Kernen

WLAN für die Kernener Bäder?

Bädle Stetten Freibad
Das Stettener Bädle ist im Sommer gut besucht. In einigen Badetaschen dürften sich die allgegenwärtigen Smartphones finden. © Habermann / ZVW

Kernen. Gemütlich auf der Liegewiese lümmeln und entspannt durchs Internet tingeln: Kostenlose WLAN-Zugangspunkte könnten’s in den Außenbereichen des Rommelshausener Hallenbads und des Stettener Bädles möglich machen. Auf Anregung des CDU-Gemeinderats Benjamin Treiber prüft die Gemeindeverwaltung unverbindlich, ob die Hotspots technisch machbar sind und was sie kosten würden.

Auf dem Badetuch Sonne tanken, im Hintergrund über ein online-Musikabo die passenden Sommersongs dudeln lassen, vielleicht einen Blick auf den Wetterbericht werfen, durch soziale Netzwerke stromern oder Freunden ein lustiges Video schicken: Für viele Smartphone-Besitzer dürfte diese Vorstellung von einem Sommertag im Freibad nicht ungewöhnlich sein. Vielleicht sogar verlockend – wären da nicht die lästigen Gebühren, die je nach Handy-Tarif außerhalb von WLAN-Netzen beim Surfen im Internet anfallen können.

Können Hotspots eingerichtet werden?

In den Kernener Bädern könnte den Besuchern möglicherweise in den nächsten Jahren ein öffentlicher WLAN-Zugang zur Verfügung gestellt werden. Die Gemeindeverwaltung prüft derzeit, ob im gemeindeeigenen Römerbad und dem Stettener Freibad Hotspots (Englisch wörtlich: „heiße Punkte“, im übertragenen Sinne: drahtlose Internetzugangspunkte) eingerichtet werden können. Dabei geht es vor allem um die technische Machbarkeit und die Kosten.

Im Falle des Stettener Bädles, das vom Bädlesverein betrieben wird, muss sie außerdem abfragen, ob beim Verein überhaupt Interesse an öffentlichem WLAN besteht. Bislang ist der Vorstand noch nicht darauf angesprochen worden, sagt die Kassiererin Blanka Herzig. Deshalb haben die Vorstandsmitglieder sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt.

Auch für Einkaufsstraßen gut 

Angestoßen wurde der ganze Prozess Anfang Mai vom CDU-Gemeinderatsmitglied Benjamin Treiber. Im Namen seiner Fraktion stellte er damals den Prüfantrag.

Im Hintergrund steht bei Treiber unter anderem der Gedanke, die Kernener Bäder „ein Stückle attraktiver zu machen“. Auch den Einkaufsstraßen könnten Hotspots guttun, glaubt er: „Vielleicht ist es ein kleiner Pluspunkt.“ Und wenn der Internetzugang nur verlockt, noch im Café zu verweilen, einen Cappuccino mehr zu trinken und bei Gelegenheit wiederzukommen.

Weitere Stationen im Gespräch

Zumal öffentliches WLAN sich immer mehr verbreitet: In Kommunen von Waiblingen über Fellbach bis Backnang gibt es schon Zugangspunkte. In Kernen gibt es bislang lediglich einen Hotspot am Bürgerhaus (siehe Infobox), der die Gemeinde jährlich zwei- bis dreihundert Euro kostet. Weitere Standorte sind noch nicht beschlossen. Im Gespräch sind die Mobilitätsstationen am Rommelshausener Bahnhof und in der Stettener Schlossstraße, die für die Remstal-Gartenschau 2019 entstehen sollen. Auch die Glockenkelter war bereits im Gespräch, getan hat sich aber noch nichts. Ob bei den Bädern nach der Prüfung auch ein formaler Antrag folgt, WLAN-Zugangspunkte einzurichten, bleibt abzuwarten. Im Laufe des Jahres sollen erst einmal die Informationen zusammengetragen werden, sagt der Kernener Amtsleiter Bernhard Bühler. Wenn es so weit ist, rechnet Treiber im Gemeinderat mit einer Diskussion rund um das Thema Strahlenbelastung.

Hier wird gesurft

Seit 2015 gibt es am Kernener Bürgerhaus einen öffentlichen, kostenlosen WLAN-Zugang zum Internet.

Die Anmeldung erfolgt über ein Free-Key-System: Nutzer wählen an ihrem Gerät das Netzwerk „FreeKey_Kernen“ aus, klicken auf „Verbinden“ und landen so auf der Willkommensseite von „FreeKey_Kernen“. Noch ein Klick auf „Weiter/Continue“, dann können sie sich via SMS oder E-Mail authentifizieren – und lossurfen.