Korb

Keine Bar, dafür eine „Wald-Lounge“: Was sich im Korber Rebblick ändern soll

Rebblick
Kommendes Jahr könnte der neue Pächter seine Gäste im umgebauten und sanierten Rebblick empfangen. © Benjamin Büttner

Lange blieben die Fragen offen, wie und wann es mit dem Restaurant „Rebblick“ weitergeht und wer auf den langjährigen Pächter Arno Doll folgen wird. Zu Beginn des Jahres hatte der ehemalige Betreiber angekündigt, Ende Mai aufhören zu wollen – nach insgesamt 40 Jahren. Schließlich löste Doll im Juni das gesamte Inventar im Rebblick auf – es wurde leergeräumt und steht seitdem still.

350 000 Euro für den Umbau und die Sanierung

Das soll sich bald ändern. Das Restaurant im Korber Hallenbad wird für voraussichtlich 350 000 Euro umgebaut und modernisiert. Das hat der Korber Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Bereits im Juli hatte der Gemeinderat das Korber Architekturbüro des Ratsmitglieds Eberhard Negele damit beauftragt, ein Planungskonzept samt Umbauplänen und Kostenschätzung zu erstellen. Nach Berechnungen und Schätzungen ergab sich die genannte Summe, die der Rat nun abgesegnet hat.

Bürgermeister: Das Geld steht zur Verfügung

Doch was passiert, wenn die geschätzten Kosten überschritten werden? Darin sieht Bürgermeister Jochen Müller kein Problem. Das ließe sich im Haushaltsplan regeln. „Letztendlich steht das Geld zur Verfügung“, sagte er.

Die Gaststätte soll luftiger und einladender werden

Der Umbauplan des Architektenpaares Eberhard und Susanne Negele sieht vor, dass „sämtliche weiterverwendbare Bauteile behalten und durch Kombinationen mit neuen Elementen attraktiv gestaltet werden.“ Architekt und Gemeinderat Eberhard Negele (Korber Freie Bürger) sagt: „Wir können nichts auf null setzen, das können wir uns gar nicht leisten.“

Deshalb lautet die Devise: Das Beste aus dem zu machen, was derzeit vorhanden ist. Und dabei ist dem Architektenpaar wichtig, dass die Gaststätte einerseits ihren traditionellen Charakter beibehält und andererseits modernisiert wird. „Das Ganze soll luftiger werden“, sagt die Innenarchitektin Susanne Negele, „und einladend auf jeden Fall.“

Eine Wald-Lounge ist vorgesehen

Dafür sollen unter anderem neue Boden- und Wandbeläge sowie Möbel sorgen. Das Mobiliar wird komplett ersetzt. Auch ist eine „Wald-Lounge“ vorgesehen. Und zwar dort, wo aktuell eine große Bar steht. Dieser Bereich soll künftig zum Motto „Wald“ passend gestaltet werden. Passende Tapeten und hochwertige Bilder mit Waldmotiven sollen die Wände zieren. Der Platz für die Wald-Lounge entsteht dadurch, dass die Bar entfällt, so Eberhard Negele. Die sei sowieso nicht erwünscht gewesen, wie laut Negele mehrere Gespräche ergeben haben.

Gibt es einen neuen Pächter?

Wer auf den ehemaligen Pächter Arno Doll folgen wird, steht derzeit noch nicht fest. Bürgermeister Jochen Müller verrät: „Wir sind weiterhin in gutem Kontakt, aber ein Pachtvertrag ist nicht unterschrieben.“

Unklar bleibt auch, warum Arno Doll nach stolzen 40 Jahren aufgehört hat. Weder Doll noch die Gemeindeverwaltung haben diese Frage bisher beantwortet. Dafür gab es eine Antwort auf die Frage des Gemeinderats Benjamin Rohrwasser (Bündnis 90/Die Grünen). Er wollte wissen, ob auch in der Küche Umbauarbeiten vorgenommen werden. Eberhard Negele verneinte: „Die Küche ist in einem Top-Zustand. Sie wurde vor nicht allzu langer Zeit renoviert.“

Was allerdings unbedingt erneuert werden müsse, sei die Elektroverteilung im Rebblick. „Daran führt kein Weg vorbei.“

Fassade und Türen werden erneuert

Darüber hinaus wird die vorhandene Fassade erneuert. Künftig soll sie ein öffenbares Schiebeelement enthalten. Auch die Tür zum Gastraum aus braunem Eichenholz wird durch eine neue, leichte Stahlkonstruktion ersetzt, die dann „großzügig verglast“ werden soll. Die alte Eingangstür hingegen bleibt größtenteils bestehen, mit der geschnitzten Schrift und dem Wappen. Es werden nur kleine Veränderungen vorgenommen: Seitliche und obere Holzteile werden mit Blech verkleidet und teilweise verglast. Eventuell könnte auch eine Leuchtschrift „Rebblick“ oberhalb der Tür angebracht werden.

Wann ist Rebblick fertig?

Wann wird das Ganze fertig? Zunächst folgt die Phase der Ausschreibung, darauf die Vergabe und dann die Umsetzung, sagt Negele. „Mitte August 2021 sind wir voraussichtlich fertig.“

Lange blieben die Fragen offen, wie und wann es mit dem Restaurant „Rebblick“ weitergeht und wer auf den langjährigen Pächter Arno Doll folgen wird. Zu Beginn des Jahres hatte der ehemalige Betreiber angekündigt, Ende Mai aufhören zu wollen – nach insgesamt 40 Jahren. Schließlich löste Doll im Juni das gesamte Inventar im Rebblick auf – es wurde leergeräumt und steht seitdem still.

350 000 Euro für den Umbau und die Sanierung

Das soll sich bald ändern. Das Restaurant im

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