefs im Kernener Rathaus, Ralf Bulling, dauern die Bauarbeiten hier noch circa zwei Wochen an. Im Rommelshausener Gewerbegebiet „Auf der Höhe“ läuft außerdem der Eigenausbau der Telekom für die Firmen dort, ebenso wie gegenüber in der Tulpenstraße. Bis Ende des Jahres sollen auch diese Gebiete mit schnellem Internet versorgt sein.

Wie das Büro des Bundestagsabgeordneten Joachim Pfeiffer (CDU) jetzt in einer Pressemitteilung bekanntgegeben hat, fördert der Bund den Breitbandausbau im Gewerbegebiet in Stetten, der die Unternehmen mit einem Internet-Anschluss von mindestens einem Gigabit versorgen soll, mit 123 271 Euro. Damit übernimmt der Bund die Hälfte der Kosten. Weitere 30 Prozent der Gesamtkosten werden laut Mitteilung vom Land bereitgestellt. Das Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau hat zum Ziel, ganz Deutschland bis 2025 über Gigabit-Netze zu versorgen. Die Bundesregierung will noch in dieser Legislaturperiode alle Gewerbegebiete, Schulen und Krankenhäuser an das Gigabit-Netz anschließen. Die Telekommunikationswirtschaft hat sich daher im Rahmen der Netzallianz „Digitales Deutschland“ zu Investitionen in Höhe von acht Milliarden Euro jährlich verpflichtet. „Eine hochleistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute mehr denn je wichtig – für Unternehmen, Bürger und öffentliche Einrichtungen“, wird Pfeiffer in der Mitteilung zitiert. Er freue sich, „dass mit dem Ausbau in Kernen im Remstal für die ansässigen Unternehmen eine Infrastruktur für die digitale Zukunft geschaffen wird und sie dadurch bessere Wettbewerbsbedingungen erhalten.“

Wie Ralf Bulling aus dem Kernener Bauamt sagt, sind nach Abschluss der aktuellen Bauarbeiten fast alle Kernener Firmen versorgt – „beim Sandsteinbruch Bayer ist noch ein sogenannter weißer Fleck.“ Wann genau die Telekom die Privathaushalte in Kernen ans Glasfasernetz anschließen wird, weiß er noch nicht – geplant ist der flächendeckende Ausbau im Rahmen der Gigabit-Region allerdings bis spätestens 2030.