Korb

Köpfe am Korber Kopf feiern Finissage im April: Neue Ausstellung startet im Mai

Guido und  Ruth Messer
Das Kuratorenpaar Ruth und Guido Messer mit der Skulptur „Crash“ von Guido Messer (Archivfoto). © Gabriel Habermann

Trotz der Corona-Pandemie und der mit ihr einhergehenden Einschränkungen hat sich die 15. Auflage des Kunstprojekts „Köpfe am Korber Kopf“ zu einem außergewöhnlich ermutigenden Erfolg entwickelt. So lauteten übereinstimmend die Resümees, die Bürgermeister Jochen Müller und das Kuratorenpaar Guido und Ruth Messer im Verlauf eines dem Zeitgeist geschuldet fernmündlich abgehaltenen Pressegesprächs zogen.

„In diesen eingeschränkten beziehungsweise beschränkten Zeiten – bevor einem die Decke auf den Kopf fällt – wirkt ein Spaziergang in die landschaftlich hügeligen Höhen von Korb richtig befreiend“, sagte Guido Messer. „Wenn dann darüber hinaus auch noch Skulpturen – inhaltlich unterhaltsam und formal immer wieder anders – von Standort zu Standort führen, dann gehen die Schritte ganz von alleine neugierig weiter“, fügte der Künstler hinzu. „Die Zahl der Besucher dieser Kunst im Freien“, bemerkte Bürgermeister Jochen Müller, „die sich eh schon auf hohem Niveau bewegte, war 2020 nicht rückläufig, sondern konnte trotz Corona weiter gesteigert werden.“ Dies zeige sich jetzt schon an der Teilnehmerzahl am Skulpturenquiz und an dem Bedarf an Flyern für die Infokästen, die laufend erneuert werden müssten.

In Zeiten der Pandemie ein besonderes Angebot im Freien

Das längst über die Orts- und Kreisgrenze hinaus bekannte Kunstprojekt habe sich nicht nur als fester Bestandteil der Korber Kulturlandschaft, sondern auch in den persönlichen Kulturkalendern der Spaziergänger, Wanderer und Kulturinteressierten etabliert. Gerade in Zeiten von Home-Office und eingeschränkten Fernreisemöglichkeiten handle es sich um ein Angebot an die Bürger, zu jeder Tages- und Nachtzeit und selbst bei ungewöhnlichen Wetterlagen den Kopf frei zu bekommen, mit den ausgestellten Kunstwerken in Dialog zu treten, Ausblicke und tiefschürfende Einblicke zu gewinnen.

Auf der anderen Seite biete das Projekt Künstlern, die ja besonders unter den pandemiebedingten Einschränkungen litten, die Möglichkeit, sich und ihre Arbeiten darzustellen, nicht nur mit den „Köpfen“ selbst, sondern auch in dem von der ehrenamtlichen Projektgruppe organisierten Rahmenprogramm. Der Mehrwert für Korb wiederum, so Bürgermeister Müller, bestehe darin, dass der Skulpturenpfad den Namen der Gemeinde sowohl als Kultur- und Wirtschaftsstandort wie auch als Ausflugsziel bekannt mache, dessen Gastronomie und Weingüter allemal Beachtung verdienten.

Es sei besonders erfreulich, dass die Mitglieder der Projektgruppe, die für das laufende 15. Projekt noch interessante Extra-Projekte planten, bereits mit den Vorbereitungen für die neue 16. Runde angefangen haben. „Viel Mut und Energie sind gerade in Zeiten der Kontaktbeschränkungen nötig, um diese wichtige Kulturarbeit zu leisten“, betonte der Korber Rathaus-Chef.

Gemeinderat stellt 25.000 Euro bereit

Besonders erfreulich sei, dass dies von den Mitgliedern des Gemeinderats ebenso gesehen werde, der wieder die notwendigen Mittel in Höhe von 25.000 Euro für den Skulpturenrundweg im Haushalt einplante. Darüber hinaus werde das Projekt von der Volksbank Stuttgart eG und Süwag, von örtlichen Handwerksbetrieben sowie durch das Land Baden-Württemberg gefördert. Nachdem es Guido und Ruth Messer gemeinsam mit Annemarie Luithardt und Manfred Schneider gelungen sei, erneut namhafte Künstler mit ihren Arbeiten nach Korb zu locken, freue er sich schon auf ein großes Eröffnungsfest, umso mehr, als das im vergangenen Jahr vorgesehene nicht stattfinden konnte.

Profi- und junge Künstler zusammenbringen

Für Guido und Ruth Messer besteht der „Gelingenspunkt“ des Projekts darin, sowohl etablierte Profi- wie auch junge Künstler zusammenzubringen. Diese Kombination trage nicht nur zur Attraktivität insgesamt bei, sondern sorge auch für einen sehr anregenden Austausch von Ideen und Betrachtungen.

Die Gegenüberstellung von Werner Pokornys drei Meter hohem „Wheel“ aus Cortenstahl, Reinhard Scherers ebenfalls aus Cortenstahl geschaffenem „Dynamischen Raum“, mit Horst Peter Schlotters überlebensgroßen Figuren aus Holz und Bronze, Randolf Pirkmayers Kopf in Stahl und Beton, dem „Ohrenthron“, den Landartist David Klopp mit Albrecht Rühle und Wolfgang Schmid geschaffen hat, sowie seinem eigenen „Kl. Denkmal v.d. Erde“ werde sicherlich für manch heiße Diskussion sorgen. „Die neu aufgestellten Skulpturen werden diesmal nicht alle freundlich sein, nicht Friede, Freude, Eierkuchen verkünden“, machte Messer schon im Voraus den Mund wässrig. „Wir hoffen auf Künstler, die den Finger in offene Wunden legen.“ Stolz zeigte er sich auch, dass es mit Beate Debus gelungen sei, eine namhafte Bildhauerin auf den Skulpturenpfad zu holen.

Ruth Messer wiederum freute sich darüber, dass es gelungen sei, die achte Klasse der Salier-Gemeinschaftsschule Waiblingen mit Kunstlehrerin Marie-Luise Leifheit, die Bildhauerklasse der Kunstschule unter der Leitung von Reinhard Jochem sowie erstmals Schülerinnen und Schüler der elften Klasse des Max-Planck-Gymnasiums Schorndorf mit Kunstlehrerin Sabine Hamp mit ins Boot zu holen. Schließlich sei es die Jugend, der durch die Pandemie besonders viel an Verzicht abverlangt werde.

Briefmarken mit Motiven der „Köpfe“

Vor der Eröffnung des 16. Skulpturenpfads am Sonntag, 8. Mai, steht am Samstag, 23. April, 14 Uhr, noch ein Abschiedskunstspaziergang durch das laufende Projekt auf dem Programm (Anmeldung über die Volkshochschule). Die Finissage in Form eines „Kunstfrühstücks“ findet am Sonntag, 24. April, 11 Uhr, am Standort 10 „Weizenkorn“ statt. Barbara Stoll und Jerry Willingham präsentieren Texte, Szenen und Musik rund um das Thema „Wachstum“. Sowohl den Messers wie auch Bürgermeister Müller liegen ferner die 80-Cent-Briefmarkenbögen mit Motiven der Kunstwerke der 15. Auflage am Herzen, die unter  der Telefonnummer 0 71 51/30 59 82 zum Nominalwert erworben werden können.

Trotz der Corona-Pandemie und der mit ihr einhergehenden Einschränkungen hat sich die 15. Auflage des Kunstprojekts „Köpfe am Korber Kopf“ zu einem außergewöhnlich ermutigenden Erfolg entwickelt. So lauteten übereinstimmend die Resümees, die Bürgermeister Jochen Müller und das Kuratorenpaar Guido und Ruth Messer im Verlauf eines dem Zeitgeist geschuldet fernmündlich abgehaltenen Pressegesprächs zogen.

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„In diesen eingeschränkten beziehungsweise beschränkten Zeiten – bevor

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