Korb

Neues türkisches Restaurant "Lezzet Sofrasi" in Korb: Spezialität sind Gerichte vom Holzkohlegrill

Türkisches Restaurant Lezzet Sofrasi in Korb
Müzeyyen (rechts) und Ilhan Sinegu mit ihrer einjährigen Tochter in ihrem Restaurant „Lezzet Sofrasi“. © Benjamin Büttner

Früher war es der Schwäbische Hof, dann das balkanische Restaurant Troja. Zuletzt standen die Räume in der Dieselstraße in Korb leer. Nun hat Ilhan Sinegu dem Gebäude neues Leben eingehaucht und das erste türkische Restaurant „Lezzet Sofrasi“ (frei übersetzt ‘Tafel des Genusses’) in Korb eröffnet. Für den 33-jährigen Wirt geht damit ein großer Traum in Erfüllung. „Es war schon immer mein Wunsch, ein Restaurant zu eröffnen“, sagt der zweifache Familienvater.

Faible für eine gute Küche

Obwohl Ilhan Sinegu kein gelernter Koch ist, hat er ein Faible für eine gute Küche. Möglicherweise hängt es mit seinem Geburtsort Mardin-Nusaybin zusammen, der in Südost-Anatolien liegt: Denn die Stadt gilt neben Gaziantep, Urfa und Adana als Hochburg türkischer Grillgerichte.

Im „Konak“ in Kernen-Rommelshausen gearbeitet

„Sowohl zu Hause als auch auf der Arbeit kocht er sehr gerne“, sagt Müzeyyen Sinegu über ihren Ehemann. Das feurig gewürzte Fleisch wird also nicht nur den Gästen in der Gaststätte serviert, sondern werde auch sehr gerne daheim verzehrt. Erfahrungen in der Küche sammelte der 33-Jährige bereits in einigen Lokalitäten im Kreis, unter anderem in dem türkischen Restaurant „Konak“ in Kernen-Rommelshausen.

Familie Sinegu blickt positiv in die Zukunft

Auch wenn insbesondere die Gastronomie während der Corona-Pandemie stark unter den Maßnahmen gelitten hat, bleibt die Familie Sinegu zuversichtlich mit Blick in die Zukunft. „Sorgen hat man immer und überall“, sagt Müzeyyen Sinegu. Dennoch: „Wir denken, dass es gut laufen wird, und bleiben positiv“, sagt die gelernte Zahnarzthelferin über die Restauranteröffnung.

Die zweifache Mutter befindet sich derzeit in Elternzeit und steht ihrem Ehemann hauptsächlich bei behördlichem Papierkram und der Dekoration des Restaurants unterstützend zur Seite. Im alltäglichen Betrieb wird Ilhan Sinegu von Sedat Kavak unterstützt. Während der Inhaber in der Küche die Speisen zubereitet, bedient sein Mitarbeiter die Gäste und nimmt ihre Bestellungen auf.

Gerichte vom Holzkohlegrill sind Spezialität des Hauses

Die Spezialität des Hauses seien die Gerichte vom Holzkohlegrill, lobt der Wirt. Gegrillter Lamm-, Hähnchen- oder Kalbsspieß. Nicht nur Fleisch-Liebhaber kommen etwa mit „Adana Kebab“ – am Spieß gegrillten Hackfleischscheiben auf Fladenbrot, garniert mit Reis – auf ihre Kosten.

Auch vegetarische Gerichte sind in der Speisekarte vom „Lezzet Sofrasi“ aufgeführt, etwa mit Käse überbackenes Gemüse im Römertopf oder vegetarisch gefüllte Teigtaschen.

Als kalte Vorspeisen (türkisch Meze) bietet Ilhan Sinegu seinen Gästen sowohl „Antep Ezme“, eine scharfe Tomaten-Gewürzpaste, oder „Haydari“, mit Knoblauch und Pfefferminze verfeinerten Joghurt, an.

Neben der Frische der verwendeten Zutaten setzt Ilhan Sinegu beim Fleisch noch auf ein weiteres wichtiges Kriterium: Das Fleisch müsse „halal“ sein, das heißt, nach islamischem Ritus geschlachtet worden sein. Das arabische Wort bedeutet so viel wie „erlaubt“.

Kein Alkohol im Restaurant

„Es gibt viele muslimische Familien, die sehr großen Wert darauf legen“, sagt Ilhan Sinegu. Deshalb habe er sich dazu entschieden, im Restaurant keinen Alkohol auszuschenken. Eine Ausnahme könnte es bei Feierlichkeiten geben. Wenn beispielsweise jemand die Räume in der Dieselstraße für ein bestimmtes Fest mieten will, könne eine Genehmigung beim Rathaus eingeholt werden. Die Lokalität biete – je nach Bestuhlung –Platz für etwa 80 bis 130 Personen, so der Inhaber.

Zwar hat die Familie Sinegu keine alkoholischen Getränke im Angebot, dafür aber Softgetränke und das auf Joghurt-Basis mit Wasser und Salz angemischte Erfrischungsgetränk Ayran, welches vereinzelt mit Zitronenmelisse oder Minze aromatisiert wird.

Montags ist Ruhetag

Geöffnet hat „Lezzet Sofrasi“ dienstags bis donnerstags sowie sonntags jeweils von 12 bis 22 Uhr. Freitags und samstags öffnet die Gaststätte von 12 bis 23 Uhr. Die Speisen werden auch außer Haus angeboten. Wer etwas abholen oder liefern lassen möchte, kann dies per Telefon unter 01 59/06 84 69 48 tun. Darüber hinaus bietet Ilhan Sinegu auch einen Cateringservice an. Weitere Infos gibt es auf der Fotoplattform Instagram unter „lezzet_sofrasikorb“.

Früher war es der Schwäbische Hof, dann das balkanische Restaurant Troja. Zuletzt standen die Räume in der Dieselstraße in Korb leer. Nun hat Ilhan Sinegu dem Gebäude neues Leben eingehaucht und das erste türkische Restaurant „Lezzet Sofrasi“ (frei übersetzt ‘Tafel des Genusses’) in Korb eröffnet. Für den 33-jährigen Wirt geht damit ein großer Traum in Erfüllung. „Es war schon immer mein Wunsch, ein Restaurant zu eröffnen“, sagt der zweifache Familienvater.

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