Korb

Süßes Dankeschön an alle, die „in vorderster Linie“ gegen Corona kämpfen

Pflegestift
Bürgermeister Jochen Müller verteilt süße Grüße mit Korber Motiven an die Mitarbeiterinnen der Sozialstation. © Alexandra Palmizi

„Besonnenheit“, diese Wort gefällt Pfarrer Dieter Koch besonders gut. Nicht zuletzt, weil in diesem Wort auch die „Sonne“ steckt, die Zuversicht ausstrahlt. Besonnenheit hätten die Pflegekräfte in Korb in den vergangenen Wochen gezeigt und Besonnenheit wünschte Pfarrer Koch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch für die kommenden Wochen. Denn, das schwang bei allem mit, was über die zurückliegenden Monate gesagt wurde: Dass Koch und Bürgermeister Jochen Müller jetzt vorbeigekommen sind, um „Worte tief empfundenen Danks“ an die Pflegekräfte zu übermitteln, heißt das noch lange nicht, dass das Coronavirus besiegt ist. „Niemand weiß, wie lange es noch dauern wird“, sagte Koch. Dass bei den Besuchen in der Sozialstation und im Alexanderstift alle eine Maske trugen, obwohl sie vor den Einrichtungen im Freien stattfanden, unterstrich diese Haltung noch.

Aus der „Herzensüberzeugung“, Menschen nicht im Stich zu lassen, handelten die 50 Männer und Frauen der Sozialstation und die 37 Altenpflegerinnen und -pflegern im Korber Alexanderstift, so Pfarrer Koch. Er wurde in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des Vereins für Pflegedienste Korb von seinem Stellvertreter, Pfarrer Gerhard Idler, begleitet.

„Als unersetzlich wahrgenommen“

„Sie waren im Gegensatz zu uns direkt im Kontakt mit Patienten und dadurch deutlich stärker gefährdet als andere“, so Koch zu den Pflegekräften. Für den „absoluten Einsatz für die Schwachen, Kranken und Alten“ auch zur Hochphase der Corona-Krise gebühre ihnen die allergrößte Wertschätzung. Die strengen Regeln, die in Deutschland vom Staat ausgegangen seien, hätten entscheidend dazu beigetragen, dass die erste Corona-Welle überstanden sei. „Das System funktioniert aber nur, durch Ihren Einsatz, sich zu stellen und an vorderster Linie zu sein. Sie werden als unersetzlich wahrgenommen und künftig hoffentlich mehr Wertschätzung für Ihren Beruf erfahren“, so Dieter Koch.

Alexanderstift
Wünscht den Pflegern des Alexanderstifts in Korb „Besonnenheit“: Pfarrer Dieter Koch (rechts). © Striebich

Bürgermeister Jochen Müller, der, unterstützt von Hauptamtsleiterin Adalina Agejew, zwei große Kisten voller Schokolade mit Korb-Motiven („Süße Grüße aus Korb“) mitgebracht hatte, um sie an die Pflegekräfte zu verteilen, lobte neben den hauptberuflichen Pflegern auch die Bereitschaft der Korber, in der Krise mitanuzpacken. Die Korber Hilfshotline, die in der Sozialstation verortet war, habe „mehr Helfer als Hilfsbedürftige“ hervorgebracht.

"Die Pflege ist nicht über Nacht systemrelevant geworden"

Die Mitarbeiter im Pflegedienst und beim Seniorenheim freuten sich eindeutig über die Wertschätzung (und die Schokolade). Alexanderstift-Geschäftsführerin Gaby Schröder sagte aber auch klar und deutlich: „Die Pflege ist nicht über Nacht systemrelevant geworden. Das ist sie schon seit vielen Jahren.“

Gaby Schröders Signal: Die Wertschätzung, die Pfleger derzeit erfahren, muss auch über die Krise hinaus anhalten.

In einer funktionierenden Gesellschaft ist es wichtig, besonnende Menschen in wichtigen Berufen zu wissen, um auf Dieter Kochs Lieblingswort zurückzukommen, Besonnenheit. Denn, sagt der Pfarrer: „Wenn die Sonne in unser Herz scheint, kann es auch strahlen.“