Korb

Vertrag besiegelt: Fotovoltaik-Anlage kommt aufs Schuldach der GMS Korb

Photovoltaikanlage Urbanschule
Bei der Vertragsunterzeichnung: (v. l.) Dieter Lindenmaier von der „BürgerEnergie“, Kämmerer Stefan Obenland, Bauamtsleiter Dietmar Kümmerlen und Bürgermeister Jochen Müller. © Gabriel Habermann

Mit einer Fotovoltaik-Anlage soll auf dem Dach des Altbaus der Gemeinschaftsschule Korb (Standort Urbanstraße) künftig Strom erzeugt werden. Die Anlage am Schulstandort Urbanstraße wird von der „BürgerEnergie Schwaikheim“ installiert und 29 Jahre lang betrieben. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig beschlossen. Peter Lindenmaier von der Schwaikheimer Bürgerenergiegenossenschaft und Korber Bürgermeister Jochen Müller haben den Überlassungsvertrag unterzeichnet.

Seit 2019 prüft die Gemeinde, auf welchen kommunalen Dächern eine Fotovoltaik-Anlage installiert werden kann

Bereits im Jahr 2019 hatte die Gemeinde – auf Antrag der Grünen-Fraktion – den Beschluss gefasst, zu prüfen, auf welchen kommunalen Dächern eine Fotovoltaik-Anlage installiert werden kann. Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt, geeignete Partner für dieses Vorhaben zu suchen – was nun geschehen ist.

Kämmerer Stefan Obenland begrüßte die Zusammenarbeit mit der Bürgerenergiegenossenschaft, die nicht profitorientiert ist. Jeder könne dort Genosse werden und sich engagieren, sagte Obenland. Dem Kämmerer zufolge entstehen der Gemeinde Korb bei dieser Zusammenarbeit keine Kosten. Nach Ende der Vertragslaufzeit ist die Anlage – auf Kosten des Betreibers – abzubauen. Der Betreiber haftet für die komplette Anlage und trägt mögliche Schäden.

Eine Ausnahme gibt es dabei allerdings, so Obenland: „Ein Punkt, der nicht komplett beim Betreiber ist, ist, wenn das Dach innerhalb dieser 30 Jahre saniert werden müsste.“ In so einem Fall seien die Kosten für den Ab- und Wiederaufbau der Fotovoltaikanlage hälftig von beiden Seiten zu tragen. Doch er zeigte sich zuversichtlich: „Wir gehen davon aus - da das Dach jetzt neu gemacht wurde und da es sich um ein Satteldach und nicht um ein Flachdach handelt -, dass wir hier keine Sanierungsmaßnahmen in dieser Zeit haben werden.“

Strom drei Prozent günstiger

Die Anlage bringe für die Gemeindekasse auch Vorteile mit sich. „Die Gemeinde partizipiert an dieser Maßnahme über die Strompreise“, sagte Stefan Obenland. „Wir bezahlen an den Betreiber einen drei Prozent günstigeren Strompreis als bislang.“ Der Strom könne, sofern er nicht genutzt wird, ins Netz eingespeist werden.

Sowohl die "BürgerEnergie" als auch die Gemeinde Korb dürfen mit dieser Anlage werben. Das heißt, falls es gewünscht ist, könnte eine Anzeigetafel erstellt werden, auf der angezeigt wird, wie viel Strom gerade produziert wird. Die Kosten hierfür würden hälftig getragen.

Martin Schwegler (CDU) begrüßte dieses Vorhaben. „Das ist toll, dass sich da Bürger engagieren und die Energiewende dadurch unterstützen“, sagte er. Ebenfalls gut finde er, dass Schwaikheimer und Korber Mitglied bei der Genossenschaft seien, „und dadurch auch ihre Energie und Ideen einbringen“.

Anlage mit der E-Mobilität verbinden

Schwegler fragte, ob die Möglichkeit bestehe, die Anlage mit der E-Mobilität zu verbinden, indem Ladesäulen in der Nähe aufgestellt werden, die von Eltern oder Lehrern zum Aufladen von Elektrofahrzeugen genutzt werden könnten. „Es ist ein großes und wichtiges Thema, wir haben in Korb nicht üppig Ladesäulen.“

Kämmerer Obenland sagte, er werde Martin Schweglers Anregung an die Bürgerenergiegenossenschaft weitergeben. In Korb gebe es bislang zwei Ladesäulen für Elektroautos, in der Langenäcker und in der Winnender Straße, sagte der Kämmerer.

Auch Nicola De Vitis (Korber Freie Bürger) begrüßte die Installation der Fotovoltaik-Anlage. Er wollte wissen, ob die Gemeinde im Rahmen des „European Energy Award“, einem europäischen Zertifikat für die Nachhaltigkeit von kommunaler Energieerzeugung, auch Punkte erhalte. Die Frage konnte in der Sitzung nicht beantwortet werden. Darüber hinaus wollte De Vitis wissen, ob der Betreiber eine Betriebshaftpflicht abschließen müsse, was der Kämmerer bejahte. Er sagte: „Für alles ist die Bürgerenergiegenossenschaft verantwortlich.“

Mit einer Fotovoltaik-Anlage soll auf dem Dach des Altbaus der Gemeinschaftsschule Korb (Standort Urbanstraße) künftig Strom erzeugt werden. Die Anlage am Schulstandort Urbanstraße wird von der „BürgerEnergie Schwaikheim“ installiert und 29 Jahre lang betrieben. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig beschlossen. Peter Lindenmaier von der Schwaikheimer Bürgerenergiegenossenschaft und Korber Bürgermeister Jochen Müller haben den Überlassungsvertrag

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