Korb

Baustelle Urbanschule: Rohbauarbeiten starten

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Wo einmal ein Schulhof war, entsteht derzeit der Neubau für die Gemeinschaftsschule am Standort Urbanstraße. © ZVW/Gabriel Habermann

Korb. Auf der Baustelle an der Urbanschule läuft mittlerweile alles nach Plan. Auch der Erdaushub, der wegen zu viel organischen Materials für überraschende Mehrkosten sorgte, ist abtransportiert. Derzeit laufen die Rohbauarbeiten für den Neubau an. Im Juli soll der Gemeinderat die restlichen Bauarbeiten vergeben – von deren Kosten hängt die Zukunft des Korber Hallenbads ab.

Zur Erinnerung: Im März hatte der Gemeinderat beschlossen, die Sanierung des Korber Hallenbads so lange auf Eis zu legen, bis sich die Kosten für die restlichen 20, 30 Prozent der Bauarbeiten am Schulstandort Urbanstraße abzeichnen. 70 Prozent der Arbeiten sind bereits vergeben. In dieser Woche sind die Angebote der Baufirmen für die restlichen Gewerke eingegangen, geprüfte Ergebnisse liegen aber laut Bauamt noch nicht vor. Spannend wird es nach heutigem Stand am 9. Juli, wenn der Gemeinderat das entscheidende Ausschreibungspaket schnüren soll. Sollten die veranschlagten Kosten nicht deutlich überschritten werden, will Korb mit der Sanierung des Hallenbads beginnen, so haben es die Gemeinderäte verabredet.

Arbeiten am Fundament haben begonnen

Auf der Baustelle an der Urbanschule läuft derweil alles nach Plan, berichtet der stellvertretende Bauamtsleiter Joachim Kautz, der bei der Gemeinde zuständig ist für das Sachgebiet Hochbau. Die Entsorgung des Erdaushubs, die das Rathaus zu Beginn der Bauarbeiten mit Mehrkosten von fast 100 000 Euro kalt erwischt hatte, ist mittlerweile abgeschlossen. Die Erdarbeiten und die Pfahlgründung für den Neubau sind weitestgehend erledigt. Der Rohbauer hat bereits mit den Arbeiten am Fundament begonnen. Die Korber werden in den kommenden Monaten beobachten können, wie der Neubau auf dem ehemaligen oberen Schulhof sukzessive in die Höhe wächst.

Da es sich um einen Anbau an das bestehende Gebäude handelt, wird die Trennwand zwischen Alt- und Neubau nach und nach aufgebrochen und Staubwände eingebaut. Die Durchbrüche sind laut Joachim Kautz für die Ferienzeit geplant, damit der Unterricht nicht über Gebühr gestört wird.

Apropos Unterricht: Bislang seien im Bauamt keine Beschwerden eingegangen, sagt Joachim Kautz. Zum ehemaligen Schulhof hin gibt es keine Klassenzimmer, der Flur dient als Puffer. Die Kinder, sagt Kautz, hätten eher noch näher an die Baustelle herangewollt – sie finden spannend, was an ihrer Schule passiert.

Noch knapp zwei Jahre Bauzeit

Der Rohbau wird vermutlich bis Anfang Januar fertig, für das kommende Jahr steht der Innenausbau im Neubau auf dem Plan, von Januar 2021 an der Umbau und die Sanierung des bestehenden Gebäudes. Die Schüler sollen dann zu einem großen Teil im Neubau unterrichtet werden, „der Rest wird verteilt im Ort“, sagt Kautz. Zum Schuljahr 2021/22 soll das Zwölf-Millionen-Projekt abgeschlossen sein.

 


Straße gesperrt

Die Eugen-Ruoff-Straße ist mittlerweile vollständig gesperrt. Aus Sicherheitsgründen nicht unbedingt für die Bauarbeiter, sondern für die Schüler. Deren Eltern sind angehalten, ihre Kinder in der Urbanstraße abzuholen. Dort hinunter führt eine Treppe vom unteren Schulhof. Da dieser auf der gegenüberliegenden Seite der Baustelle liegt, können die Kinder dort nach wie vor ungestört spielen.