Korb

Jochen Müller als Bürgermeister verpflichtet

Müllerseinsetzung
Gemeinderat Albrecht Ulrich (rechts) nimmt Bürgermeister Jochen Müller stellvertretend für alle Korber für weitere acht Jahre in die Pflicht. © Büttner / ZVW

Korb. Vor großem Publikum ist der wiedergewählte Korber Bürgermeister Jochen Müller am Donnerstagabend in der Alten Kelter auf weitere acht Jahre im Amt verpflichtet worden. Müller, der 61 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen konnte, hatte das Rennen gegen zwei andere Kandidaten gemacht. Er sieht sich auch künftig gerne in der Verantwortung für alle Korber, Kleinheppacher und Steinreinacher.

Der stellvertretende Korber Bürgermeister, Friedrich Zimmerle (CDU), gratulierte Jochen Müller namens der Bürger und des Gemeinderates zur Wiederwahl. Er bescheinigte Müller einen „reichen kommunalpolitischen Erfahrungsschatz“. Neben mehreren Landtagsabgeordneten waren auch Bürgermeister anderer Gemeinden bei der Amtseinsetzung anwesend.

Weitsicht bei Kinderbetreuung und Schulpolitik bewiesen

FB-Rat Albrecht Ulrich zog eine Bilanz der zurückliegenden 24 Jahre Jochen Müllers im Bürgermeisteramt. Unter ihm sei die Einwohnerzahl auf mehr als 10 000 gestiegen. In der Kinderbetreuung und in der Schulpolitik habe Müller Weitsicht bewiesen. 2014 komme das neue Kinderhaus „Schauhinaus“ und Korb habe seit 2011 die erste Gemeinschaftsschule im Rems-Murr-Kreis. Auch in der vierten Amtszeit Müllers hätten die Wähler ihm ihr Vertrauen ausgesprochen und den Auftrag gegeben, die Aufgaben der Gemeinde zu bewältigen. Und die sind mitunter knifflig: Der Ausbau des Schulstandortes Urbanstraße werde immer noch heiß diskutiert. Beim Hallenbad und beim Dorfhaus in Kleinheppach handele es sich um wichtige Projekte. Die Remstalgartenschau bezeichnete Ulrich als beispielhaftes Gemeinschaftsprojekt unter Gemeinden. Gemeindearbeit, sagte er, sei keine Sache, die man am Reißbrett planen könne. Jochen Müller sei in erster Linie nicht „Meister“, sondern mehr „Bürger“ seiner Gemeinde und verstehe seinen Beruf als Berufung. Jochen Müller schwor Verfassungstreue, die Rechte der Gemeinde gewissenhaft zu wahren und sich um das Wohl der Korber zu kümmern.

Landrat Sigel: Müller ist auch nach 24 Jahren dynamisch und vorbildlich

Einen guten Umgang mit seinen Bürgern bescheinigte Landrat Dr. Richard Sigel dem Korber Bürgermeister – andernfalls hätten diese Müller schließlich nicht drei Mal wiedergewählt. Müller, so Sigel in seinem Grußwort, sei auch noch nach 24 Jahren dynamisch und vorbildlich bei jedem Wetter unterwegs. Als Politiker und Beamte sähen sich Bürgermeister stets Vorurteilen ausgesetzt – als verdienten sie ihr Geld im Schlaf. Dass Verwaltungen richtig gut arbeiteten, wollten Bürger selten sehen.

Kernens Bürgermeister Stefan Altenberger meinte, Müller hätte sich sicher nicht vorstellen können, dass einmal ein Kurpfälzer eine Laudatio auf ihn halten würde und fragte: „Alles Müller oder was?“ Dann unterzog er Müller einem humoristischen „Eignungstest“ nach dem Quiz-Strickmuster von „Wer wird Millionär?“.

Der Rektor der Korber Gemeinschaftsschule, Thomas Kuntz, sprach von Müllers „pädagogischer Errungenschaft“ mit Vorbildcharakter für nachhaltiges Lernen. Die Schule habe sich von Anfang an am Kulturpfad „Korber Köpfe“ beteiligt.

Müller: Bindeglied zwischen Verwaltung und Gemeinderat

Und der Bürgermeister selbst? Jochen Müller will sich weiterhin vor allen Korbern, Kleinheppachern und Steinreinachern als guter Schultes beweisen. Er verstehe sich als Bindeglied zwischen Verwaltung und Gemeinderat, immer auf der Suche nach dem Besten für Korb.