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Friedhof-Umgestaltung in Kleinheppach kann Korber Gemeinderat nicht überzeugen

KleinheppachFriedhof
Der Kleinheppacher Friedhof soll umgestaltet werden. © Gaby Schneider

Der Friedhof in Kleinheppach soll umgestaltet werden, doch der Korber Gemeinderat ist mit dem Entwurf des Planungsbüros Preuss nicht einverstanden. Obwohl sich der Ortschaftsrat einstimmig für die Umgestaltung des Kleinheppacher Friedhofs aussprach, hat das Korber Gremium kein grünes Licht für die Umsetzung gegeben. Der Gemeinderat hat den Tagesordnungspunkt einstimmig vertagt.

Albrecht Ulrich: „Da fehlt eine Alternative“

Albrecht Ulrich, Fraktionsvorsitzender der Korber Freien Bürger, bemängelte den Entwurf des Planungsbüros Preuss. Das Gemeinderatsmitglied plädierte dafür, die vorgeschlagene Umgestaltung zu überdenken und den Planer Wolfgang Preuss in die Sitzung einzuladen, damit dieser sein Vorhaben dem Gremium erklären könne. „Da fehlt eine Alternative, da fehlt eine Struktur, da fehlt überhaupt die Planung“, sagte Albrecht Ulrich.

Der Entwurf von Wolfgang Preuss sieht unter anderem vor, dass eine Toilette (kompostierendes Trocken-WC) geschaffen und auf der neuen Fläche des Friedhofs eingegrünt werden soll. „Ich sehe da keinen fachlich kompetenten Ansatz“, sagte Albrecht Ulrich. Wenn die Friedhofsbesucher hierfür zunächst einen steilen Weg zurücklegen müssen, sei es für viele möglicherweise schon zu spät. „Das macht doch keinen Sinn, einen Weg zu machen mit 15,7 Prozent Steigung“, kritisierte er, „da kann doch keiner mit einem Rollator laufen.“

Der Korber Bürgermeister Jochen Müller entgegnete: „Ich merke den Unmut und die Leidenschaft von Ihnen zu diesem Thema.“ Auch der Rathaus-Chef plädierte dafür, den Planer ins Gremium einzuladen, um ihm die Möglichkeit zu geben, sich zu äußern.

„Warum muss der Gemeinderat bei Adam und Eva anfangen?"

„Ich wundere mich schon ein bisschen“, fügte Martin Zerrer, Fraktionsvorsitzender der CDU, hinzu. „Warum muss der Gemeinderat bei Adam und Eva anfangen? Warum hat sich der Ortschaftsrat nicht damit befasst?“

Gerhard Liebhard, Ortsvorsteher von Kleinheppach und CDU-Gemeinderat, erklärte, dass einige Ideen und Anregungen des Ortschaftsrates nicht in die aktuelle Fassung der Planung integriert worden seien.

Weshalb auch Eberhard Negele (Korber Freie Bürger) und Fraktionskollege Günter Posowert sich ihren Vorrednern anschlossen und sich dafür aussprachen, die Planungen zu überarbeiten. „Normalerweise stimme ich dem Beschluss des Ortschaftsrats klar zu“, sagte Günther Posowert. Doch wenn viele Punkte nicht berücksichtigt worden seien, könne er nicht dafürstimmen.

Für die Umgestaltung des Friedhofes in Kleinheppach stehen insgesamt 115.000 Euro zur Verfügung. Der Entwurf des Planungsbüros sieht zwei mögliche Abschnitte vor: Der erste ist eine Erweiterung in Richtung Osten mit dem Zusatz einer Toilette auf dem Gelände. In dieser Planung soll auch eine Realisierung von gärtnergepflegten Grabfeldern möglich sein.

Im zweiten Abschnitt hingegen könne zu einem späteren Zeitpunkt der Zugang des Friedhofs im nördlichen Bereich umgesetzt werden, so die Planung. Darüber hinaus sollen neue Parkmöglichkeiten geschaffen und der Zugang erneuert werden. Auch dort wäre die Möglichkeit gegeben, weitere neue Grabfelder anzulegen.

Das Gremium hat die Korber Gemeindeverwaltung beauftragt, die bestehende Planung zu überarbeiten und mögliche Alternativen aufzuzeigen. Im Anschluss daran soll zunächst im Ortschaftsrat und anschließend im Gemeinderat wieder beraten werden.

Der Friedhof in Kleinheppach soll umgestaltet werden, doch der Korber Gemeinderat ist mit dem Entwurf des Planungsbüros Preuss nicht einverstanden. Obwohl sich der Ortschaftsrat einstimmig für die Umgestaltung des Kleinheppacher Friedhofs aussprach, hat das Korber Gremium kein grünes Licht für die Umsetzung gegeben. Der Gemeinderat hat den Tagesordnungspunkt einstimmig vertagt.

Albrecht Ulrich: „Da fehlt eine Alternative“

Albrecht Ulrich, Fraktionsvorsitzender der Korber

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