Korb

Mehr Sicherheit für Fußgänger im Neubaugebiet: Korb bekommt neuen Zebrastreifen

Zebrastreifen
Auf der Südstraße gibt es außer einer bestehenden Furt mit Mittelinsel keine markierte Überquerungsmöglichkeit für Passanten. © Gabriel Habermann

Auf einer rund 3,3 Hektar großen Fläche entsteht am Südrand Langenäcker das neue Korber Neubaugebiet. Wie bereits berichtet sollen dort etwa 140 Familien leben, die Gemeinde baut deshalb für rund 5,5 Millionen Euro ein großes Kinderhaus mit vier Gruppen – bereits im April wurde dafür der Spaten gesetzt.

Das Neubaugebiet nimmt Gestalt an, damit kommt auch unter anderem bei dem ein oder anderen die Frage nach der Verkehrssicherheit auf: Bereits vergangenes Jahr stellte die Fraktion Korber Freie Bürger den Antrag, die Verkehrssicherheit im Bereich des Neubaugebietes und der Kreuzung Steinstraße/Südstraße zu überprüfen.

Räte schlagen Einführung von 30er-Zone oder Installation von „Schlafampeln“ vor

In der vergangenen Sitzung des Gemeinderats hat Jan Kramer von der Dr.-Ing. Heinrich GmbH Planungsgesellschaft eine Machbarkeitsstudie vorgestellt. In der rund zweieinhalbstündigen Sitzung sorgte das Thema für ausgiebige Diskussionen. Einige Mitglieder des Gremiums schlugen vor, etwa in dem besagten Bereich eine 30er-Zone einzuführen oder aber eine „Schlafampel“ zu installieren, die bei Bedarf durch Knopfdruck eingeschaltet wird.

Die Planungsgesellschaft Dr.-Ing. Heinrich GmbH wurde von der Gemeinde damit beauftragt, „Varianten der Fußgängerüberwege (FGÜ) zu erarbeiten und auf Machbarkeit zu prüfen“, so die Verwaltung.

Nachdem die unterschiedlichen Möglichkeiten der Querung in der Südstraße untersucht worden sind, erstellte Jan Kramer in Absprache mit der Verkehrspolizei und der Gemeindeverwaltung Varianten, die er dem Gremium vorstellte.

Erste Variante

Die erste Variante sieht zwei Fußgängerüberwege vor: Der erste Zebrastreifen (Fußgängerüberweg) wäre östlich der Einmündung zur Rieslingstraße anzuordnen. Der größte Vorteil des Standorts sei, so der Referent, dass dadurch eine zusätzliche Querung der Rieslingstraße (insbesondere für besonders schutzbedürftige Fußgänger) nicht erforderlich ist. Das Kriterium der Bündelungsfunktion sei ebenfalls gewährleistet, sagte er. So könne der Fußgänger, der die Straßenseite wechseln möchte, künftig über den Zebrastreifen laufen.

Derzeit werde die Stelle im Bereich der Einmündungen Rieslingstraße und Beinsteiner Straße „ungesichert“ überquert. Dem Konzept zufolge müsste im Zuge dieser Maßnahme ein bestehender Baum gefällt werden. Der zweite Überweg für Fußgänger, den die Variante 1 vorsieht, würde sich im Kreuzungsbereich Steinstraße/Südstraße befinden. „Hier kann die bestehende Furt mit Mittelinsel mit Hilfe der vorgeschriebenen Ausstattung (Markierung und Beschilderung, Peitschenmast mit Beleuchtung) zu einem Fußgängerüberweg erweitert werden“, heißt es in der Sitzungsunterlage.

Zweite Variante

Auch die Variante 2 sieht für das genannte Gebiet zwei Zebrastreifen vor. Demnach wäre der erste Zebrastreifen östlich der Beinsteiner Straße und westlich der Rieslingstraße anzuordnen. Der Vorteil aus Sicht des Referenten wäre, dass die Passanten, die aus dem Neubaugebiet kommen oder dahin gehen, sowie die Fußgänger, die in Richtung der Felder gehen, dabei noch stärker berücksichtigt werden. Jedoch stelle der Standort auch einen Nachteil dar: Fußgänger, die aus beziehungsweise in das Neubaugebiet wollen, müssen vorher die Rieslingstraße unmittelbar im Einmündungsbereich „ungesichert“ queren, so Kramer. Für den zweiten Fußgängerüberweg gelten die Ausführungen von Variante 1.

Aus fachlicher Sicht ist Variante 1 zu empfehlen

„Die Bewertung aus fachlicher Sicht ist, dass beide Zebrastreifen möglich wären“, erklärte Jan Kramer. In der Gesamtabwägung sei jedoch die Variante 1, „insbesondere aufgrund der Zielsetzung, besonders schutzbedürftigen Fußgängern (Kinder, ältere Menschen) eine „gesicherte“ Querung der Südstraße zu ermöglichen“, die zu empfehlende. Auch wenn die Variante 2 bei der Bündelungsfunktion Vorteile mit sich bringe, habe sie aufgrund der Verkehrssicherheit gegenüber Variante 1 Defizite.

Nach längerer Diskussion über verschiedene Alternativen und Möglichkeiten für Fußgänger und vor allem für die Schulkinder, die täglich den Bereich passieren, sprach sich das Gremium bei vier Gegenstimmen mehrheitlich für die Variante 1 aus. Sie soll als Planungsgrundlage für weitere Maßnahmen dienen.

Des Weiteren hat die Gemeinde den Auftrag erhalten, die vorhandene Situation im Bereich der Steinstraße, auch in Bezug auf mögliche Fahrradwege, nochmals zu überprüfen und den Mitgliedern des Gemeinderats aufzuzeigen, welche Varianten unter den genannten Aspekten möglich wären.

Auf einer rund 3,3 Hektar großen Fläche entsteht am Südrand Langenäcker das neue Korber Neubaugebiet. Wie bereits berichtet sollen dort etwa 140 Familien leben, die Gemeinde baut deshalb für rund 5,5 Millionen Euro ein großes Kinderhaus mit vier Gruppen – bereits im April wurde dafür der Spaten gesetzt.

Das Neubaugebiet nimmt Gestalt an, damit kommt auch unter anderem bei dem ein oder anderen die Frage nach der Verkehrssicherheit auf: Bereits vergangenes Jahr stellte die Fraktion

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