Korb

Der Bananen-Bauer von Korb

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Karl Haug mit seinem ganzen Stolz: Seinen Bananenstauden. © privat

In den Weinbergen von Korb, direkt am Waldrand, hat Karl Haug seit über 30 Jahren seinen Garten. Hier wachsen Salat, Tomaten, Kartoffeln, Bohnen, Kohlrabi, Himbeeren, Stachelbeeren und Co. Doch Karl Haug hat auch ein paar exotischere Gewächse: einen Feigenbaum, eine Palme – und Bananenstauden.

Auf die Idee dazu kam der heute 77-Jährige laut seiner Tochter vor Jahren: Im Kreisverkehr in Endersbach habe er Bananenpflanzen stehen sehen. Das wollte er auch ausprobieren. Vor circa neun Jahren habe er in seinem Garten die Stauden gepflanzt. Dreimal haben sie seitdem Früchte getragen: sehr kleine Bananen, so Tochter Gabriele Schlegel, die süß schmecken.

Die Bananen sind sehr pflegeleicht

Die Korber Bananenstauden seien pflegeleicht und kommen normalerweise mit Regen aus. Nur bei großer Hitze müssten sie gegossen werden. Einmal pro Jahr werden sie gedüngt, im Winter geschnitten und bis zum Frühjahr, nach dem Frost, eingepackt.

Schädlinge und Pilze waren laut Karl Haugs Tochter noch nie vorhanden. Damit unterscheidet sich die Haug'sche Banane von den großen Plantagen, die die gelbe Frucht für den Weltmarkt produzieren – dort hat die dominante Sorte Cavendish - und mit ihr die Produzenten - ein massives Pilzproblem.

Blumen für die Frau und für die Bienen

Bei Karl Haug in Korb ist das alles weit weg. Mit viel Herz und Hingabe pflegt er, der beruflich als Selbstständiger im Metallverarbeitungsgewerbe aktiv war, seinen Garten, so seine Tochter Gabriele Schlegel. Er habe auch viele Blumen wie Astern, Orchideen und Rosen, „damit meine Mutter immer einen frischen Strauß zu Hause hat“. Für die Bienen lege er immer eine große Blumenwiese an.