Kernen

Vereine in Kernen bekommen dank neuer Richtlinie mehr Geld für junge Mitglieder

Rathaus
Das Rathaus in Kernen  (Symbolfoto). © ZVW/Alexandra Palmizi

Ob im Orchester des Musikvereins oder im Fußball-Team des Sportvereins – Vereine gestalten die Freizeit vieler Menschen, auch in Kernen. Um Angebote ausführen zu können, sind die Einrichtungen auf Fördergelder angewiesen, einen Teil davon bekommen sie von der Gemeinde. Die Richtlinie für die Vergabe dieser Gelder wurde nun überarbeitet. Sie sei stark veraltet, vor allem aber ist sie in der Vergangenheit immer wieder nicht korrekt angewendet worden, so Bürgermeister Benedikt Paulowitsch.

Einheitlichkeit sei ebenfalls ein Manko gewesen, daher ist einer der ersten Änderungspunkte die Verabschiedung eines einheitlichen Fördersatzes. Demnach erhalten „alle eingetragenen, gemeinnützigen Vereine in Kernen einen einheitlichen Fördersatz von 110 Euro“. Die bisherige Pauschale für Kinder und Jugendliche wird ebenfalls gleichgesetzt und angehoben: Statt bisher sechs Euro (Musikverein) und 4,75 Euro (Sport- und sonstige Vereine) gibt es überall pro Kopf eine Pauschale von sieben Euro.

Der Fokus liegt auf dem Nachwuchs 

Für Erwachsene hingegen gibt es keine Fördergelder: „Mit diesem neuen Schwerpunkt möchte die Gemeinde bewusst Anreize setzen, aktiv junge Mitglieder zu werben und entsprechende Angebote zu entwickeln.“ Vereine könnten nur dann langfristig überleben, so Paulowitsch.

Besonders herausstechend ist der Zuschuss für vereinseigene Gebäude. Statt wie bisher 154 Euro gibt es dafür von nun an 300 Euro. Darüber hinaus dürfen Vereine einmal im Jahr kostenfrei die Glockenkelter, die Alte Kelter oder Säle im Bürgerhaus anmieten. Dass die Nebenkosten bei der kostenfreien Anmietung dennoch gezahlt werden müssen, kritisiert Gemeinderat Andreas Colosi vom Parteifreien Bündnis. Dadurch müsse der Verein immer noch hohe Kosten tragen.

Bürgermeister Paulowitsch begründet die Entscheidung damit, dass die Nebenkosten, wie beispielsweise der Einsatz von Technik, flexibel seien und kostengünstig von den Vereinen gestaltet werden können. Insgesamt, so die Verwaltung, erhöhe die Gemeinde die zur Verfügung stehenden Mittel um rund 33 Prozent.

Es gibt Vorgaben für die Förderung

Für das Anrecht auf eine Förderung legt die Verwaltung eine einheitliche Vorgabe fest: Der Verein muss mehr als zehn Mitglieder haben und der Mitgliedsbeitrag für Erwachsene mindestens 15 Euro im Jahr betragen. Im Prozess der Überarbeitung der Richtlinien konnten die Vereine Kernens zu verschiedenen Satzungspunkten Stellung beziehen und haben eine entsprechende Antwort der Gemeinde erhalten.

Ob im Orchester des Musikvereins oder im Fußball-Team des Sportvereins – Vereine gestalten die Freizeit vieler Menschen, auch in Kernen. Um Angebote ausführen zu können, sind die Einrichtungen auf Fördergelder angewiesen, einen Teil davon bekommen sie von der Gemeinde. Die Richtlinie für die Vergabe dieser Gelder wurde nun überarbeitet. Sie sei stark veraltet, vor allem aber ist sie in der Vergangenheit immer wieder nicht korrekt angewendet worden, so Bürgermeister Benedikt

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