Leutenbach

Kiesl braucht nur zwei Schläge

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Sieht spektakulärer aus, als es in Wirklichkeit war. Die Bierfontäne hielt sich dieses Mal in Grenzen. © ZVW/Benjamin Büttner

Leutenbach (usp). „Chaka!“ entfuhr es dem Schultes, erleichtert und wohl auch ein bisschen beeindruckt von sich selbst, als er es hinter sich hatte.

Dass es aus dem Fass wieder spritzte, konnte Jürgen Kiesl leicht verschmerzen, zumal, wenn man ihm glauben darf, das unvermeidlich ist, wenn das Fass erst kurz vorher auf die Bühne gebracht wird. Das geschah, um das Bier bei brütender Hitze im Spatzenhof möglichst lange kühl zu halten. Kiesl nutzte die Gelegenheit, die Frotzelei seines Amtskollegen beim Auftakt des Winnender Citytreffs launig zu kontern. Hartmut Holzwarth hatte Kiesl nämlich geraten, beim Fassanstich dort genau zuzuschauen, also zu lernen, wie es geht, in Anspielung auf zahlreiche Pannen in Leutenbach in der Vergangenheit. Kiesl stichelte, dass Holzwarth selbst das Fass in Winnenden ja gar nicht angestochen hatte. Außerdem sei das Fass in Winnenden im Vergleich zu dem in Leutenbach nur ein „Fässle“ gewesen und dass auch noch mit Attrappen-Dichtungen, während in Leutenbach alles echt sei. So ging dort „trotzdem“ zum Auftakt der 45. Hocketse alles glatt, fast, wenn bei dem ungewohnt kurzen Fassanstich auch gleich Gläser oder Krüge zum Einschenken zur Hand gewesen wären. Aber wer konnte schon ahnen, dass Kiesl dieses Mal kein Unheil anrichtet.

Gefeiert wird bei der Leutenbacher Hocketse bis Sonntagabend.