Korb

Korber Kindergarten St. Johannes organisiert Krippenweg

Krippenweg
Erzieherin Daniela Paule beim Aufbau einer der Stationen in einem privaten Garten. © Benjamin Büttner

Mal ganz klassisch und gut sichtbar, mal minimalistisch, modern und gut versteckt: Im Wohngebiet rund um die Korber St.-Johannes-der-Täufer-Kirche und zwischen neuem Friedhof und Obstgärten sind seit dieser Woche 26 Krippenstationen aufgebaut – viele davon in privaten Gärten. Die Krippen sind von den Erzieherinnen, Eltern und Kindern des St.-Johannes-Kindergartens gebastelt und aufgestellt worden.

Wer in das Foyer des Kindergartens blickt, kann eine große Krippe auf einem Podest sehen: Die Figuren sind aus Holzscheiten gebastelt, die Krippenszene ist mit Moos und anderen Naturmaterialien dekoriert. Wenn es dunkel ist, wird die Krippe beleuchtet, so ist sie auch von außen gut sichtbar. Die Krippe hätten Kindergarteneltern schon vor einigen Jahren gebaut, erzählt Kindergartenleiterin Roswitha Breu-Völker. Jedes Jahr wird sie hier aufgestellt, um die Adventszeit einzuläuten. Dieses Jahr hat sich der Kindergarten aber dazu entschieden, noch einen Schritt weiterzugehen und über die eigenen Grundstücksgrenzen hinaus Adventsstimmung zu verbreiten.

Weihnachtsfeier musste ausfallen

Die Inspiration für den Korber Krippenweg hat eine Erzieherin vergangenen Winter im Schwäbischen Wald gefunden: Dort sei in der Advents- und Weihnachtszeit im Wald ein Krippenweg aufgebaut gewesen. Der Erzieherin habe das so gut gefallen, dass sie vorgeschlagen habe, so etwas in der Art dieses Jahr auch in Korb umzusetzen, berichtet die Kindergartenleiterin. Da schon 2020 die Weihnachtsfeier wegen Corona ausfallen musste und es auch dieses Jahr noch nicht sicher ist, ob es eine Feier für die Kinder und ihre Familien geben wird, sei der Krippenweg auch ein bisschen als unproblematisches Alternativangebot gedacht.

Also habe der Kindergarten schon im Frühjahr beschlossen, für dieses Weihnachten einen Krippenweg auf die Beine zu stellen. Es habe sogar einen Aufruf an die Bürger im Korber Gemeindeblatt gegeben, Krippen oder Krippenfiguren zu spenden. Die meisten der rund 26 kleinen Hingucker haben aber die Eltern und Erzieherinnen selbst gebastelt. Auch die ehemalige Pfarramtssekretärin kam noch einmal aus dem Ruhestand zurück, um fleißig mitzuhelfen. An den beiden Werkabenden galt im Kindergarten Maskenpflicht und die 3G-Regel – sie habe eigenhändig die Nachweise aller Eltern kontrolliert, erinnert sich Roswitha Breu-Völker.

Die Krippenstationen stehen auch in privaten Vorgärten

Dabei sind ganz verschiedene Materialien zum Einsatz gekommen: Holz, Wolle, Filz, Stein, alte Rebstöcke, Haushaltsgegenstände, ein bemaltes Fenster, alte Fensterläden. Jedes der kleinen Krippenspiele hat seinen ganz eigenen Stil. Doch wo die 26 Stationen aufstellen? Einen Wald gibt es nun natürlich nicht rund um den katholischen Kindergarten in Korb. Zwar bietet die benachbarte Kirche einige Möglichkeiten, Weihnachtsschmuck aufzustellen – aber dabei wollte der Kindergarten es nicht belassen.

Deshalb habe man kurzerhand bei mehreren Anwohnern rund um die Kirche und den Kindergarten geklingelt und nachgefragt, ob man bei ihnen im Garten eine Station aufstellen dürfe, erzählt Roswitha Breu-Völker. „Und kein einziger hat Nein gesagt!“, freut sie sich. Einige der Nachbarn haben oder hatten ohnehin Kinder bei ihnen im Kindergarten und machen bei der Aktion daher gerne mit.

Texte ergänzen die Stationen, Sterne weisen den Weg

Diese Woche sind die 26 kleinen Installationen eine nach der anderen aufgebaut worden. Das sei richtig viel Arbeit gewesen, berichtet die Kindergartenleiterin.

Nicht bei allen Stationen handelt es sich übrigens um eine klassische Krippe: Unter einer ausladenden Tanne hat sich eine Schar Holzscheit-Engel versammelt, kleine Engelchen schmücken einen Baum neben der Kirche. Unweit davon ist ein Regenschirm aufgespannt, unter dem sich Schaf- und Hirtenfiguren versammelt haben.

An vielen Stationen ergänzen außerdem weihnachtliche Texte das Bild: Auf den folierten Blättern sind mal besinnliche Verse, mal durchaus politische Gedanken zu der Weihnachtsgeschichte und dem aktuellen Weltgeschehen zu lesen. Sterne aus Holz weisen jeweils den Weg zur nächsten Station.

Mal ganz klassisch und gut sichtbar, mal minimalistisch, modern und gut versteckt: Im Wohngebiet rund um die Korber St.-Johannes-der-Täufer-Kirche und zwischen neuem Friedhof und Obstgärten sind seit dieser Woche 26 Krippenstationen aufgebaut – viele davon in privaten Gärten. Die Krippen sind von den Erzieherinnen, Eltern und Kindern des St.-Johannes-Kindergartens gebastelt und aufgestellt worden.

Wer in das Foyer des Kindergartens blickt, kann eine große Krippe auf einem Podest

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