Leutenbach

Dalmstock Open Air: Heavy-Metal-Festival in Leutenbach

dalmstock leutenbach festivalgelände neben dem sportplatz des tsv leutenbach. dalmstock open air.
Am 26. und 27. August glühen in Leutenbach wieder die Saiten der Gitarren. © Benjamin Buettner

Da soll noch mal jemand sagen, dass es im Schwabenland nichts umsonst gibt: Beim Dalmstock Open Air in Leutenbach erhalten Rentner, die ihren Ausweis vorlegen, freien Eintritt – trotz Inflation.

„Wir haben immer mal wieder Omas und Opas, die mit ihrem Enkel am Gelände vorbeilaufen. Die Kinder wollen dann oft rein und gucken, was da los ist. Also haben wir gesagt, dass Rentner umsonst auf das Gelände dürfen, wenn sie einen Nachweis vorlegen“, erklärt Silke Siegle die großzügige Geste.

Leidige Erfahrungen mit schlechtem Wetter

Gemeinsam mit Kai Wackes und Manuela Lösel gehört sie dem Organisationsteam des Festivals an, das am 26. und 27. August stattfindet.

Der Vorverkauf läuft bereits, wenn auch noch etwas schleppend. „Bei uns ist es meistens so, dass viele erst an den Veranstaltungstagen selbst Karten kaufen. Das ist sicher auch abhängig vom Wetter“, meint Kai Wackes. Manuela Lösel ergänzt, dass man schon „bekannt“ dafür sei, dass es am Festivalwochenende meistens regnet. Natürlich hoffen die drei aber auch für dieses Jahr auf viel Sonne, um diesen leidigen Ruf loszuwerden.

Schwarze Kleidung, Springerstiefel, Vorurteile

Der Ruf ist auch einer der Gründe, weshalb außer den Rentnern auch Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren keinen Eintritt bezahlen müssen. „Wir wollen einfach zeigen, was für tolle Bands es gibt. Gegen uns Metalfans, gekleidet in Schwarz, manche tragen dann auch noch Springerstiefel, gibt es oft Vorurteile. Dabei ist hier immer alles ganz friedlich“, versichert Manuela Lösel.

„Hier“, das ist der Bolzplatz neben den Fußballfeldern des TSV Leutenbach unterhalb der Rems-Murr-Halle (fürs Autonavi: Jahnstraße). „Aber hier waren wir nicht immer. Die ersten Jahre haben wir das Festival auf dem Grillplatz ‘Dalmenhölzle‘, Richtung Nellmersbach, organisiert“, erinnert sich Kai Wackes.

Auch im Bereich der heutigen Pumptrackanlage, heute drehen dort BMX-Radler ihre Runden, auf der anderen Seite der Sportanlage hat das Festival schon residiert.

Die Veranstalter bieten in diesem Jahr auch Kaffee und Kuchen an

Inzwischen also auf dem der Bolzplatz, der für besagtes Wochenende ein anderes Gesicht bekommt. „Die Tore hängen wir ab, außerdem ist der Platz dann eingezäunt“, erklärt Kai Wackes. Securityleute sorgen dafür, dass auch wirklich alles friedlich bleibt.

Zu essen gibt es typische Konzertmahlzeiten vom Grill. „In diesem Jahr kommt zudem ein Foodtruck und wir versuchen es mit Kaffee und Kuchen“, blickt Manuela Lösel voraus. Auch flüssige Ware wird ausreichend auf Lager sein, versprochen von den Machern.

Die Dalmstock-Macher wollen Nachwuchsbands eine Chance geben

Dafür, dass die Besucher so richtig in Ekstase versetzt werden, sollen aber vor allem die Bands sorgen. „Wir wollen hier Nachwuchsmusikern die Chance geben, vor Publikum auf einer großen Bühne zu spielen“, erklärt Wackes. Diese hätten bei größeren Festivals meistens keine Chance, weil die Veranstalter Referenzen sehen möchten. „Wir geben den Bands diese Möglichkeit“, so der Mitorganisator.

Der Fokus der Musik habe sich in den letzten Jahren hin zu Heavy Metal verschoben. „Ursprünglich waren wir für viel Punk bekannt. Das hat sich etwas geändert, wir versuchen aber nach wie vor, mehrere Stile zu bedienen, auch Rock“, meint Wackes, der gespannt ist, wie viele Besucher letztendlich kommen. „Wir rechnen mit mehreren Hundert Gästen je Tag“, wagt er eine Prognose. Viele Besucher sind selbstredend wichtig für die Organisatoren, um nicht auf den Kosten sitzenzubleiben. Denn auch bei der Organisation eines solchen Wochenendes macht sich die Inflation bemerkbar. Am freien Eintritt für Rentner zur Veranstaltung ändert das allerdings nichts.

Da soll noch mal jemand sagen, dass es im Schwabenland nichts umsonst gibt: Beim Dalmstock Open Air in Leutenbach erhalten Rentner, die ihren Ausweis vorlegen, freien Eintritt – trotz Inflation.

„Wir haben immer mal wieder Omas und Opas, die mit ihrem Enkel am Gelände vorbeilaufen. Die Kinder wollen dann oft rein und gucken, was da los ist. Also haben wir gesagt, dass Rentner umsonst auf das Gelände dürfen, wenn sie einen Nachweis vorlegen“, erklärt Silke Siegle die großzügige

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