Kernen

Sozialer Wohnbau in Rommelshausen: 36 Wohnungen aus Holz

BaustelleAmWeihergraben
Auf der Baustelle westlich des Friedhofs wird eifrig gearbeitet. Hier entstehen 36 Wohnungen mit einer „Sozialquote von 100 Prozent“, wie der ehemalige Bürgermeister Stefan Altenberger es bei der Planung ausgedrückt hat. Ein Drittel der Wohnungen ist für Geflüchtete vorgesehen, zwei Drittel für Menschen mit Wohnberechtigungsschein. © Gaby Schneider

Beim sozialen Wohnungsbau in Rommelshausen geht es voran. Auf der Baustelle „Am Weihergraben“ haben Anfang dieser Woche die Tiefbauarbeiten im Straßenbereich begonnen. Weil parallel an der Erschließung gearbeitet wird, kommt es im Umfeld zu Verkehrsbehinderungen. Eine Umleitung für Anlieger ist eingerichtet. Die Kreisbaugesellschaft errichtet westlich des Friedhofs 36 Wohnungen in modularer Holzfertigbauweise – 24 für einkommensschwache Bürger mit Wohnberechtigungsschein, zwölf zur Anschlussunterbringung für Flüchtlinge.

Sieben Millionen Euro insgesamt

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund sieben Millionen Euro. Die Kosten sind auch deshalb so hoch, weil in den Hang hineingebaut werden muss – und die Preise explodiert sind, während sich der Baubeginn mehrfach verzögert hat.

Die Gemeinde Kernen wird sich mit rund 650 000 Euro an den Erschließungskosten beteiligen. Den Grund und Boden überlässt sie der Kreisbaugesellschaft für 50 Jahre im Erbbaurecht. 30 Jahre lang erhebt die Gemeinde keinen Erbbauzins, sichert sich für diese Zeit aber das Belegungsrecht der 24 Sozialwohnungen, die zwischen 40 und 54 Quadratmeter groß sind. Die zwölf Wohnungen für Geflüchtete liegen ebenfalls in der Verantwortung der Gemeinde, sie werden von der Kreisbau angemietet.

Umleitung und gesperrte Parkplätze

Seit Wochenbeginn wird in einem ersten Bauabschnitt die Wasserleitung von der Zufahrt Privatweg „Am Weihergraben“ in westlicher Richtung zu den Wohngebäuden verlegt, die hier errichtet werden. Im Anschluss erfolgen Informationen aus dem Rathaus zufolge die Straßenbauarbeiten zu Entwässerung, Beleuchtung und Versorgung. Anlieger gelangen aus Richtung Fellbacher Straße über die Haldenstraße zu ihren Gebäuden. „Mit baustellenbedingten kurzen Behinderungen muss allerdings gerechnet werden. Hierfür bitten wir um Verständnis“, schreibt die Gemeindeverwaltung. Zu Behinderungen kommt es auch für Friedhofsbesucher: Die Parkplätze entlang des Friedhofs können seit Montag nicht mehr benutzt werden. Zum 10. August werden die Straßenbauarbeiten wegen der Sommerferien für drei Wochen unterbrochen. Die Baustelle an der Wohnbebauung werde aber „kontinuierlich ohne Unterbrechung“ fortgeführt, heißt es aus dem Rathaus. Die Verwaltung kündigt an, die Bürger über den weiteren Bauablauf und die Zufahrtsmöglichkeiten nach den Bauferien rechtzeitig zu informieren.

Die zweigeschossigen Wohnungen, die „Am Weihergraben“ entstehen, werden aus Holzmodulen der Firma Aktivhaus/Werner Sobek errichtet. Die Satzung für einen entsprechenden Bebauungsplan hatte der Gemeinderat bereits im November 2017 beschlossen. Die Pläne sind allerdings schon älter: Im Frühjahr 2016, als großer Druck bei der Flüchtlingsunterbringung herrschte, wollte Kernen bis zu 100 Flüchtlinge beim Friedhof unterbringen. Dann stockte das Planverfahren und es wurde kein Erschließungsträger gefunden. Ehe die Bauarbeiten beginnen konnten, musste zudem ein Gewächshaus abgebrochen und entsorgt werden, in dem Asbest verbaut war.

Mittlerweile planen Kreisbau und Gemeinde mit der Fertigstellung der Modulbauten bis Ende des Jahres.

Beim sozialen Wohnungsbau in Rommelshausen geht es voran. Auf der Baustelle „Am Weihergraben“ haben Anfang dieser Woche die Tiefbauarbeiten im Straßenbereich begonnen. Weil parallel an der Erschließung gearbeitet wird, kommt es im Umfeld zu Verkehrsbehinderungen. Eine Umleitung für Anlieger ist eingerichtet. Die Kreisbaugesellschaft errichtet westlich des Friedhofs 36 Wohnungen in modularer Holzfertigbauweise – 24 für einkommensschwache Bürger mit Wohnberechtigungsschein, zwölf zur

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