Korb

Pandemie, Brand, Baustelle: Wie lief der Start für Rebblick-Pächter Jochen Gromann?

Rebblick
Pächter Jochen Gromann im neu gestalteten Rittersaal, der nun „Greiner“ heißt. © Gabriel Habermann

Im März dieses Jahres stellte die Gemeinde Korb die neuen Pächter des Restaurants Rebblick vor: Nadine und Jochen Gromann aus Korb. Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt der 44-jährige Koch, wie sein Start auf der Noch-Baustelle war, wieso der ehemalige Rittersaal nun „Greiner“ heißt und wann Gäste im umgebauten Rebblick empfangen werden können.

195 Schüler der Gemeinschaftsschule essen in Rebblick-Mensa

Im September hat Jochen Gromann als neuer Pächter seine Arbeit aufgenommen und bekocht seither jeden Montag, Dienstag und Donnerstag die Schüler der angrenzenden Gemeinschaftsschule. 195 Schüler genießen ihm zufolge in der Mittagszeit die Speisen des Rebblicks. „Auch ein großer Teil der Lehrerschaft kommt zum Essen zu uns“, sagt Gromann. Er freut sich auf den Zuspruch und das positive Feedback, das ihn und sein Team in Form von E-Mails, handgeschriebenen Briefen, aber auch Whatsapp-Nachrichten erreicht.

Apropos Team: Seit Oktober sind der Koch Marco Schlegel und die Restaurantleiterin Silke Brandt mit im Boot. „Es war ein super Glücksgriff“, freut sich Gromann. Heutzutage sei es schwierig, qualifiziertes Personal in der Gastronomie zu finden.

Küche musste nicht renoviert werden

Weil sich die Küche des Rebblicks in einem guten Zustand befindet und deshalb im Zuge der Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen nicht renoviert werden musste, konnte der dreifache Familienvater im September mit der Bewirtung in der Mensa und im Ritterkeller sowie seinem Cateringservice loslegen.

Der restliche Bereich der Gaststätte wird für fast eine halbe Million Euro modernisiert und umgebaut. Das Architekturbüro des Ratsmitglieds Eberhard Negele erarbeitete ein Planungskonzept samt Umbauplänen, das vom Gemeinderat abgesegnet wurde. Ziel ist, den traditionellen Charakter der Gaststätte beizubehalten und das Rebblick „luftiger“ und „einladender“ zu gestalten.

Ehemaliger Rittersaal heißt nun Greiner

Erneuert werden unter anderem die Elektrik, Fassade, Eingangstür, Boden- und Wandbeläge sowie Möbel. Die Arbeiten laufen bereits auf Hochtouren, es wird gehämmert und gebohrt. Derzeit werden die Heizungselemente verlegt. Ruhig ist es stattdessen im ehemaligen Rittersaal, den die Familie Gromann neu gestaltet und nach der Weinlage „Greiner“ in Kleinheppach benannt hat. Er ist nun modern, wirkt heller und rustikal, erklärt der Pächter. Dafür sorgen unter anderem ein neues Beleuchtungskonzept, neue Sitzpolster sowie die geschliffenen Tische und Stühle. In diesem Raum werden seit zwei Monaten für geschlossene Gruppen Geburtstage, Hochzeiten oder Firmenevents gefeiert. Sehr beliebt sei „Greiner“ bereits bei Stammtischen.

Alle Räume erhalten neue Namen

Wenn die Bauarbeiten im Rebblick abgeschlossen werden, sollen auch die restlichen Räume neue Namen erhalten: Beispielsweise soll das Nebenzimmer „Steingrüble“ heißen, der Bereich an den neuen Panoramafenstern wird zum „Immenreich“, die Weinlounge heißt künftig „Beste Lage“ und die Terrasse „Sommerhalde“. Ein Hingucker wird aus der Sicht des Pächters der begehbare, vollverglaste Weinklimaraum, der von fast allen Plätzen aus zu sehen sein soll.

Auch wenn der Brand auf dem Dach des Hallenbads, die Corona-Pandemie und die Baustelle den Start etwas erschwert haben, schätzt sich Gromann glücklich. Er findet, dass er „an der richtigen Stelle zur richtigen Zeit“ seine Arbeit aufgenommen hat. Von der Bewerbungsphase an habe die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem Architekturbüro „super geklappt“. Der Zuspruch der Gäste und der Rückhalt durch die Gemeinde erleichtern ihm, die Aufgaben in der angespannten Situation zu überwältigen. „Wir sind mega happy“, sagt Gromann, „wir sind von den Korbern sehr gut angenommen worden.“

Auch über die Grenzen des Weinorts hinaus sei das Rebblick bekannt. „Auch das Umland findet unseren Cateringservice ‘Rebblick #on the move’ toll“, sagt der 44-Jährige, der sich gerne als Genussbotschafter bezeichnet. Für den Koch, der seit 22 Jahren in diesem Bereich tätig ist und einen Streifzug durch die unterschiedlichsten Gastronomien gemacht hat, spielt die Art und Weise, wie das Essen zubereitet und serviert wird, eine große Rolle. Seine Küche, die er als „saisonal, regional, weltoffen und kreativ“ bezeichnet, soll den Gästen in Erinnerung bleiben. Wann das Rebblick fertig ist, steht derzeit noch nicht fest. Jochen Gromann ist zuversichtlich und hofft, dass der anvisierten Termin Februar 2022 realisiert werden kann.

Im März dieses Jahres stellte die Gemeinde Korb die neuen Pächter des Restaurants Rebblick vor: Nadine und Jochen Gromann aus Korb. Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt der 44-jährige Koch, wie sein Start auf der Noch-Baustelle war, wieso der ehemalige Rittersaal nun „Greiner“ heißt und wann Gäste im umgebauten Rebblick empfangen werden können.

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195 Schüler der Gemeinschaftsschule essen in Rebblick-Mensa

Im September hat Jochen Gromann als neuer Pächter seine

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