Korb

Wo ist der versprochene Gehweg?

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Vor Hausnummer 32 endet der Gehweg in der Heppacher Straße. © Striebich / ZVW

Korb. Die Diskussion um die gefährliche Kurve am Löweneck beim Seeplatz ist noch nicht beendet, da machen Korber Gemeinderäte bereits auf die nächste Problemstelle aufmerksam. Auch diese liegt in der Heppacher Straße, rund 200 Meter weiter Richtung Kleinheppach. Hier gibt es keinen Gehweg, außerdem versperren ein Schild und eine Müllbox aus Beton die Sicht – das war vor Jahren anders vereinbart worden, wie CDU-Mann Gerhard Liebhard und andere Gemeinderäte monieren.

Auf der Südseite der Straße sind seit 2014 vier neue Wohngebäude entstanden. Sein Einvernehmen für das Bauprojekt erteilte der Gemeinderat im Februar 2014. Erst einmal musste ein bestehendes Gebäude abgerissen werden. In der entsprechenden Vorlage hieß es damals: „Das Bestandsgebäude steht ohne vorgelagerten Gehweg mit der nordöstlichen Gebäudeecke in einem geringen Abstand von nur circa einem Meter direkt zur Heppacher Straße. Die Planung der Reihenhausgruppe sieht einen Mindestabstand von 3,50 Meter zur Fahrbahnkante vor.

Dadurch werden die Sichtverhältnisse im Kurvenbereich der Heppacher Straße deutlich verbessert.“ Und: „Mit dem Bauherrn wurde vorab bereits besprochen, dass die Gemeinde entlang der straßenseitigen Grundstücksgrenze Fläche für einen circa 1,30 Meter breiten Gehweg erwerben kann. Dadurch wird ermöglicht, den auf der Südseite der Heppacher Straße nur teilweise vorhandenen Gehweg im Bereich der vier Reihenhäuser zu erweitern. In der Planung der Reihenhausgruppe wurde dieser künftige Gehweg bereits berücksichtigt.“

Nur: Der Gehweg in Richtung Ortsmitte endet an einer Betonbox, die wohl als verschließbarer Müllbehälter dient, auf Höhe der neuen Hausnummer 32. Diese Box behindert außerdem die Sicht für Autofahrer in Richtung Kleinheppach. Die Reihenhäuser stehen zwar weiter weg von der Straße als bisher, von einem 1,30 Meter breiten Gehweg ist aber nichts zu sehen. Stattdessen erstrecken sich die gepflasterten Stellplätze und Garageneinfahrten, teilweise unterbrochen von Beeten und kleinen Mäuerchen, bis vor an die Straße. Wer zu Fuß in Richtung Seeplatz unterwegs ist, muss die Straßenseite wechseln.

Bürgermeister Jochen Müller kündigte vor einigen Wochen im Korber Gemeinderat Gespräche an: „So kann das meines Erachtens nicht bleiben.“