Korb

B 14: Neuer Lärmschutz für Schaltenberg

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Nahe am Wohngebiet Schaltenberg rauscht der Verkehr über die B 14. © Eva Hopfgarten (Online-Praktikant)

Korb. Die marode Schallschutzwand entlang der B 14 auf Höhe des Wohngebiets Schaltenberg soll abgerissen und durch eine neue ersetzt werden. Die Planung liegt bereits vor, mit dem Bau soll im April begonnen werden. Im Gemeinderat wurde das Thema nun nochmals diskutiert.

Angestoßen hat die Erneuerung des Lärmschutzes für das Wohngebiet Schaltenberg der Korber Gemeinderat: Schriftlich hatte das Gremium beim Regierungspräsidium Stuttgart die Instandsetzung der Schallschutzwand gefordert. Eine Prüfung des Präsidiums hat nun ergeben, dass die bestehende Wand nicht saniert werden kann.

Sie soll deshalb abgebaut und durch eine neue Lärmschutzwand ersetzt werden, wie es in einem Papier des Ordnungsamts heißt, das dem Gemeinderat in der Sitzung Anfang Februar zur Kenntnisnahme vorgelegt wurde. Der Neubau wurde von den Gemeinderäten durchweg positiv aufgenommen – einige Fragen gab es aber noch.

Fragen zum Lärmschutz

Martin Zerrer von der CDU wollte wissen, ob die neue Mauer auch eine Verbesserung der Schalldämmung bringen wird. „Die Frage ist: Wird es dort auch wirklich ruhiger? Das ist es, was die Leute interessiert“, betonte er. Eine genaue Angabe in Dezibel könne er zwar nicht machen, sagte Christoph Schulz, Pressesprecher der Gemeinde Korb, auf Nachfrage unserer Zeitung. Da die neue Wand aber genauso lang und hoch sein werde, wie die bestehende, gehe er von einer Reduzierung der Lärmbelastung aus. „Natürlich fließen alle technischen Verbesserungen der letzten Jahre in den Neubau ein“, führte er aus.

Angesprochen wurde auch der Finkenberg auf der gegenüberliegenden Seite der B 14 – eine im Jahr 2002 stillgelegte Erddeponie. „Die Schallabstrahlung durch den Berg ist enorm, er wirft den Schall zurück ins Wohngebiet“, ist Albrecht Ulrich von der Wählervereinigung Freie Bürger überzeugt. Er fordert deshalb die Begrünung des Hangs oder anderen geeigneten Schallschutz. Hier könne nur das Landratsamt Auskunft geben, so die Gemeinde. Denn das sei für die endgültige Stilllegung der Deponie verantwortlich.

Ursache nicht der Finkenberg

Einen Lärmschutz speziell am Finkenberg hält das Landratsamt allerdings nicht für notwendig: Zum einen sei die Deponie ohnehin kleiner als ursprünglich geplant, zum anderen sei die Beweidung des Gebiets aufgegeben worden, so dass sich in den nächsten Jahren ein natürlicher Bewuchs entwickeln könne. Zudem sieht das Landratsamt das jährlich zunehmende Verkehrsaufkommen auf der B 14 als Ursache der Lärmbelästigung – nicht den Finkenberg.

Fragen gab es auch zum Tempolimit auf der B 14. Bis etwa auf Höhe der Gemarkung Korb ist die Geschwindigkeit auf 100 Stundenkilometer begrenzt, danach sind 120 erlaubt. „Warum schafft man dort nicht überall Tempo 100?“, hakte Freie-Bürger-Gemeinderat Jürgen Müller nach. Seit zwölf Jahren heiße es, man könne dort nichts machen. Das ist auch weiterhin die Antwort der Gemeinde: In der Gegenrichtung sei zwar Tempo 100 vorgeschrieben, aber nicht wegen des Lärmschutzes, sondern der Verkehrssicherheit, erläuterte Schulz.

Es gebe dort ein Gefälle, hinzu komme der häufige Rückstau am Knotenpunkt zwischen den Bundesstraßen 14 und 29. „In Fahrtrichtung Winnenden rechtfertigt der ansteigende Streckenverlauf kein solches Tempolimit aus Gründen der Verkehrssicherheit“, so der Pressesprecher. Die zulässigen Immissionsgrenzwerte (Lärmbelastung) würden dort zudem eingehalten.

Aktueller Stand

Da eine Sanierung nicht möglich ist, soll die Gabionenwand mit Holzaufbau durch eine moderne Stahlwandkonstruktion mit lärmabsorbierenden Aluminiumplatten ersetzt werden.

Die Planungen für die etwa 170 Meter lange Wand liegen bereits vor.

Ende Januar haben Rodungsarbeiten begonnen, die für die Baustelle notwendig sind.

Voraussichtlich im April 2016 beginnen die Arbeiten an der Lärmschutzwand. Sie sollen von der Seite des Wohngebiets ausgeführt werden und etwa drei Monate dauern.

Der Abtransport des Schutts sowie die Anlieferung der Baustoffe erfolgen durch das Wohngebiet Schaltenberg.