Leutenbach

Benjamin Layer, der Einfädler fürs Ehrenamt oder wie ein Stück Alltag ins Haus Elim zurückkehrt

Layer
Lisa Ros (Leiterin Personalmanagement), Benjamin Layer (Stabstelle Ehrenamt, Sprache und Kultur) und Geschäftsführerin Yvette Umbach (von links) vor dem Haus Elim in Leutenbach. © Büttner

Es ist noch gar nicht allzu lange her, da waren externe Besuche in Einrichtungen wie dem Haus Elim aufgrund der Pandemie tabu. Durch Impfungen und Schnelltests hat sich die Situation mittlerweile entspannt. Trotzdem sagt Geschäftsführerin Yvette Umbach: „In unseren Einrichtungen gilt nach wie vor ein hohes Sicherheitskonzept.“ So werde zum Beispiel auch das geimpfte Personal noch einmal in der Woche getestet. „Es war aber auch nicht so, dass ein Jahr gar nichts lief. Es war nicht alles heruntergefahren“, betont Umbach.

Trotzdem ist sie froh, dass jetzt wieder mehr möglich ist. Vor allem, dass auch wieder vermehrt Externe in die Einrichtungen kommen dürfen. Umbach weiß: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Unterstützer sind ganz wichtig.

Ob einmal im Jahr oder wöchentlich kann jeder Unterstützer selbst entscheiden

Und genau deshalb gibt es im Haus Elim die Stabstelle Ehrenamt, zuständig für alle neun Häuser. Seit April ist diese neu besetzt. Benjamin Layer, in der Gegend kein Unbekannter, hat sie inne. „Die Arbeit der Ehrenamtlichen ist ganz unterschiedlich. Manche gehen mit den Bewohnern spazieren. Es gibt aber auch Projektgruppen, Ehrenamtliche, die etwas mit den Bewohnern basteln oder tonen“, erzählt der 35-Jährige. Sehnlich warten die Bewohner der Einrichtungen auf den Neustart der Caféterias, die ebenfalls von Ehrenamtlichen betrieben werden.

Welche Bewohner die Ehrenamtlichen besuchen, sei verschieden. „Es ist nicht so, dass diese nur zu denen kommen, die keine Angehörigen mehr haben“, erklärt Layer.

In seiner Funktion im Haus Elim stellt er den Kontakt zu Ehrenamtlichen her, vermittelt sie an die einzelnen Häuser. Dort werde dann das weitere Vorgehen besprochen. Layer ist sozusagen der Einfädler fürs Ehrenamt. „Interessierte können sich einfach bei mir melden. Dann führen wir ein lockeres Gespräch. Entweder am Telefon oder vor Ort“, schildert er den Ablauf.

Wichtig ist es ihm zu betonen, dass es kein festes Intervall für die Ehrenamtlichen gibt. Man schließe keinen Vertrag über mehrere Jahre mit dem Haus Elim ab. So gebe es zum Beispiel Chöre oder den Mandolinenclub Schwaikheim, die einmal im Jahr zu Auftritten in die Einrichtungen kommen. Auch für das Engagement aus Vereinen sei man offen. „Noch sind manche zurückhaltend, aufgrund der Pandemie. Andere sind allerdings total heiß darauf, wieder loszulegen“, spürt Benjamin Layer.

Jüngst gemeldet habe sich bei ihm ein Musiklehrer, der mit seinen Schülern Auftritte gerne vor Publikum proben will. „Aber auch eine Frau, die ihren Mann verloren hat. Oder ein junges Ehepaar, das einen Ausgleich zum Alltag sucht“, macht Layer deutlich, dass die Aufgaben keine bestimmte Klientel ansprechen. „Wir sind völlig offen. Sehr gerne auch für neue Ideen“, erklärt Yvette Umbach. Geimpft müssen die Unterstützer nicht sein, „aber getestet“, sagt die Geschäftsführerin.

Kontakt ist unter anderem durch den VfB-Fanclub entstanden

Layer selbst arbeitet teils vor Ort, teils im Home-Office. „Je nachdem, ob Termine anstehen“, erklärt er. In Leutenbach ist er kein Unbekannter, war lange 1. Vorsitzender des inzwischen aufgelösten VfB-Fanclubs „Weiß-Rote Schwoba“. Durch deren Aktivitäten, zum Beispiel dem Besuch von VfB- oder TVB-Heimspielen mit körperlich und geistig Beeinträchtigten und anderen Aktionen, hat Layer schon lange Kontakt zu sozialen Einrichtungen, auch zum Haus Elim. „Dadurch, dass ich von hier komme, kenne ich natürlich auch einige Mitarbeiter“, erzählt Benjamin Layer, der zuvor beim Reinigungsspezialisten Kärcher im Vertrieb arbeitete.

Wie ist der Wechsel zustande gekommen? „Seit meinem Zivildienst bei der Paulinenpflege hatte ich immer wieder im Kopf, etwas Soziales zu machen. Die unmittelbare Rückmeldung von den Menschen, mit denen man zu tun hat, hat man in anderen Bereichen fast nirgendwo. Das gefällt mir an diesem Job“, erklärt Layer.

Außerdem habe er ja auch noch ein zweites Standbein, ist als Event-Moderator selbstständig. „Während ich eine ganze Weile sehr viel online gemacht habe, finden jetzt wieder mehr Veranstaltungen in Präsenz statt. Das ist natürlich etwas ganz anderes“, freut sich der 35-Jährige.

Es ist noch gar nicht allzu lange her, da waren externe Besuche in Einrichtungen wie dem Haus Elim aufgrund der Pandemie tabu. Durch Impfungen und Schnelltests hat sich die Situation mittlerweile entspannt. Trotzdem sagt Geschäftsführerin Yvette Umbach: „In unseren Einrichtungen gilt nach wie vor ein hohes Sicherheitskonzept.“ So werde zum Beispiel auch das geimpfte Personal noch einmal in der Woche getestet. „Es war aber auch nicht so, dass ein Jahr gar nichts lief. Es war nicht alles

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