Kernen

Was Sie zur Bürgermeisterwahl am Sonntag wissen müssen

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Bürgermeister Stefan Altenberger bei der Einweihung des Taubenturms am Samstag, Herausforderer Benedikt Paulowitsch beim Wahlkampftermin im Bürgerhaus am Donnerstag. © Joachim Mogck

Kernen. Nach einem interessanten Wahlkampf ist es an diesem Sonntag so weit: Kernen hat die Wahl. Vier Kandidaten haben sich um das Amt des Bürgermeisters beworben, darunter Regierungsrat Benedikt Paulowitsch (31).

Am Sonntag berichten wir ab 18 Uhr im Liveblog aus dem Bürgerhaus unter www.zvw.de/wahl

Die weiteren Kandidaten auf dem Wahlzettel in Kernen sind: Thomas Hornauer (59), der als Letzter seinen Hut in den Ring geworfen hat. Die beiden Dauerkandidaten werden im Kampf um den Chefsessel im Kernener Rathaus höchstens eine indirekte Rolle spielen – das zeigt die Erfahrung aus ihren zurückliegenden Bewerbungen. Für Hornauer ist es nach seinem eigenen Wohnort Plüderhausen, Welzheim, Urbach und Remshalden die fünfte Kandidatur. Wie viele Versuche Speitelsbach, der aus dem Neckar-Odenwald-Kreis stammt, schon gestartet hat, lässt sich kaum überblicken. Er trat – anders als Hornauer, der eifrig plakatierte, Videos aufnahm und zuletzt sogar das Bürgerhaus für eine eigene Veranstaltung mietete – in Kernen nach Kenntnis unserer Zeitung nicht in Erscheinung.

Sehr aktiv waren hingegen Amtsinhaber Stefan Altenberger und Herausforderer Benedikt Paulowitsch. Der 31-jährige Leutenbacher hat in Kernen auch prominente Unterstützer, darunter den SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Ulrich Lang. Paulowitsch ist SPD-Mitglied, legt aber Wert auf seine Überparteilichkeit. Seiner Bewerbung, das sehen viele so, ist es zu verdanken, dass die Wahl zum Top-Thema in Kernen wurde.

Stefan Altenberger ist seit 16 Jahren Bürgermeister und vertritt im Kreistag die Freien Wähler. Er wird sich gerne an die Aussagen von mehreren Gemeinderäten im Frühjahr erinnern. Der Tenor: „Wir sehen keinen Grund, einen Gegenkandidaten zu suchen. Er sitzt fest im Sattel.“ Auch Altenbergers Anhänger haben zuletzt öffentlich die Werbetrommel gerührt.

12 555 Wahlberechtigte dürfen am Sonntag ihre Stimme abgeben

Die Entscheidung, wen sie zu ihrem Bürgermeister wählen, ist freilich den Bürgerinnen und Bürgern überlassen. Von 8 bis 18 Uhr haben am Sonntag die Wahllokale geöffnet, danach darf, wer möchte, live dabei sein, wenn im Bürgerhaus die ersten Ergebnisse eintrudeln.

Insgesamt 12 555 Wahlberechtigte leben nach Informationen aus dem Rathaus in Kernen. 1729 hatten bis Donnerstagnachmittag Briefwahl beantragt, das sind 14 Prozent aller Wahlberechtigten. Gewählt wird in zwölf Wahlbezirken und zwei Briefwahlbezirken. Insgesamt 112 freiwillige Wahlhelfer sind für die Auszählung der Stimmen verantwortlich. Wenn am Sonntagabend gegen 18.30 Uhr das vorläufige Ergebnis verkündet worden ist, tagt der Wahlausschuss. Am Montag kommen die Prüfer der Kommunalaufsicht nach Kernen. Sollte keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen erreichen, wird es einen zweiten Wahlgang geben, in dem dann die einfache Mehrheit ausreicht. Dieser zweite Wahlgang ist auf den 13. Oktober angesetzt.