Korb

Nach Gleitschirm-Unfall: Korber Flieger erklärt, worauf es beim Paragliding ankommt

Gleitschirm
Archivfoto. © Benjamin Büttner

Ein 44-jähriger Gleitschirmflieger hat sich am Sonntagmittag (15.08.) gegen 12.45 Uhr nach seinem Flug am Kleinheppacher Kopf verletzt. Ein Korber Flieger, der die Szene beobachtet hat, berichtet, worauf man beim Paragliding achten muss.

Wie die Polizei und ein Augenzeuge berichten, erhielt der Gleitschirmflieger unerwartet Antrieb, obwohl er bereits zur Landung ansetzte. Daraufhin verfing sich der 44-Jährige mit seinem Gleitschirm in einer dortigen Straßenlaterne, stürzte aus einer Höhe von etwa zwei Metern auf den geteerten Weg und verletzte sich. Er wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Augenzeuge, ein Korber Flieger, beobachtet die Szene

Am Ort des Geschehens war auch Augenzeuge Morgan Giehring. Der 45-Jährige ist selber Paraglider, Mitglied und Schriftführer des Korber Gleitschirmvereins „Die Remstäler“. „Wenn so etwas passiert, ist es nicht schön“, sagt er am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion. „Aber es liegt nicht in der Sportart selber begründet.“

Bei dem 44-jährigen „Fliegerkollegen“ hat es sich ihm zufolge um einen Gastflieger gehandelt, der nicht Remstäler-Mitglied ist. Jeder, der einen Flugschein habe, dürfe grundsätzlich bei den Korbern fliegen, so Giehring. Nämlich „nach einer Einweisung, die sehr gewissenhaft gemacht wird“, versichert er. Bei der Einweisung gehe es unter anderem um „die Besonderheiten des Geländes, die nahe liegende Straße und die Bäume“.

„Man läuft 25 Minuten hoch und fliegt zwei Minuten runter“

Also: „Wenn man diese Einweisung erhalten hat, dann darf man da selbstständig fliegen – solange ein Vereinsmitglied da ist.“ Am Unfalltag – „ein vergleichsweise ruhiger Flugtag“ – seien drei Gleitschirmflieger am Kleinheppacher Kopf gewesen.

„Es gab nicht wirklich starke Thermik, deswegen waren die Flüge erwartbar kurz“, sagt Morgan Giehring, „sprich, man läuft 20 bis 25 Minuten hoch und fliegt zwei Minuten runter.“ Aus seiner Sicht sei es auch nicht schwierig zu fliegen gewesen. Auch der Start und der Flug des verunfallten Gleitschirmfliegers hätten für Morgan Giehring „vollkommen normal und gut“ ausgesehen. „Er hat eben bloß diesen Heber bekommen, kurz bevor er eigentlich schon am Aufsetzen war“, sagt er. Das könne durchaus passieren, wichtig sei dabei, professionell zu reagieren. „Wenn man routiniert ist, weiß man, was da zu tun ist“, sagt Morgan Giehring.

Übung und Erfahrung spielen beim Paragliding eine wichtige Rolle

Ist Gleitschirmfliegen denn eine gefährliche Sportart? „Paragliding ist ein Sport, der dadurch sicher wird, dass man ihn oft praktiziert“, findet Morgan Giehring. „Das ist die Übung, die Erfahrung.“ Dabei spielt es aus seiner Sicht eine wichtige Rolle, auf die Windverhältnisse zu achten und die Situation einzuschätzen. Sowie für sich selbst die Frage zu beantworten, ob man den Flug starten möchte oder nicht. „Es ist sehr wichtig“, betont Giehring, „wenn man diese Entscheidung falsch trifft, dann ist man schnell in der Situation, wo man sich selber überschätzt.“

Ein 44-jähriger Gleitschirmflieger hat sich am Sonntagmittag (15.08.) gegen 12.45 Uhr nach seinem Flug am Kleinheppacher Kopf verletzt. Ein Korber Flieger, der die Szene beobachtet hat, berichtet, worauf man beim Paragliding achten muss.

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Wie die Polizei und ein Augenzeuge berichten, erhielt der Gleitschirmflieger unerwartet Antrieb, obwohl er bereits zur Landung ansetzte. Daraufhin verfing sich der 44-Jährige mit seinem Gleitschirm in einer dortigen Straßenlaterne, stürzte

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