Korb

Restaurant Rebblick in Korb: Wie geht’s weiter?

Rebblick Schild
Hinter wucherndem Grün versteckt liegt die Terrasse der Korber Gaststätte Rebblick. © Lynn Bareth

Stolze 40 Jahre lang hat Arno Doll als Betreiber des Restaurants Rebblick seine Gäste mit hausgemachten Speisen bekocht. Von seiner traditionellen Kochkunst haben im Besonderen auch die Schüler und Lehrer der Korber Gemeinschaftsschule am Standort Brucknerstraße profitiert, für die Arno Doll mehrmals die Woche das Mensa-Essen zubereitet hat. „Doll’s hochwertiges, frisches Essen war für unsere Schule ein echtes Qualitätsmerkmal“, sagt Jochen Binder, Rektor der Gemeinschaftsschule. Jetzt hört Arno Doll endgültig auf – warum, das möchte er nicht sagen.

Ehemaliger Inhaber löste das gesamte Inventar auf

„Wegen Geschäftsaufgabe verkaufen wir unser Inventar von A wie Aschenbecher bis Z wie Zuckerstreuer“, steht in der Anzeige, die der ehemalige Betreiber des Rebblicks erst vergangene Woche im Korber Gemeindeblatt geschaltet hatte. Von Freitag, 12. Juni, bis Mittwoch, 17. Juni, wechselten demnach Bistrotische, Brotkörbe, Dekomaterial, Efeubögen, Geschirr, Gläser, Kerzenständer, Kübelpflanzen, Landhaustische, Salz- und Pfeffermühlen, Schränke, Terrassenmöbel, Tischdecken, Tischleuchten, Übertöpfe, Vasen und Windlichter den Besitzer: Kurzum, das Rebblick sollte gründlich leergeräumt werden. Dabei soll Arno Dolls Geschäftsaufgabe für die Korber Traditionsgaststätte eigentlich keineswegs das Ende bedeuten: Laut der Gemeinde Korb steht der neue Pächter nämlich schon in den Startlöchern.

Gemeinde Korb: Verhandlungen mit neuem Pächter laufen

„Auf der Grundlage der nach der Ausschreibung eingegangenen Bewerbungen hat sich der Gemeinderat für einen Pächter entschieden“, teilte Kämmerer Stefan Obenland auf Anfrage unserer Zeitung mit. Derzeit liefen die Vertragsgespräche mit dem neuen Pächter, aufgrund der unklaren Situation wegen der Corona-Pandemie könne momentan leider noch kein Termin für die Wiedereröffnung der Gaststätte genannt werden. „Der neue Pächter kann leider erst nach Abschluss des Pachtvertrages öffentlich bekanntgegeben werden“, sagt Stefan Obenland. Doch wieso ist der Pächterwechsel überhaupt notwendig geworden? Als vergangenen Januar zum ersten Mal bekannt geworden war, dass Arno Doll das Rebblick abgeben würde, sagte der Koch, dass es noch zu früh sei, um über die Gründe für seine Entscheidung zu reden. Doch selbst jetzt, kurz vor der Übergabe an den neuen Pächter, möchte er sich der Zeitung gegenüber nicht zu dem Thema äußern.

Auch über den öffentlichen Räumungsverkauf möchte er nicht sprechen und uns auch ausdrücklich nicht dabeihaben. Es kann bis jetzt nur spekuliert werden, wieso der ehemalige Inhaber das gesamte Inventar samt Tischen, Stühlen und Kübelpflanzen privat verkauft, statt es an seinen Nachfolger weiterzugeben. Hat das womöglich mit etwaigen Renovierungsplänen für die Räumlichkeiten des Rebblicks zu tun, von denen bereits im Januar im Korber Gemeinderat die Rede war? Es bleibt wohl noch eine Weile spannend. Gemeinschaftsschulrektor Jochen Binder weiß vermutlich ein paar Einzelheiten mehr zum Pächterwechsel: „Wir sind deswegen in ständigem Kontakt mit der Gemeinde.“ Aber er darf natürlich auch noch nichts sagen. Für seine Schule hängt viel davon ab, wer der neue Koch im Rebblick wird. Immerhin hat der Standort Brucknerstraße keine eigene Mensa: Die Versorgung der Schüler in der Remstalhalle durch die benachbarte Gaststätte sei von vornherein eine ideale Lösung gewesen.

Gemeinschaftsschule Korb stellt sich auf den Regelbetrieb ein

„Es gab wirklich kaum Kritik an unserem Schulessen“, sagt der Schulleiter. Sowohl Lehrer als auch Schüler wären jedes Mal sehr gerne zum Mittagessen rüber in die Remstalhalle gegangen: „Wenn Lehrer und Schüler so zusammen essen, ist das auch für die Schulgemeinschaft etwas Tolles.“ Im Moment ist der Unterrichtsbetrieb durch Corona noch so zurückgefahren, dass keine Mensa gebraucht wird. „Für Herrn Doll war das sicherlich fast eine Erleichterung. Er hatte uns angeboten, uns noch bis zu den Sommerferien zu bekochen. Doch so kann er jetzt ganz in Ruhe die Übergabe vorbereiten“, sagt Jochen Binder. Er hofft, dass bis nach den Sommerferien, wenn der reguläre Schulbetrieb wieder anlaufen soll, der neue Pächter eingezogen ist und auch der Mensa-Betrieb wieder wie gewohnt stattfindet.

„Wir genießen es, dass das Essen vor Ort gekocht wird und wir wünschen uns, dass der neue Pächter das so fortführt.“ Falls Arno Dolls Nachfolger die Mensa nicht sofort übernehmen könne, sei man auch darauf vorbereitet: „Da gibt es schon mehrere Ideen, wie wir das dann machen“, beruhigt der Rektor.

Stolze 40 Jahre lang hat Arno Doll als Betreiber des Restaurants Rebblick seine Gäste mit hausgemachten Speisen bekocht. Von seiner traditionellen Kochkunst haben im Besonderen auch die Schüler und Lehrer der Korber Gemeinschaftsschule am Standort Brucknerstraße profitiert, für die Arno Doll mehrmals die Woche das Mensa-Essen zubereitet hat. „Doll’s hochwertiges, frisches Essen war für unsere Schule ein echtes Qualitätsmerkmal“, sagt Jochen Binder, Rektor der Gemeinschaftsschule. Jetzt hört

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