Korb

Gäste retten Kelterstube in Korb aus der Corona-Krise

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Sylvia Kupfer in ihrem Reich: Der Korber Kelterstube. © Büttner

Seit 1985 betreibt Sylvia Kupfer gemeinsam mit ihrem Kollegen Michael Sing, der Koch und Metzger ist, die Kelterstube in der Winnender Straße in Korb. „Wir haben original schwäbische Gerichte“, sagt die 63-Jährige. „Wir machen unsere Maultaschen selber.“ Rostbraten, Kutteln, Innereien, Wild – die Liste der Speisen, für die das Restaurant der Inhaberin zufolge bekannt ist, ist lang.

80 Prozent der Gäste sind Stammkunden

„Saisonal und regional“ lautet das Motto in der Küche der Korber Gaststätte. „Wir schaffen nach Saison“, sagt sie. Wenn es Spargel gibt, dann werde auch Spargel serviert. Sylvia Kupfer freut sich, dass sie ihre Gäste fast wie gewohnt wieder bewirten kann. „Die Pandemie haben wir mit ganz großem Einsatz unserer langjährigen Kundschaft überstanden“, sagt sie. Etwa 80 Prozent der Menschen, die in der Kelterstube essen und trinken, seien Stammkunden. Die Bindung sei stark.

Wie viele andere Restaurants hat auch die Kelterstube während der pandemiebedingten Schließung Essen zur Abholung angeboten. Sowohl die Einnahmen dadurch als auch die Corona-Hilfen vom Staat haben Sylvia Kupfer zufolge das Speiselokal über Wasser gehalten. Das Lokal in der Winnender Straße verfügt im Innenbereich über 70 Plätze. Vor der Gaststätte können etwa 20 Menschen ihr Essen und Trinken genießen. Während für den Innenbereich bislang ein negativer Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden ist, erforderlich war, sind für den Außenbereich die 3Gs (getestet, genesen, geimpft) schon länger entfallen. Auch zur Freude vieler Kunden, findet die Gastronomin. Inzwischen sind wieder mehr Menschen unterwegs, hat Sylvia Kupfer den Eindruck. Das sei in der ersten Woche der Gastronomie-Öffnung noch anders gewesen. Es war „sehr verhalten“, sagt sie. „Jetzt nimmt es tatsächlich mehr zu“, findet die 63-Jährige. Eine wichtige Rolle spielen ihrer Meinung nach dabei das Wetter, die Lockerungen und – selbstverständlich die Europameisterschaften.

„Schlaflose Nächte“ sind vorbei

Eine gewisse Angst hat Sylvia Kupfer dennoch, und zwar, dass sich die Lage vom vergangenen Jahr wiederholen könnte. „Wer hätte gedacht, dass der Lockdown sieben Monate dauert“, sagt sie. Zwar freut sie sich wieder auf den fast normalen Betrieb, bleibt dennoch vorsichtig. „Wir müssen abwarten, wie es weitergeht und wie es kommt“, sagt die 63-Jährige. Insbesondere was die neuartige Delta-Mutation angehe.

Auch wenn sie froh darüber ist, dass sie wieder Gäste empfangen, Bestellungen aufnehmen und Speisen servieren kann, denkt sie an ihre Kollegen, denen es während der Corona-Krise anders erging. „Es gibt so viele Gastronomen, die keine Möglichkeit hatten, Essen zum Abholen anzubieten“, sagt sie, „und ich weiß nicht, wie die es überstanden haben.“ Sie spricht aus eigener Erfahrung: „Es kostet unheimlich viele Nerven, man weiß nicht, wo es hinführt, man weiß nicht, wie es geht, ob man es schafft“, sagt Kupfer. „Das sind schlaflose Nächte.“ Doch jetzt ist sie guter Dinge: „Jetzt gucken wir, dass wir so weitermachen können.“

Öffnungszeiten

An Montagen und Dienstagen bleibt die Kelterstube geschlossen. Dafür öffnet sie mittwochs, donnerstags und freitags um 16 Uhr. Am Samstag und Sonntag werden die Gäste von 10 Uhr an empfangen. Die Schließungszeiten variieren derzeit und richten sich in der Regel nach dem Wetter.

Bestellungen oder Reservierungen sind unter Tel. 0 71 51/3 67 55 möglich.

Seit 1985 betreibt Sylvia Kupfer gemeinsam mit ihrem Kollegen Michael Sing, der Koch und Metzger ist, die Kelterstube in der Winnender Straße in Korb. „Wir haben original schwäbische Gerichte“, sagt die 63-Jährige. „Wir machen unsere Maultaschen selber.“ Rostbraten, Kutteln, Innereien, Wild – die Liste der Speisen, für die das Restaurant der Inhaberin zufolge bekannt ist, ist lang.

80 Prozent der Gäste sind Stammkunden

„Saisonal und regional“ lautet das Motto in der Küche der

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