Korb

Staubiger Teufelsritt beim Downhill-Rennen

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Staubiger Teufelsritt: Das Downhill-Rennen des SC Korb 2016 © Büttner / ZVW
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Staubiger Teufelsritt: Das Downhill-Rennen des SC Korb © Büttner / ZVW
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Staubiger Teufelsritt: Das Downhill-Rennen des SC Korb © Büttner / ZVW
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Staubiger Teufelsritt: Das Downhill-Rennen des SC Korb © Büttner / ZVW
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Staubiger Teufelsritt: Das Downhill-Rennen des SC Korb © Büttner / ZVW

Korb.
„Hopphopphopp“, säumten zahlreiche Zuschauer gestern die Strecke, als sich 80 Hobby- und Lizenzfahrer beim Downhill-Rennen des SC Korb einen staubigen Teufelsritt vom Hanweiler Sattel gaben. Sie schanzten in Sekundenschnelle über Stock und Stein den Wald herunter. Eine Steilkurve über Wurzelwerk und ein zwölf Meter weiter Sprung hatten es in sich.

Video: Das Downhill-Rennen aus Sicht der Fahrer.

„Schneller, höher, weiter“ lautete die Devise unter denjenigen, die das Freeriding-Fieber gepackt hat. Im Training am Samstag kam den Fahrern die Rennstrecke noch zu staubig vor, was sich nur geringfügig änderte, als es am Sonntag anfing zu regnen. Der SC Korb verzeichnete dieses Jahr sehr viele erwachsene Hobbyfahrer, die ohne Renndruck antraten. Härter waren dann schon die beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR) gemeldeten Lizenzfahrer drauf. Sie heizten den Wald herunter, als hätten sie in ihrem Leben noch nie etwas anderes gemacht.

„Das Gefühl ist der Hammer“, beschrieb beispielsweise der 18-jährige Hobbyfahrer Tom Schäfer aus Affalterbach, was er auf der Rennstrecke empfand. Er war einer von vielen, der in der engen Steilkurve hängenblieben, legte aber trotzdem eine Zeit von einer Minute und 22 Sekunden hin. Mit Tröten, Fanfaren und Megafonen feuerten Schaulustige den 24-jährigen Timo Rosner aus Göppingen an, der in seiner Altersklasse noch schneller war. Er fand die Sprünge am schwierigsten.

„Ich hab’ grade gedacht, mir zieht’s beide Räder weg“, kam der 20-jährige Göppinger Matthias Hänel angeschanzt und erntete von seinem Mitstreiter Tim sogleich den Kommentar: „Krasse Nummer“. Für den 17-jährigen Lucas Neumann aus Reutlingen war die Strecke am Hanweiler Sattel „Hardcore“, denn er hatte sich im Training den Fußknöchel angebrochen. Doch auch bei ihm siegte am Ende „das Adrenalin“.

Einen Helm, einen Rückenprotektor, einen Brustpanzer, Handschuhe und Knieschoner brauchen Freerider, wenn sie das spektakuläre Downhill-Rennen fahren wollen. Klickschuhe kann anziehen, wer möchte, und bei den Trikots gibt es auch keine besonderen Vorschriften. Rennleiter Matthias Bayer, der am Ziel die Ergebnisse erfasste, wurde immer wieder gefragt, wo die Ergebnislisten hängen, damit die Zuschauer, die bis aus Österreich angereist waren, verfolgen konnten, wo sich ihr Favorit gerade bewegt. Unter den Fans waren auch etliche ältere Semester, die sich einfach nur wohlfühlten unter „aufgeschlossenen, unkomplizierten jungen Leuten“. Es herrschte beste Stimmung im Wald beim Downhill-Rennen des SC Korb, wo spaßige Kommentare und lautes Brüllen ausnahmsweise einmal erlaubt waren. Einen Shuttle, wie beim Training, gab es beim Rennen selber dann nicht mehr. Jeder Fahrer musste sein Bike zu Fuß aus dem Wald schieben, und wenn er noch so außer Atem war. Am Wanderplatz gab es dann einen Lichtblick mit einem Verpflegungsstand.
 

Der Kontakt für Leute, die Interesse am Freeriding mit dem Mountainbike haben: mcsonnenschein@web.de.

So sichert der SC Korb  die Strecke
Seit etwa acht Jahren erweist sich der SC Korb als beliebter Ausrichter des Downhill-Rennens. Dieses Jahr kamen zum Training am Samstag und zum Rennen am Sonntag 80 Starter, darunter zwei Frauen, im Alter von 14 bis 40 Jahren. Am Hanweiler Sattel befindet sich die permanente Vereinsstrecke der Radsportabteilung des SC Korb mit momentan 63 Mitgliedern.
Beim Downhill-Rennen waren am Sonntag rund 15 Helfer im Einsatz. Die Zeiten wurden mit Lichtschranken an Start und Ziel der fast einen Kilometer langen Strecke auf 120 Höhenmetern gestoppt. Zur Vorsicht waren Sturzzonen eingerichtet, beispielsweise an Baumstämme gebundene Strohballen.
Nach Informationen des Rennleiters, Matthias Bayer, hat der SC Korb die Strecke für die Hobby- und Lizenzfahrer so sicher wie möglich gemacht. Ungefähr in der Mitte standen zwei Sanitäter parat, die für das Rennen vorgeschrieben sind. Pannenhelfer gab es keine. Wer beim Downhill-Rennen einen Platten hatte, musste selber ran.