Korb

Kita-Plätze in Korb sind knapp: Kommen alle Kinder unter?

Kindergarten
Symbolfoto. © ZVW/Alexandra Palmizi

Die Suche nach einem Kindergartenplatz ist in der Regel mit viel Aufwand und Stress verbunden. Nach aktuellem Stand sollen in der Gemeinde Korb aber fast alle Kinder im Kindergartenjahr 2021/22 einen Betreuungsplatz erhalten. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung über den Kinderbetreuung-Bedarfsplan beraten. Ziel dieser Bedarfsplanung ist, für das Kindergartenjahr 2021/2022 und darüber hinaus die Warteliste konstant auf null zu reduzieren.

Anzahl der Geburten fast stabil geblieben

Die Vergabe der Kita-Plätze hängt mit vielen Faktoren zusammen, etwa der Geburtenrate, Zu- und Wegzügen sowie dem Angebot an Betreuungsplätzen. Die Anzahl der Geburten ist in Korb fast stabil geblieben. Im Jahr 2020 kamen 95 Kinder auf die Welt, im Vorjahr waren es vier weniger, im Jahr 2018 lag die Zahl bei 101. „Im Jahr 2017 stiegen die Geburtenzahlen kurzzeitig auf 122 Geburten an, seitdem sind sie wieder rückläufig“, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage. Die wenigsten Geburten gab es im Jahr 2010 mit 70 Geburten.

Der Verwaltung zufolge sollen fast alle Kinder im Kindergartenjahr 2021/22 einen Betreuungsplatz erhalten. Was dabei nicht berücksichtigt werden kann, ist die Wunscheinrichtung sowie der gewünschte Einstiegstermin. Der Bedarf im Krippenbereich (null bis drei Jahre) ist laut Verwaltung leicht sinkend. Im kommenden Kita-Jahr stehen anstatt 87 Krippenplätzen nur noch 80 Plätze in den gemeindeeigenen und kirchlichen Einrichtungen sowie derjenigen in freier Trägerschaft zur Verfügung.

Sechs Kindern kann zunächst kein Krippenplatz angeboten werden. Deshalb werde „eng mit den Korber Windelflitzern und dem Tageselternverein Waiblingen zusammengearbeitet“. Abhilfe soll auch das „Tiger-Angebot“ (Tagesbetreuung in anders geeigneten Räumen) in Kleinheppach schaffen – weshalb die Plätze der Gemeinde zufolge wiederum ausreichend sind.

Zahl der Krippenkinder gesunken

Die Zahl der Kinder im Krippenalter belief sich im Kindergartenjahr 2020/2021 auf 218 Kinder. Im Vorjahr waren es 240 Kinder. Im Kindergartenjahr 2021/2022 ist insgesamt mit einer Anzahl von 197 Kindern zu rechnen, so die Verwaltung.

Gefragter sind die Betreuungsplätze im Ü-3-Bereich (drei bis sechs Jahre). Die Zahl der Kinder im Kindergartenalter beläuft sich im kommenden Kindergartenjahr auf 412. Im Vergleich zum Vorjahr (374 Kinder) gab es der Gemeinde zufolge in den vergangenen Jahren in dieser Altersgruppe einen Anstieg. So wurden auch die sogenannten Altersmischplätze (ab zwei Jahren) in zwei Kitas vorübergehend mit Kindern aus dem Ü-3-Bereich besetzt, weil die Plätze für sie gebraucht wurden. Dadurch gab es in der Kita „Im Körble“ elf weitere Plätze für die über Dreijährigen und neun in der „Villa Kunterbunt“.

Derzeit befinden sich etwa sieben Kinder (abgesehen von den Kindern, die noch mit ihren Familien zuziehen werden) auf der Warteliste für den Ü-3-Bereich. Diese Kinder sollen voraussichtlich mit Schulbeginn aufrücken, weil im September infolge der Schulabgänger viele Plätze frei werden. Aus Sicht der Verwaltung ist der Bedarf an Kindergartenplätzen für September 2021/2022 fast komplett gedeckt.

Eng kann es allerdings werden, wenn nicht viele Kinder in die Grundschulförderklasse aufgenommen werden. Dann verringert sich auch die Zahl der Schulabgänger im September. Hinzu kommen die „Aufrücker aus dem U-3-Bereich, Zuzüge sowie die stetig ansteigende Zahl an Kindern mit Integrationsbedarf“.

Kinder mit Integrationsbedarf belegen zwei Plätze

Die Letzteren nehmen der Verwaltung zufolge viel Zeit ein und belegen zwei Plätze in regulären Kindergärten. In den gemeindeeigenen Einrichtungen (Villa Kunterbunt, Im Körble, Schau hinaus) werden derzeit drei Kinder, welche vom Kreisjugendamt als Integrationskinder eingestuft wurden, von einer Integrationskraft betreut. „Da sich der Integrationsbedarf eines Kindes meist erst im Laufe des Kindergartenaufenthalts bemerkbar macht, sollten vorsorglich einige Plätze freigehalten werden, damit dieses Kind weiterhin die Einrichtung besuchen kann, wenn es die zwei Integrationshilfeplätze genehmigt bekommt“, so die Korber Verwaltung. Aufgrund der knappen Zahlen sei dies nicht möglich, weshalb unter Umständen das Risiko eingegangen werden müsse, dass einem Kind mit Integrationsbedarf doch kein Platz angeboten werden kann.

Mittelfristig: Zusätzliche Plätze nötig

Auch wenn die neue Kita Südrand Langenäcker mit drei Ü-3-Gruppen insgesamt 65 neue Betreuungsplätze schafft, steigen durch die Neubaugebiete und die innerörtliche Nachverdichtung die Kinderzahlen und damit verbunden der Betreuungsbedarf. „Um den Rechtsanspruch des Kindergartenbereichs zukünftig erfüllen zu können, müssen in der Gemeinde Korb auf mittelfristige Sicht zusätzliche Kindergartenplätze im Kindergartenbereich geschaffen werden“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Die Planungen hierfür sind der Gemeinde zufolge bereits im Gange und werden zeitnah umgesetzt, etwa mit dem „Tiger“-Angebot.

Die Suche nach einem Kindergartenplatz ist in der Regel mit viel Aufwand und Stress verbunden. Nach aktuellem Stand sollen in der Gemeinde Korb aber fast alle Kinder im Kindergartenjahr 2021/22 einen Betreuungsplatz erhalten. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung über den Kinderbetreuung-Bedarfsplan beraten. Ziel dieser Bedarfsplanung ist, für das Kindergartenjahr 2021/2022 und darüber hinaus die Warteliste konstant auf null zu reduzieren.

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Anzahl der Geburten fast stabil

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