Korb

Korb bekommt mehr Betreuungsplätze: Wann die Kita fertig wird, hängt von der Bauart ab

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Symbolbild. © Carole LR/Pixabay

Für das Neubaugebiet Südrand Langenäcker plant die Gemeinde Korb den Bau eines viergruppigen Kinderhauses. In der Bedarfsplanung für dieses Kindergartenjahr wird deutlich: Die Plätze braucht Korb dringend. Vor allem durch die Neubaugebiete Hofäcker und Südrand Langenäcker, aber auch durch die Verdichtung innerorts. Denn die Vergabe der Bauplätze erfolgt vorrangig an Familien mit Kindern, heißt es in der Kindergartenbedarfsplanung. Deshalb müsse in den kommenden Jahren mit Zuzügen gerechnet werden, die einen Anstieg der Kinderzahlen mit sich bringen können.

In den kommenden zwei bis drei Jahren werde deshalb die Einrichtung weiterer Kindergarten- sowie Kleinkindgruppen erforderlich sein. Der Bau eines mindestens viergruppigen Kinderhauses für die Betreuung vom ersten bis zum sechsten Lebensjahr sei notwendig.

Bedarf an Angeboten mit längeren Öffnungszeiten wird berücksichtigt

Die Gemeinde Korb geht es an: Einstimmig hat der Gemeinderat im Mai die Planung einer Kita auf einem gemeindeeigenen Bauplatz beschlossen. Am Quartiersplatz mitten im Neubaugebiet wird das viergruppige Kinderhaus stehen. Zwei Ü-3-Gruppen und zwei U-3-Gruppen sollen hier laut Vorlage auf 570 Quadratmetern Platz finden. Ein steigender Bedarf an Angeboten mit längeren Öffnungszeiten wird in dem Raumprogramm, erstellt von der Sachgebietsleitung Kinderbetreuung, deutlich: Es soll Schlafräume und einen Mensabereich geben.

Fünf Millionen Euro kostet die Kita voraussichtlich

Eine aussagekräftige Schätzung der Gesamtkosten sei laut Verwaltung erst möglich, wenn ein Vorentwurf vorliegt. Aufgrund der Fläche geht die Gemeinde aktuell von Bauwerkskosten in Höhe von 2,5 bis drei Millionen Euro aus – und somit von Gesamtkosten in Höhe von vier bis fünf Millionen Euro. In den Haushaltsjahren 2019 bis 2021 sind für diesen Kindergarten bereits Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro eingeplant. Für einen möglichen weiteren Kindergarten sind in dem Zeitraum 1,5 Millionen Euro vorgesehen. Die 3,5 Millionen Euro werden voraussichtlich nicht ausreichen. Daher müssen weitere Finanzmittel in den Haushaltsplänen der Folgejahre bereitgestellt werden.

Der nächste Schritt ist jetzt ein europaweites Verhandlungsverfahren, mit dem ein Architekt gefunden werden soll. Das übernimmt die Ingenieurgesellschaft Klotz und Partner für 18 000 Euro. Wenn nichts dazwischenkommt, sollten die Arbeiten laut Gemeinde gegen Oktober vergeben werden.

Welche Bauart soll es sein: Konventionelle oder mit Modulen?

Unklar ist noch, in welcher Bauweise der Kindergarten entsteht: konventionell oder im Modulbau? Im Februar hatte die Verwaltung dem Gemeinderat den Modulbau vorgestellt. Denn mit dieser Variante könnte die Kita in zwei Jahren stehen, also im Mai 2022. Bei konventioneller Bauart – also Stein auf Stein – dauere der Weg zur Kita eineinhalb Jahre länger, hatte in der Sitzung im Mai ein Architekt erklärt, dessen Firma modulares Bauen anbietet. Dabei werden Gebäude nach dem Baukastenprinzip aus vorgefertigten Modulen zusammengesetzt. Da gleichzeitig auf der Baustelle und im Werk gearbeitet wird, geht der Bau schneller. Vor allem weil die Produktion der Bauteile im Werk unabhängig von der Witterung stattfindet. Die Kosten unterscheiden sich hingegen kaum.

Im Beschlussantrag wies die Verwaltung darauf hin, dass der Modulbau Kostensicherheit und schnelles Bauen mit sich bringe. Der dringende Betreuungsbedarf in Korb könne so gedeckt werden. Die Räte stimmten dem Beschlussantrag einstimmig zu – allerdings mit der Änderung, dass die Bauweise noch nicht festgelegt wird. Die Entscheidung wollen sie sich offenhalten.

140 Wohnungen sollen hier entstehen 

Im Baugebiet Südrand Langenäcker entstehen rund 140 Wohnungen. Bereits bei der offiziellen Eröffnung des Baugebiets im Dezember 2019 waren alle 16 Bauplätze der Gemeinde verkauft. Der Ansturm war groß: 212 Bewerbungen seien für die Plätze eingegangen, hatte Bürgermeister Jochen Müller bei der Einweihung berichtet. Auf einen Bauplatz seien bis zu 105 Bewerbungen gekommen. 11 Bauanträge sind inzwischen gestellt worden, sechs davon genehmigt, teilt die Gemeinde Korb mit. Wer an der Südstraße entlangfährt, sieht, dass es langsam losgeht: Auf einem Bauplatz sind bereits die Bagger angerückt.

Für das Neubaugebiet Südrand Langenäcker plant die Gemeinde Korb den Bau eines viergruppigen Kinderhauses. In der Bedarfsplanung für dieses Kindergartenjahr wird deutlich: Die Plätze braucht Korb dringend. Vor allem durch die Neubaugebiete Hofäcker und Südrand Langenäcker, aber auch durch die Verdichtung innerorts. Denn die Vergabe der Bauplätze erfolgt vorrangig an Familien mit Kindern, heißt es in der Kindergartenbedarfsplanung. Deshalb müsse in den kommenden Jahren mit Zuzügen gerechnet

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