Kernen

Sportpark für BMX und Skater in Rommelshausen macht offiziell auf

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Hier geht es los: Die vier Start-„Tables“ der BMX-Bahn. © Gemeinde Kernen

Die TÜV-Abnahme ist erfolgt, ebenso die baurechtliche Freigabe: Ab Freitag, 16. Oktober, können BMX-Fahrer, Skater und Scooter den Sportpark mit Skate-Bowl, Pumptrack und Bike-Parcours endlich auch legal nutzen. Auf eine offizielle Einweihungsfeier wird coronabedingt verzichtet – sie soll im Frühjahr 2021 erfolgen. Das hat die Gemeinde Kernen am Mittwoch mitgeteilt.

Die BMX-Bahn mit ihren vier Start-„Tables“ (Holzrampen, von denen die Fahrer abspringen), mit vielen Sprungelementen und Steilkurven ist die Nachfolgerin der alten Strecke, die infolge des Sportvereinszentrum-Baus weiter nach Süden rücken musste.

Geplant wurde sie vom renommierten BMX-Bahn-Bauer Diddie Schneider, auch die Abteilung Bikesports der Spvgg Rommelshausen war daran beteiligt. Der Parcours soll eine Übungs- und Erlebnisplattform für alle BMX-Fahrer, Anfänger und Fortgeschrittene sein, so die Gemeinde.

Im Sommer waren Ungeduldige mit Fahrrädern und sogar Motocross-Motorrädern bereits auf der noch nicht fertiggestellten BMX-Bahn gefahren und hatten die Oberfläche dabei laut Gemeindeverwaltung beschädigt. Die Verwaltung erstattete daraufhin Anzeige gegen unbekannt.

Auf dem benachbarten, asphaltierten Pumptrack kann Geschwindigkeit durch Gewichtsverlagerung und gezielte Zieh-und Drückbewegungen aufgebaut werden. Das ermöglicht laut der Pressemitteilung der Gemeinde ein koordinatives Training, das die Nutzer aller Altersklassen fordert, aber nicht überfordert. Der Pumptrack ist in Form einer liegenden Acht als Rundkurs hergestellt.

Skater können in der Skate-Bowl ihre Tricks üben. Anders als in klassischen Skate-Parks sind in der Bowl (Schüssel) durchgehende Fahrten mit vielen Tricks in Folge möglich, so die Mitteilung aus dem Rathaus. Der Entwurf für Kernen sei in gemeinschaftlicher Planungsarbeit von Kernens Skatern und dem Büro Elke Ukas Landschaftsarchitekten entstanden. Die circa zehn mal 17 Meter große Bowl soll dabei sowohl Skatern als auch BMX-Fahrern Fahrspaß bieten.

Die Gesamtkosten aller Maßnahmen einschließlich eines Lärmschutzwalls belaufen sich auf 380 000 Euro. Auf eine offizielle Einweihung verzichtet Kernen zunächst: „Bauamt, Bauhof und Bauunternehmen haben tolle Arbeit geleistet“, so Bürgermeister Benedikt Paulowitsch. Ralf Bulling, Sachgebietsleiter Tiefbau, wünscht den Nutzern viel Spaß, weist aber auch darauf hin, „dass das Tragen entsprechender Schutzkleidung dringend empfohlen wird“.