Korb

Asbest aus Urbanschule entfernt

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Bereits vor zweieinhalb Jahren habe eine „umfangreiche Schadstoffuntersuchung“ in der Urbanschule ergeben, dass gebundener Asbest verbaut wurde. © Joachim Mogck

Korb.
Nicht nur der gesundheitsgefährdende Stoff Naphthalin ist im Fußboden der Urbanschule gefunden worden, auch Asbest war im Schulgebäude verbaut. Das hat die Gemeinde Korb unserer Zeitung auf Nachfrage bestätigt.

Bereits vor zweieinhalb Jahren habe eine „umfangreiche Schadstoffuntersuchung“ in der Urbanschule ergeben, dass gebundener Asbest verbaut wurde. Der gefährliche Baustoff wurde in der Verkleidung der Nordfassade und in den Bodenfliesen der Schulküche gefunden. Die Untersuchung habe die Gemeinde während der Planung für die anstehende Sanierung der Schule durchgeführt, erklärt Kämmerer Stefan Obenland, der zwar erst seit diesem Frühjahr in Korb arbeitet, hier aber auch für die Gebäudeunterhaltung zuständig ist. In den Faschingsferien dieses Jahres sei die Fassadenverkleidung entfernt worden, in den Osterferien die Fliesen in der Schulküche.

Zwar ist Asbest in gebundener Form nicht gesundheitsschädlich, die Fasern können aber durch Abnutzung, Beschädigung oder Witterung freigesetzt werden. Gelangen diese in die Lunge, setzen sie sich dort fest und können Atemwegserkrankungen oder Lungenkrebs auslösen. Vor allem bei der Entsorgung von Asbest ist äußerste Vorsicht geboten. Immer wieder sorgen Fälle für Schlagzeilen, in denen nicht sauber gearbeitet wird: zum Beispiel, als im August 2018 am Waiblinger Bahnhof Platten mit einer Spitzhacke zerkleinert wurden, so dass sich der gefährliche Staub ausbreiten konnte.

Beschädigte Fliesen in der Schulküche

Gefährlich sei der Asbest für Schüler und Lehrer nicht gewesen, sagt Obenland: „Wenn nichts beschädigt ist, passiert erst mal nichts.“ Doch einzelne Fliesen des Küchenbodens in der Schule seien rissig gewesen. Deshalb habe eine Spezialfirma die Fliesen sachgemäß entfernt. Danach hätten Nachprüfungen ergeben: „Die Küche ist absolut asbestfrei.“

Wie aus E-Mails hervorgeht, die unserer Zeitung vorliegen, war die Schulleitung über die Belastung des Gebäudes mit Asbest informiert. Inwiefern die Eltern Bescheid wussten, kann Obenland nicht sagen. Eberhard Negele, Gemeinderat und Mitglied der Schulkommission, sagt: „Mir ist nichts bekannt.“ Sorgen macht er sich deshalb nicht: „Die Gemeinde spielt da mit offenen Karten.“

„Es wurde nicht groß kommuniziert, weil keine Gefahr bestand“

Stefan Obenland sagt: „Es wurde nicht groß kommuniziert, weil zu keiner Zeit Gefahr bestand und auch, weil schnell gehandelt wurde.“

Der Hinweis an unsere Zeitung, dass Asbest im Schulgebäude verbaut war, stammt von einem Leser. Dieser hatte bereits im März dieses Jahres den damaligen Schulleiter Thomas Kuntz gefragt, ob während des Umbaus auch Tests gemacht würden, um gesundheitsgefährdende Stoffe wie beispielsweise Asbest zu erkennen. Die Antwort von Kuntz lautete damals: „Den Ausschluss gesundheitlicher Risiken für unsere Kinder habe ich mir zusichern lassen.“ Das zuständige Amt teilte dem Leser schon damals mit, dass Asbest im Gebäude verbaut sei und bald entfernt werden soll.

Für ihn sei das Thema damit abgeschlossen gewesen, schließlich seien die Asbestplatten ausgetauscht worden, sagt unser Informant. Dass nun Naphthalin im Boden der Urbanschule gefunden wurde, habe ihn aufgeschreckt. Eine aktuelle Messung hatte gezeigt, dass die Schadstoffe in die Klassenzimmerluft dringen.

Zwar bestehe aufgrund der niedrigen Werte keine Gefahr für die Gesundheit von Schülern und Lehrern, doch der Parkettboden soll vorzeitig herausgerissen und ersetzt werden. Diese Vorsorgemaßnahme kostet die Gemeinde voraussichtlich eine Viertelmillion Euro.

Korb.
Nicht nur der gesundheitsgefährdende Stoff Naphthalin ist im Fußboden der Urbanschule gefunden worden, auch Asbest war im Schulgebäude verbaut. Das hat die Gemeinde Korb unserer Zeitung auf Nachfrage bestätigt.

Bereits vor zweieinhalb Jahren habe eine „umfangreiche Schadstoffuntersuchung“ in der Urbanschule ergeben, dass gebundener Asbest verbaut wurde. Der gefährliche Baustoff wurde in der Verkleidung der Nordfassade und in den

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