Korb

Kostenloses WLAN in Korb

Seeplatz Korb_0
Am Korber Seeplatz soll es bald freies WLAN geben. © Ramona Adolf

Korb. Kernen hat sie, Fellbach hat sie, Waiblingen hat sie, nun zieht Korb nach: An zentralen Plätzen sollen zum Spätherbst hin öffentliche WLAN-Hotspots eingerichtet werden. Schon Ende Oktober soll die Testphase beginnen. Besonders am Korber Modell: Die Zugänge werden nicht über einen gewerblichen Anbieter bereitgestellt, sondern über Anschlüsse der Gemeindeverwaltung und von Anrainern.

Das Rathaus und die Alte Kelter, der Keltervorplatz und der Festplatz in der Brucknerstraße, die Bushaltestellen Seeplatz und Alfred-Leikam-Garten: An einem halben Dutzend Orten wollen Udo Klug und Marcus Blank mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung kostenlose Hotspots via OWLAN einrichten.

Dabei geht es vor allem darum, mit der Zeit zu gehen: Klug und Blank sind die Schwerpunktbeauftragten der Leitbild- 2020-Projektgruppe „Korb investiert in die Zukunft“. Ein ständiger Internetzugang ist in der Zeit von Smartphones und Tablets schließlich kaum mehr wegzudenken. So mancher Bürger, Geschäftsreisender und Tourist nimmt offenes WLAN positiv wahr – und die Gemeinde will es nun anbieten.

Klug und Blank hoffen auf Unterstützung aus der Nachbarschaft

Vorgesehen ist es, einen Teil der sogenannten „Access points“ über Anschlüsse der Gemeindeverwaltung bereitzustellen: am Rathaus, in und um die Alte Kelter sowie am Alfred-Leikam-Garten. Für den Zugangspunkt am Seeplatz hoffen Klug und Blank, den Inhaber eines günstig gelegenen Gastbetriebs mit ins Boot holen zu können. Am Festplatz wiederum könnte möglicherweise ein bestehendes WLAN-Netz genutzt werden. Es wurde 2016 vom Landratsamt für Bewohner von Gemeinschafts- und Obdachlosenunterkunft sowie Besucher des Jugendtreffs eingerichtet. Unterstützt wurde die Kreisverwaltung dabei vom Verein Freifunk.

Betriebskosten fallen gering aus

Im Vergleich zu gewerblichen Angeboten, bei denen ein komplettes Netz mit einzelnen Hotspots eingerichtet wird, hat dieses Modell den Vorteil, um ein Vielfaches günstiger zu sein. Blank und Klug rechnen für den Probebetrieb mit einmaligen Anschaffungskosten in Höhe von 900 Euro und jährlichen Kosten in Höhe von 450 Euro, die komplett aus dem Budget des Leitbilds bezahlt werden können. Das Beispielangebot eines professionellen Anbieters hingegen würde einmalig 3000 Euro und jährlich 2500 bis 8500 Euro kosten. Zudem gehen die beiden davon aus, dass unabhängige Zugangspunkte weniger Wartungsaufwand verursachen als ein komplexes Netz, das komplett ausfallen kann.

Probelauf soll Ende Oktober starten

Geplant ist es nun, Gespräche mit den Anrainern zu führen. Wenn DSL-Anschlüsse sowie Router für alle Zugangspunkte da sind, können die Gastzugänge eingerichtet werden. Für den Spätherbst ist dann ein Probelauf vorgesehen. Beginnen soll er möglichst schon Ende Oktober. Der genaue Startzeitpunkt und Zugangsinformationen werden noch bekanntgegeben.

Anschließend, im Frühjahr des kommenden Jahres, soll ausgelotet werden, wie das Angebot dauerhaft eingerichtet und erweitert werden kann. Beispielsweise steht die Idee im Raum, eine gemeindeeigene Startseite einzurichten. Dort könnten Veranstaltungen angekündigt werden – mit Blick auf die Remstal-Gartenschau 2019 eine interessante Option, so Klug und Blank.