Korb

Breitbandausbau: Wie sieht das Vorhaben für den „weißen Fleck“ in Korb aus?

Breitband
Insbesondere in den sogenannten weißen Flecken in Korb warten die betroffenen Anwohner auf baldiges schnelles Internet. © Benjamin Büttner

Etwa 60 Haushalte in Korb – von der Rosenstraße bis zur Hanweiler Straße – leiden seit Jahren darunter, dass ihr Wohngebiet, ein weißer Fleck auf der Internet-Landkarte, nicht mit schnellem Internet versorgt wird. Den betroffenen Korbern stehen weniger als 30 Mbit/s (Megabit, also eine Million Bits pro Sekunde) zur Verfügung. In Wirklichkeit seien es weniger als 16 Mbit/s, berichtet Gerhard Brenner aus seinem Alltag.

"Wir dümpeln mit unseren 16 Megabit rum“

Der ehemalige Grünen-Gemeinderat, der im Nordosten von Korb genau an der Grenze zwischen schnellem und langsamem Internet wohnt, macht sich seit Jahren für den Breitbandausbau in Korb stark. Insbesondere in weißen Flecken geht der Ausbau seiner Meinung nach nicht schnell genug voran. „An Stellen, wo schon 100 Megabit vorhanden sind, macht man jetzt Glasfaser rein und wir dümpeln mit unseren 16 Megabit rum“, ärgert er sich.

Verantwortlich ist der Zweckverband Breitbandausbau Rems-Murr

Die Ausschreibung für die „weißen Flecken“ wird für die Gemeinde Korb vom Zweckverband Breitbandausbau Rems-Murr durchgeführt, schreibt die Gemeindeverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion. Das bestätigt auch die Pressestelle des Landratsamts. „Derzeit läuft die technische Detailplanung, der Ausbaubeginn ist nach aktueller Planung für Oktober 2022 vorgesehen und wird voraussichtlich Ende 2023 abgeschlossen sein.“

Ausschreibung abgeschlossen

Davon unabhängig hat die Gemeinde mit Unterstützung durch den Zweckverband Breitbandausbau Rems-Murr einen Förderantrag für die 67 Gebäude gestellt, die aktuell mit weniger als 30 Mbit/s versorgt sind, heißt es in dem Antwortschreiben des Landratsamts weiter. Die dafür notwendige und sehr zeitaufwendige Ausschreibung sei mittlerweile abgeschlossen. Da die Rechtsmittelfrist der unterlegenen Bieter allerdings noch nicht abgeschlossen sei, so das Landratsamt, könne das Unternehmen, das den Zuschlag erhalten hat, namentlich noch nicht benannt werden. Fest steht: „Derzeit werden vom Zweckverband die nächsten Verfahrensschritte eingeleitet, um zeitnah mit dem geförderten Ausbau beginnen zu können.“

3600 Haushalte sollen mit schnellem Internet versorgt werden

Die Telekom, die einen eigenwirtschaftlichen Ausbau des Glasfasernetzes in Korb plant, teilt auf Anfrage unserer Redaktion mit: „Aufgrund der vielen parallelen Ausbauvorhaben in der gesamten Gigabit-Region wird es mit dem Baustart in Korb noch bis zum Ende des Sommers dauern.“

Das Ausbaugebiet umfasst der Telekom zufolge rund 3600 Haushalte, darunter auch die Gemeinschaftsschule Korb und Unternehmen im Bereich westlich der Talstraße und der Heppacher Straße.

Gerhard Brenner hat „große Angst“, dass die Bagger, Gerätschaften und alles andere an Baustellenfahrzeugen, die für die Maßnahme erforderlich sind, nach dem Vorhaben an der Gemeinschaftsschule wieder „abzischen“ – ohne sich um die weißen Flecken zu kümmern. „Und dann fällt einem irgendwann wieder ein, ,ups, da gibt es einen weißen Fleck in Korb‘“, sagt der ehemalige Grünen-Gemeinderat.

Im schlimmsten Fall müssten dann die betroffenen Haushalte wieder – eine unbestimmte Zeit lang – warten, vermutet Gerhard Brenner. „Dann müssen erst natürlich die Maschinen verfügbar sein, vielleicht auch die Glasfaserkabel.“

Bei einem Breitbandausbau beteiligt sich die Gemeinde Korb mit einem Eigenanteil in Höhe von 62.000 Euro, der Bund fördert den Anschluss von unterversorgten Haushalten, im sogenannten weißen Fleck, ans Gigabit-Netz mit voraussichtlich 310.000 Euro. Der Bund übernimmt die Hälfte der Gesamtkosten und schafft somit die Voraussetzung einer zeitgemäßen Internetnutzung für die Bewohner der Gemeinde.

Etwa 60 Haushalte in Korb – von der Rosenstraße bis zur Hanweiler Straße – leiden seit Jahren darunter, dass ihr Wohngebiet, ein weißer Fleck auf der Internet-Landkarte, nicht mit schnellem Internet versorgt wird. Den betroffenen Korbern stehen weniger als 30 Mbit/s (Megabit, also eine Million Bits pro Sekunde) zur Verfügung. In Wirklichkeit seien es weniger als 16 Mbit/s, berichtet Gerhard Brenner aus seinem Alltag.

{element}

"Wir dümpeln mit unseren 16 Megabit rum“

Der

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper