Korb

Gemeinschaftsschule Korb: Neubau ist fertig - ab wann können die Schüler die Mensa und die digitalen Tafeln nutzen?

Übergabe Neubau Standort Urbanstraße
Rektor Jochen Binder (li.) und Konrektorin Martina Gaßner schneiden das Band durch. Bürgermeister Jochen Müller (2. v. li.) erinnert an „schwierigen Geburtsprozess“. © Benjamin Büttner

Eigentlich hätten die Schüler der Gemeinschaftsschule Korb einen triftigen Grund zum Feiern gehabt: Sie haben nun ein neues Gebäude samt Mensa, das an den jetzigen Altbau angrenzt..

Bürgermeister Jochen Müller hat den Neubau, der auf einem Teil des ehemaligen Pausenhofs steht, offiziell an Rektor Jochen Binder und Konrektorin Martina Gaßner übergeben. Wegen der Pandemie fand keine feierliche Übergabe statt. Anwesend waren als Vertreter des Gemeinderats Albrecht Ulrich, Gerhard Brenner und Martin Zerrer sowie Mitarbeiter der Gemeinde.

Einweihungsfest soll nachgeholt werden

„Das ist nicht die offizielle Einweihung unserer Schule“, betont Bürgermeister Jochen Müller. Er hätte sich Schüler gewünscht, die zum Anlass des Tages gesungen hätten. Schließlich war das vor der Pandemie, als der Rohbau im Februar stand, noch möglich. Auch Rektor Jochen Binder möchte das Einweihungsfest nachholen – und hofft auf September 2021.

Rohbau stand im Februar 2020

„Das, was der Gemeinderat in einem schwierigen Geburtsprozess auf den Weg gebracht hat, kann sich sehen lassen“, sagt Bürgermeister Müller. Der erste Spatenstich für das Millionenprojekt war Ende März 2019 gesetzt worden. Fast ein Jahr später stand im Februar 2020 der Rohbau. Weiter ging es mit dem Innenausbau im März. Erste Trennwände wurden eingezogen, Heizung, Lüftung und Sanitäranlagen wurden installiert.

Erst- und Zweitklässler dürfen die neuen Räume zu Beginn des Jahres einweihen

Nun ist die Erweiterung der Urbanschule fertig und kann von den Erst- und Zweitklässlern bezogen werden – zu Beginn des kommenden Jahres.

Für den Neubau habe der Architekt klare Linien bevorzugt, erklärt Rektor Binder. Durch große Fenster gelangt viel Licht in das Gebäude. „Man merkt den Unterschied“, sagt Binder, „der Altbau wirkt schon oldschool.“ Stolz macht er auch auf die moderne Tafel in einem neuen Klassenzimmer aufmerksam, die sowohl digital als auch auf herkömmliche Art und Weise genutzt werden kann. Im Vergleich mit den Nachbarkommunen sei Korb mit seinem Neubau ein paar Schritte voraus.

Großer Flurbereich soll künftig auch als Begegnungs- und Lernfläche genutzt werden

Binder nennt auch den großen Flurbereich, der nicht wie üblich langgestreckt und schmal ist, sondern einen zusätzlichen Raum für die Klassen bietet. Dieser Bereich könne als Begegnungs- und Lernfläche genutzt werden. „Der klassische Unterricht wird nicht ersetzt, sondern ergänzt“, sagt der Rektor. Joachim Kautz, stellvertretender Bauamtsleiter und Sachgebietsleiter Hochbau, bezeichnet den Bereich als „Herz des Clusters“.

Mensa -  das Herzstück der Schule

Und als „Herzstück der Schule“ wird die Mensa bezeichnet, die sich im Erdgeschoss der Schule befindet. Dort laufen die Arbeiten noch auf Hochtouren, die Küche wird montiert. Durch den Speisesaal gelangen die Schüler auf den Schulhof.

Unterricht im ehemaligen Foyer des Hallenbads oder im Gymnastiksaal der Remstalhalle

Weiter geht es zum Jahresbeginn 2021 mit den Sanierungsarbeiten am alten Gebäude, weshalb die Dritt- und Viertklässler vorübergehend umziehen müssen – zum Standort Brucknerstraße. Dort wird die Sekundarstufe der Gemeinschaftsschule unterrichtet.

Unter anderem im Gymnastiksaal der Remstalhalle und im ehemaligen Foyer des Hallenbads werde ein provisorisches Klassenzimmer eingerichtet. Damit sich die Schüler auch dort wohlfühlen können, werden für sie Spielgeräte unter anderem vom „Förderverein Schulfreunde Korb“ bereitgestellt, erklärt der Rektor. Der Bürgermeister rechnet damit, dass die Sanierungsarbeiten bis zu den Sommerferien abgeschlossen werden können.

Gesundheitsgefährdender Stoff im Fußboden der Urbanschule

Was muss in der Zwischenzeit im Altbau gemacht werden? Luftmessungen in Klassenzimmern hatten ergeben, dass im Fußboden der Urbanschule der gesundheitsgefährdende Stoff Naphthalin steckt - das hat für viel Diskussion in Korb gesorgt. Der Stoff war in teerhaltigen Parkettklebern enthalten, die in den 60er und 70er Jahren verwendet wurden. Am Ende der Debatte entschied sich Korb für einen neuen Holzboden. Außerdem wird am Dach und rund um die Schule gearbeitet, der Altbau soll auch neue Möbel bekommen.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für das ganze Projekt auf rund zwölf Millionen Euro.

Eigentlich hätten die Schüler der Gemeinschaftsschule Korb einen triftigen Grund zum Feiern gehabt: Sie haben nun ein neues Gebäude samt Mensa, das an den jetzigen Altbau angrenzt..

Bürgermeister Jochen Müller hat den Neubau, der auf einem Teil des ehemaligen Pausenhofs steht, offiziell an Rektor Jochen Binder und Konrektorin Martina Gaßner übergeben. Wegen der Pandemie fand keine feierliche Übergabe statt. Anwesend waren als Vertreter des Gemeinderats Albrecht Ulrich, Gerhard Brenner

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