Korb

Korb bestellt Tausende Corona-Schnelltests für Kitas - und diskutiert über Test-Pflicht

Schnelltest in Kita
Archivfoto. © Benjamin Büttner

Rund 9000 Euro nimmt die Gemeinde Korb in die Hand, um weitere 3500 Corona-Schnelltestkits für Kindergartenkinder bereitzustellen. Das hat der Korber Gemeinderat bei einer Stimmenthaltung beschlossen. Zum Einsatz sollen sogenannte Lollitests kommen, die nicht in der Nase, sondern im Mund der Kleinen landen.

In der Sitzung in der Kleinheppacher Mehrzweckhalle sagte Bürgermeister Jochen Müller, dass die Tests bislang gut angenommen werden. „Ich gehe davon aus, dass das auch weiterhin der Fall sein wird.“

In den städtischen Kitas in Korb wird vor Ort getestet, in denen von kirchlichen und freien Trägern werden die Testkits an die Eltern verteilt. Eingesetzt werden aktuell noch die im April bestellten Tests. Nun soll es Nachschub geben. Die vorhandenen Schnelltests sollen voraussichtlich bis Mitte Juni ausreichen.

Testpflicht in Korber Kitas?

Bedenken äußerte Albrecht Ulrich, Fraktionsvorsitzender der Freien Korber Bürger. Er verwies auf die Beschlussvorlage der Verwaltung, in der stand, dass „die Testungen im Schnitt zu etwa 70 Prozent“ angenommen werden. Darüber hinaus erkundigte sich Ulrich, ob eine generelle Testpflicht bestünde. Denn die Testungen machen aus seiner Sicht bei einer geringen Beteiligung „gar keinen Sinn“, sagte er. „Wenn nur 70 Prozent daran teilnehmen, brauchen wir die 9000 Euro nicht auszugeben“, sagte Ulrich und regte an, auch in den Korber Kitas eine Testpflicht einzuführen – so wie es auch „in anderen Kommunen“ umgesetzt werde. In Stuttgart etwa gibt es eine Testpflicht für Kinder ab drei Jahren. In Waiblingen hingegen nicht.

Bürgermeister Jochen Müller: „Man kann niemanden zwingen, sich testen zu lassen“ 

Man habe sich bereits Gedanken darüber gemacht, ob man die Kinder, deren Eltern eine Testung verweigern, aus dem Kindergarten ausschließen könne, sagte der Bürgermeister. „Man kann niemanden zwingen, sich testen zu lassen.“ Die Kita könne lediglich durch das Hausrecht veranlassen, „dass das Kind nicht die Kita besuchen darf“.

Doch der Bürgermeister blieb zuversichtlich: „Wir gehen davon aus, dass auch die Bereitschaft, sein Kind testen zu lassen, weiter steigen wird“, sagte er. „Auch vor dem Hintergrund, dass diese Tests von uns bescheinigt werden können.“ Das heißt, die Eltern könnten davon profitieren, wenn sie für andere Vorhaben noch ein Testergebnis benötigen. Auch die Variante, die Kinder zu Hause von den eigenen Eltern testen zu lassen, befürwortete Jochen Müller für die städtischen Einrichtungen nicht. „Dann haben Sie das Problem, dass so getestet wird, dass das letztendlich auch passt“, sagte er. „Insoweit glaube ich, so wie es auch viele Kommunen machen, sind wir da auf einem guten Weg.“

Wie ist es mit der Impfung von Kita-Personal?

Grünen-Gemeinderat Benjamin Rohrwasser sagte: „Also ich wäre auch froh, wenn wir eine Testpflicht hätten, weil je mehr wir testen, desto sicherer sind wir. Aber wir sollten trotzdem die Tests anbieten, auch wenn es nicht Pflicht ist.“

Er fragte zudem, ob die Mitarbeiter von Kindertageseinrichtungen verpflichtet seien, sich zu testen, wenn eine Testpflicht vorgeschrieben wird.

„Das ist ein schwieriges Feld“, sagte der Bürgermeister. Auch die Mitarbeiter könne man nicht zwingen, sich testen zu lassen. „Ich nehme aber wahr, dass unsere Mitarbeiter zum einen eine hohe Impfbereitschaft haben und zum anderen eine hohe Testbereitschaft“, sagte er. „Ich wehre mich gegen eine Testpflicht, mit der Konsequenz, dass ich dadurch unter Umständen dann andere Schäden mitverursache“, sagte Jochen Müller.

Ende April wurde mit den Corona-Testungen für die Kinder in Korber Kindertageseinrichtungen begonnen. Bisher wurden der Verwaltung zufolge bereits 7000 Testkits für insgesamt rund 33 000 Euro geordert.

Rund 9000 Euro nimmt die Gemeinde Korb in die Hand, um weitere 3500 Corona-Schnelltestkits für Kindergartenkinder bereitzustellen. Das hat der Korber Gemeinderat bei einer Stimmenthaltung beschlossen. Zum Einsatz sollen sogenannte Lollitests kommen, die nicht in der Nase, sondern im Mund der Kleinen landen.

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In der Sitzung in der Kleinheppacher Mehrzweckhalle sagte Bürgermeister Jochen Müller, dass die Tests bislang gut angenommen werden. „Ich gehe davon aus, dass das auch

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