Korb

Korb: Milch und Sahne werden teurer, Eiscafé Roma spürt steigende Lebensmittelpreise

Eiscafe Roma
Das Eiscafé Roma in Korb hat nicht nur Speiseeis im Sortiment, sondern auch Kaffeespezialitäten. © Alexandra Palmizi

„Tolles Frühlings- und Sommerwetter, keine Corona-Beschränkungen und großer Kundenansturm – eigentlich die idealen Voraussetzungen für eine perfekte Eissaison“, sagt Riccardo De Simone rückblickend auf die vergangenen Monate. Seit Anfang März hat das Eiscafé Roma des 42-jährigen Gastronomen in der Kirchstraße in Korb geöffnet. Aber: Die Inflation macht auch vor Speiseeis nicht halt und ist auch in der Eisdiele zu spüren. „Die Preiserhöhungen haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt der Chef.

Eis-Hauptzutaten Milch und Sahne sind sehr teuer geworden

Er spürt die Folgen des Ukraine-Krieges, die sich neben gestiegenen Energiekosten auch bei Lebensmittelpreisen widerspiegeln. Insbesondere der Preisanstieg bei Milch und Sahne, den Hauptzutaten für Eis, die er von einem Großhändler in Heilbronn bezieht, macht dem Inhaber zu schaffen.

2000 Liter Milch und 300 Liter Sahne im Monat erforderlich

Nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ist Riccardo De Simone zufolge der Literpreis für Milch von 79 Cent auf 1,27 Euro gestiegen. Da der 42-Jährige die Eiscreme in mehr als 30 Sorten nicht nur für seine eigene Diele in der Kirchstraße, sondern auch für die Eiscafés seiner Familie in Waiblingen und Schwaikheim produziert, benötigt er eigenen Angaben zufolge etwa 2000 Liter Milch und 300 Liter Sahne im Monat.

Unabhängig von der Inflation hatte der Inhaber den Eispreis erstmals zu Beginn dieser Saison von einem Euro auf 1,20 Euro erhöht. Erzielt er dadurch viel Gewinn? Wohl kaum. „Wenn man es hochrechnet“, sagt Riccardo De Simone, „dann haben wir vielleicht weniger als im letzten Jahr eingenommen.“

Preisanstieg mitten in der Saison kommt für Riccardo De Simone nicht infrage

Um wirtschaftlich zu bleiben, hätte der Gastronom eigentlich den Preis für eine Kugel Speiseeis auf 1,40 Euro anheben müssen. Aber einen derartigen Preisanstieg mitten in der Saison an den Kunden weiterzugeben, findet Riccardo De Simone nicht richtig. Stattdessen schaue er sich nach günstigeren Angeboten um und kaufe bereits Milch und Sahne woanders statt bei seinem bisherigen Großhändler. „Das ist zusätzliche Arbeit und Stress für mich“, sagt er und fügt hinzu: „Aber wenn man zehn Cent auf 2000 Litern spart, ist es eine Menge Geld.“

Speiseeis könnte in der kommenden Saison teurer werden

Doch fest steht: Wenn sich die Lebensmittelpreise bis zur kommenden Saison nicht wieder normalisieren, dann sieht er sich gezwungen, für eine Kugel Eis 1,40 Euro zu fordern – andernfalls rentiert sich das Geschäft nicht. „Wir wollen uns nicht bereichern“, betont er, „sondern nur das einnehmen, was wir auch ausgeben.“

Bisher sei er von den Stromkosten nicht betroffen, aber im Großen und Ganzen habe er in dieser Saison „30 Prozent Mehrkosten“. „Alles wird teurer und alles wird auf den Krieg geschoben“, sagt Riccardo De Simone, „es ist eine Kettenreaktion.“

Trotz der hohen Inflation verzeichnet der 42-jährige Chef viel Kundschaft und stellt fest: Ohne die Inflation wäre es „die beste Sommerzeit seit Jahren“ gewesen und sie hätte möglicherweise viel Geld in die Kasse gespült, das in den vergangenen Jahren aufgrund von schlechtem Wetter und der Corona-Pandemie weggeblieben ist.

Das Eiscafé in Korb hat voraussichtlich bis Ende Oktober geöffnet. Riccardo De Simone sagt: „Es sei denn, das Wetter bricht schon vorher ein.“

„Tolles Frühlings- und Sommerwetter, keine Corona-Beschränkungen und großer Kundenansturm – eigentlich die idealen Voraussetzungen für eine perfekte Eissaison“, sagt Riccardo De Simone rückblickend auf die vergangenen Monate. Seit Anfang März hat das Eiscafé Roma des 42-jährigen Gastronomen in der Kirchstraße in Korb geöffnet. Aber: Die Inflation macht auch vor Speiseeis nicht halt und ist auch in der Eisdiele zu spüren. „Die Preiserhöhungen haben uns einen Strich durch die Rechnung

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