Korb

Korb will noch keine neuen Luftfilter für die Schulen kaufen

Luftfilter
Ein mobiles Luftfiltergerät (Symbofoto). © Benjamin Büttner

Auch in Korb wird derzeit darüber diskutiert, wie der Schulstart nach den Sommerferien laufen soll: Dabei hat die Verwaltung sich auch mit dem Thema mobile Luftfilteranlagen auseinandergesetzt: Für deren Beschaffung gibt es seit Anfang Juli von der Landesregierung Baden-Württemberg ein Förderprogramm in Höhe von
60 Millionen Euro.

Das Förderprogramm soll von den kommunalen Schulträgern zur Hälfte mitfinanziert werden. „Ziel ist, mit mobilen Luftfiltern gegen die Ausbreitung des Virus in den Klassenzimmern ankämpfen zu wollen“, erklärt die Korber Pressesprecherin Lisa Gunter. „Jedoch gibt es weder vom Bund noch vom Land klare Vorgaben für ein wirksames Lüftungskonzept in Schulräumen.“

Die Filtergeräte haben auch Nachteile

Nach herrschender wissenschaftlicher Meinung könnten mobile Luftreinigungsgeräte in Klassenräumen aber nicht das Lüften per Fenster ersetzen, sondern allenfalls als Ergänzung wirken, da mit ihnen keine Raumluft gegen Außenluft ausgetauscht wird, so Gunter weiter. „Daher sollten solche Geräte vorrangig in solchen Räumen zum Einsatz kommen, die nur schwer belüftbar sind.“

Die Geräte haben nämlich auch ihre Tücken: Sie verursachen einen Geräuschpegel, während sie laufen, und seien dadurch zum Beispiel, wenn in einem Klassenzimmer auch Klausuren geschrieben werden, eher nicht einer ruhigen Lernatmosphäre zuträglich.

Sind überhaupt genügend Geräte verfügbar?

„Hinzu kommt, dass je nach Situation die Filter alle sechs bis zwölf Monate gewechselt werden müssen und die Geräte je nach Bauart störanfällig sein können“, erklärt die Pressesprecherin. Um für solche Vorfälle gewappnet zu sein, müsste Personal extra geschult werden oder es müsste sogar eine Fachkraft angefordert werden. Die Folgekosten für die Wartung und den Betrieb der Geräte seien daher aktuell nicht bezifferbar.

Die Korber Verwaltung bezweifelt auch, ob es überhaupt möglich ist, kurzfristig genug Geräte anzuschaffen: „Eine ausreichende Anzahl, um alle Klassenzimmer in allen Schulen auszustatten, wird auf dem Markt nicht zur Verfügung stehen.“

Gemeinde folgt Empfehlung des Gemeindetages

Die Gemeinde folge daher zunächst einmal der Empfehlung des Gemeindetages Baden-Württemberg, die besagt, dass Luftfilter in schlecht oder nicht belüftbaren Klassenzimmern für die Klassenstufen eins bis sechs zum Einsatz kommen sollen. „Dies vor dem Hintergrund, dass für Kinder unter zwölf Jahren aktuell und voraussichtlich auch in absehbarer Zeit kein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung steht“, so Lisa Gunter.

Gemeinsam mit der Schulleitung der Gemeinschaftsschule seien die Klassenräume an den Schulstandorten deshalb auf Lüftungsmöglichkeiten geprüft worden. „Dabei wurde festgestellt, dass nahezu alle Räumlichkeiten gut belüftbar sind“, berichtet Lisa Gunter.

Es sind schon einige mobile Geräte vorhanden

Lediglich der Musiksaal am Standort Brucknerstraße sei nur schwer durch Fenster zu lüften. Die Gemeinde setze dort deshalb bereits vorhandene Luftreiniger ein: „Aktuell stehen Luftreiniger mit HEPA Typ 13 Filter, welche zur Reduzierung der Schadstoffe in der Luft Anfang 2020 angeschafft wurden, zur Verfügung. Diese sind nach Angabe des Lieferanten auch gegen coronavirushaltige Aerosole wirksam.“

Im Foyer der Remstalhalle gibt es bereits eine fest verbaute Lüftungsanlage: Da durch dieses Foyer der Zugang zur Mensa in der Halle erfolgt, könne mit dieser Außenluft in den Raum geleitet werden und die verbrauchte Luft ausgeleitet.

Wann kommenden die endgültingen Vorgaben?

Im Neubau der GMS am Standort Urbanstraße sei ebenfalls eine Lüftungsanlage vorhanden, beim Standort Endersbacher Straße seien alle Räume gut über die Fenster zu belüften.

Als sinnvoll erachtet die Gemeinde auch den Einsatz von sogenannten CO2-Ampeln, mit denen das klassische Querlüften bei geöffneten Fenstern gesteuert werden kann. Man warte jetzt dringend auf genaue Vorgaben von Bund und Land, was die Luftfilteranlagen betrifft. „Sobald die Förderrichtlinien vorliegen, kann die Gemeindeverwaltung die weiteren Schritte einleiten.“

Auch in Korb wird derzeit darüber diskutiert, wie der Schulstart nach den Sommerferien laufen soll: Dabei hat die Verwaltung sich auch mit dem Thema mobile Luftfilteranlagen auseinandergesetzt: Für deren Beschaffung gibt es seit Anfang Juli von der Landesregierung Baden-Württemberg ein Förderprogramm in Höhe von
60 Millionen Euro.

Das Förderprogramm soll von den kommunalen Schulträgern zur Hälfte mitfinanziert werden. „Ziel ist, mit mobilen Luftfiltern gegen die Ausbreitung des

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