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Freibad Korb: Badespaß wird in der kommenden Saison deutlich teurer

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Ins Wasser zu springen wird auch in der neuen Saison möglich sein, nur müssen die Badegäste etwas mehr für den Eintritt zahlen. © Gaby Schneider

Für manche Familien ist ein Freibadbesuch ein günstiger Urlaubsersatz, für andere hingegen eine Möglichkeit, sich abzukühlen und sportlich zu betätigen. Doch wer künftig in Korb baden gehen will, der muss tiefer in die Tasche greifen. Die Eintrittspreise für das Korber Bädle sollen erhöht werden. Das hat der Bädlesverein, der seit 2012 das Freibad betreibt, angeregt. Das letzte Wort hatten die Gemeinderäte, die in ihrer jüngsten Sitzung, bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme, grünes Licht für die Preiserhöhung gegeben haben. Darüber hinaus hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, dass der Bädlesverein bis 2026 das Freibad betreiben darf.

Wie viel Euro zahlt der Badegast künftig für den Eintritt? Ab der neuen Badesaison, sofern die Corona-Pandemie einen Start erlaubt, zahlen Erwachsene für eine Einzelkarte vier Euro anstelle von drei Euro. Badegäste im Alter von sechs bis 16 Jahren haben bislang 1,50 Euro gezahlt und werden künftig an der Kasse aus ihrem Portemonnaie zusätzlich noch eine 50-Cent-Münze herauskramen müssen.

Familien zahlen für Saisonkarte 110 Euro anstatt 60 Euro

Auch die Preise für die Saisonkarten ändern sich: Tickets für Kinder und Jugendliche steigen von 20 auf 30 Euro, für Erwachsene von 40 auf 60 Euro. Familien kriegen bei der Preiserhöhung auch ihr Fett weg. Bislang zahlte eine vierköpfige Familie für eine Saisonkarte 60 Euro, nun steigt der Preis auf 110 Euro. Zudem müssen die Eltern für jedes weitere Kind zusätzlich 25 Euro zahlen.

Neu ist auch mit diesem Beschluss, dass die Dauerkarten nur noch von Vereinsmitgliedern erworben werden können. Wer Mitglied werden und von der Dauerkarte profitieren will, zahlt als Einzelner 15 Euro und als Familie 20 Euro im Jahr.

Die Preiserhöhung begründet der Verein damit, dass sich seit 2012 die Eintrittskosten nicht verändert, aber viele Ausgaben des Freibads hingegen sich erhöht haben, etwa Preise für Verbrauchsmaterialien, weshalb in Folge die Betriebskosten gestiegen sind. Darüber hinaus sind viele Bade-Veranstaltungen der Pandemie zum Opfer gefallen. Hinzu kamen noch die coronabedingten Schließungen, die kein Geld in die Kassen gespült haben. So sei man nach Besprechungen im Bädlesverein zu dem Entschluss gekommen, die Eintrittspreise anzupassen.

Könnte die Preiserhöhung Familien abschrecken?

„Der Familienkarten-Preis macht mir Sorgen“, sagt Gemeinderätin Cora-Constanze Sommerey (Bündnis 90/Die Grünen). Die Erhöhung könne Familien abschrecken. Zustimmung gibt es auch von Fraktionskollege Benjamin Rohrwasser. Eigentlich wolle man, dass die Kinder schwimmen lernen. Wegen der „extremen Preiserhöhung“ befürchtet er, dass keine Familien mehr ins Freibad gehen.

Bädlesverein möchte Familienbad-Flair soll aufrecht halten

Weshalb die Dauerkarte künftig ausschließlich von Mitgliedern erworben werden kann, erklärt der Verein in einer Stellungnahme, die als Vorlage dem Gemeinderat vorliegt. Darin heißt es, dass man zum einen auf diese Weise weitere Unterstützer für den Bädlesverein gewinnen möchte. Zum anderen soll so das Familienbad-Flair des Korber Bädle aufrechterhalten werden. Darüber hinaus schreibt der Bädlesverein: „In der vergangenen Saison hatten wir durch die coronabeschränkte Besucheranzahl mehrmals Schwierigkeiten, alle Badegäste einzulassen. Wir haben deshalb bevorzugt Dauerkarteninhaber eingelassen, stets jedoch ein gewisses Kontingent für Tagesbesucher freigehalten.“ Dabei seien auch außerhalb von Korb viele Gästen gekommen, weshalb letztendlich auch Einheimischen zeitlich der Zutritt verwehrt werden musste.

Gemeinderat Nicola De Vitis (Korber Freie Bürger) kann den Grund der Preiserhöhung zwar nachvollziehen, aber bedauert, dass nur Mitglieder eine Dauerkarte erwerben können, denn so werden Familien ausgeschlossen, findet er.

„Der Verein kann nur existieren, wenn es eine Vereinsmitgliedschaft gibt“, sagt Bürgermeister Jochen Müller.

Für manche Familien ist ein Freibadbesuch ein günstiger Urlaubsersatz, für andere hingegen eine Möglichkeit, sich abzukühlen und sportlich zu betätigen. Doch wer künftig in Korb baden gehen will, der muss tiefer in die Tasche greifen. Die Eintrittspreise für das Korber Bädle sollen erhöht werden. Das hat der Bädlesverein, der seit 2012 das Freibad betreibt, angeregt. Das letzte Wort hatten die Gemeinderäte, die in ihrer jüngsten Sitzung, bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme, grünes

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