Korb

Kita-Plätze in Korb bleiben knapp

Kindergarten Korb_0
Die Kita-Plätze sind knapp, Bürgermeister Jochen Müller (hier im Kinderhaus „Im Körble“ bei der Einweihungsfeier für zwei neue Korber Kindergartengruppen am vergangenen Freitag) und seine Verwaltung müssen nachrüsten. © ZVW/Benjamin Büttner

Korb. In Korb fehlen noch immer Plätze in der Kinderbetreuung. Die Verwaltung steht unter Druck – und hat gehandelt. Zwei neue Gruppen in den Kinderhäusern in der Brucknerstraße sorgen wenigstens für leichte Entspannung. Doch noch immer stehen Familien auf der Warteliste.

36 neue Betreuungsplätze für Kinder von drei bis sechs Jahren hat die Gemeinde in den beiden Kinderhäusern an der Brucknerstraße geschaffen. Eine ganze Gruppe für 25 Kinder „Im Körble“, eine halbe für elf Kinder im benachbarten „Schau hinaus“, inklusive zusätzlichen Personals. Betrieb ist von 7.30 bis 13.30 Uhr, beziehungsweise von 7 bis 13 Uhr. Bei der Aufstockung, die erst im Frühjahr beschlossen wurde und mit Umbaumaßnahmen in beiden Häusern verbunden war, gab es für die Gemeinde keine Zeit zu verlieren. Denn der Druck ist hoch: Noch immer stehen rund 20 Familien auf der Warteliste für einen Kita-Platz in Korb.

Die Mitarbeiterinnen im Rathaus haben alle Hände voll zu tun

„Es ist was los in diesem Haus“, sangen die Kinder und ihre Erzieherinnen bei der Einweihungsfeier für die beiden neuen Gruppen auf die Melodie von Helene Fischers „Atemlos“. Das passt gut zur Situation in Korb – denn ein Kindermangel ist hier nicht auszumachen. Im Gegenteil: Die Mitarbeiterinnen im Rathaus haben alle Hände voll zu tun, Korber Kinder unterzubringen oder den Eltern wenigstens Alternativen aufzuzeigen – zum Beispiel in Absprache mit dem Tageselternverein, wie Kindergartenfachberaterin Petra Holub berichtet.

Die Rathausmitarbeiterin hatte vor gut einem Jahr alarmierende Zahlen präsentiert: Immer mehr Kinder leben in Korb, immer größer wird der Betreuungsbedarf, immer länger die Wartelisten mit Familien, die vertröstet werden müssen.

Mittlerweile zehn Einrichtungen mit insgesamt 25 Gruppen

Ein Jahr später hat sich die Lage längst nicht entspannt, auch wenn die beiden neuen Gruppen „definitiv geholfen haben“, so Petra Holub. Es sei aber vor allem der Betreuungsbedarf für Kinder ab einem Jahr „enorm gestiegen“: „Es gibt zunehmend Familien, in denen beide Elternteile arbeiten wollen oder müssen.“ Obwohl die Plätze noch immer nicht ausreichen, sieht Holub die Gemeinde auf einem guten Weg. Mittlerweile gebe es in Korb zehn Einrichtungen mit insgesamt 25 Gruppen, die ganz unterschiedliche Betreuungszeiten abdeckten.

Zu den drei kommunalen Kinderhäusern kommen die drei der evangelischen und eine der katholischen Kirche, außerdem der Waldkindergarten der Waldbande und die zwei Einrichtungen des Vereins „Windelflitzer“. Zuletzt wurde auch in Steinreinach eine neue Ganztagesgruppe eingerichtet. Und im Baugebiet Südrand-Langenäcker ist ein neuer Kindergarten längst in die Quartiersplanung aufgenommen.

Ob dieser zusätzliche Kindergarten ausreicht, bleibt abzuwarten. Die genaue Kindergartenbedarfsplanung hat sich im Rathaus in diesem Jahr personalbedingt nach hinten verschoben. Im November steht das Thema im Gemeinderat zur Debatte.

„Körble“-Leiterin Sonja Mildenberger gerät über die momentane Situation manchmal ins Staunen. Sie arbeitet schon lange Jahre im Kinderhaus. Auf der Einweihungsfeier für die neuen Gruppen erinnerte sie daran, dass auch im Körble einst eine Gruppe geschlossen wurde – mangels Kinder. Der Raum von damals beherbergt nun die neue Gruppe.


Korb. In Korb fehlen noch immer Plätze in der Kinderbetreuung. Die Verwaltung steht unter Druck – und hat gehandelt. Zwei neue Gruppen in den Kinderhäusern in der Brucknerstraße sorgen wenigstens für leichte Entspannung. Doch noch immer stehen Familien auf der Warteliste.

36 neue Betreuungsplätze für Kinder von drei bis sechs Jahren hat die Gemeinde in den beiden Kinderhäusern an der Brucknerstraße geschaffen. Eine ganze Gruppe für 25 Kinder „Im

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper