Korb

Junge Veranstaltungsfirma "Rentec" kümmert sich in Korb um Liveübertragungen

Jungunternehmerkorb
Von links: Jonathan (Jonny) Wells, sein Zwillingsbruder Jakob (Jakey) Wells und David Bender im gemeinsamen Lager. © Gaby Schneider

Mit 15 Jahren standen die Zwillinge Jakob und Jonathan Wells und ihr langjähriger Freund David Bender, den sie bereits aus der Krabbelgruppe kennen, vor dem Familiengericht. Die Schüler wollten ihr Hobby und Faible für Technik zu einer offiziellen Nebentätigkeit machen. Allerdings brauchten die heute 18-Jährigen damals die Genehmigung des Gerichts, um eigenständig ein Gewerbe anmelden und führen zu können, die bei Minderjährigen erforderlich ist. Eine andere Option wäre, die Eltern mit ins Boot zu holen. Doch die jungen Korber wollten auf eigenen Beinen stehen.

„Wir wollten das Gewerbe selber führen und Entscheidungen treffen“, sagt David Bender. Im Oktober 2018 gründeten die drei Freunde das Veranstaltungsunternehmen „Rentec sound & light“. Der Name, erklärt David Bender, setzt sich aus den englischen Begriffen „rent“ (vermieten) und der Abkürzung für Technik „tec“ zusammen.

Technische Ausrüstung mit Taschengeld finanziert

Als sie vor drei Jahren angefangen haben, sind sie primär mit dem Verleih von technischen Geräten ins Geschäft eingestiegen, sagt Jonny Wells. „Das hat dann seinen Lauf genommen“, fügt David Bender hinzu. Die Gymnasiasten haben ihre Taschengelder gespart, Zeitung ausgetragen, um etwas Geld dazuzuverdienen.

Dann rüsteten sie sich schrittweise mit technischem Equipment aus. Angefangen hat es mit einem Lautsprecher – heute besitzen sie von Lichtanlagen über Scheinwerfer bis zu einem Mischpult fast alles. „Das Geld, was reinkommt, wird direkt weiter investiert“, sagt David Bender. „Wir sind eine Non-Profit-Firma.“ Für sie stehe lediglich der Spaß im Vordergrund. Das ist auch der Grund, weshalb die jungen Männer nach sechs Jahren auf dem Salier-Gymnasium in der Oberstufe sich dazu entschieden haben, auf das Technische Gymnasium in Waiblingen zu wechseln. Sie wollten sich intensiver mit der Technik befassen.

Von privaten Feiern bis zu Großveranstaltungen

„Die Bühne, das Licht, der Ton – das alles überwältigt einen“, sagt Jonny Wells. „Am Ende der Veranstaltung, wenn alle glücklich nach Hause gehen, dann sind wir zufrieden“, sagt er. „Wir wollen versuchen, weiterzumachen und Erinnerungen zu sammeln“, sagt sein Zwillingsbruder Jakey.

Was mit kleinen privaten Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern und Hochzeiten angefangen hat, hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Das größte Event mit etwa 800 Personen, das die jungen Männer mit ihrem Veranstaltungsunternehmen begleitet haben, sei vor der Pandemie in Heilbronn gewesen. Sie waren für das Licht, die Technik und den Ton einer Theateraufführung und eines Chors verantwortlich.

Vorbereitung ist alles

„Wir haben drei Wochen vorher angefangen zu planen“, sagt Jonny Wells. „Die Planung ist das A und O. Bei großen Veranstaltungen sind wir der Allrounder“, fügt sein Zwillingsbruder hinzu. „Wir sind extra hingefahren, um uns die Location anzuschauen“, sagt er.

Jegliche Vereinsfeste, Musicals und Schulveranstaltungen haben sie begleitet, doch wegen der Pandemie fallen fast alle weg. Nun werden sie vermehrt für Liveübertragungen angefragt – unter anderem von der Gemeindeverwaltung Korb, von Kirchengemeinden oder Vereinen.

Corona lässt die Firma wachsen

In jüngster Zeit hat das Rentec-Team die Korber Online-Ortsjugendkonferenz live aus der Alten Kelter ins Netz übertragen, aber auch die Jahreshauptversammlung des Korber Tennisvereins. „Corona ist die größte Zeit unserer Firmengeschichte“, sagt David Bender. „Wir sind anders gewachsen als gedacht.“

Mit 15 Jahren standen die Zwillinge Jakob und Jonathan Wells und ihr langjähriger Freund David Bender, den sie bereits aus der Krabbelgruppe kennen, vor dem Familiengericht. Die Schüler wollten ihr Hobby und Faible für Technik zu einer offiziellen Nebentätigkeit machen. Allerdings brauchten die heute 18-Jährigen damals die Genehmigung des Gerichts, um eigenständig ein Gewerbe anmelden und führen zu können, die bei Minderjährigen erforderlich ist. Eine andere Option wäre, die Eltern mit ins

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