Leutenbach

Lebendiger Adventskalender mit Posaunenchor

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Hartmut Hammer leitet beim Leutenbacher Adventskalender seine Mitsänger des Gesangsvereins 07 Leutenbach an. © Steinemann / ZVW

Leutenbach. Zusammenkommen bei einer Tasse Glühwein, Plätzchen, einem Stück Stollen oder Zopf, Leute treffen, die man schon seit Wochen nicht mehr gesehen hat, und dabei weihnachtlicher Musik lauschen. Am Dienstagabend hat beim lebendigen Adventskalender Familie Hammer zu sich geladen, und weil sich die ganze Familie musikalisch in der Gemeinde einbringt, gab es gleich mehrere Programmpunkte.

Video: Der Lebendige Advenstkalender in Leutenbach mit dem Männergesangsverein und dem Posaunenchor stimmen auf Weihnachten ein.

Er singt im Gesangsverein 07 Leutenbach, sie dirigiert den Posaunenchor, und die beiden Söhne spielen Blasinstrumente. Zu welch tollem Ergebnis das führen kann, haben Besucher des 20. Fensters beim Leutenbacher Adventskalender bei Familie Hammer erfahren. Unter der Leitung von Roman Hanle haben die beiden Kinder Simon (10 Jahre, Posaune) und Tobias (8 Jahre, Trompete) zusammen mit Julian (Trompete) die Besucher der Hölderlinstraße 15 mit Weihnachtsliedern empfangen, bevor dann Eva Hammer den Taktstock übernommen hat, um den Posaunenchor anzuleiten. Die Bläser, die aus Leutenbach, Nellmersbach und Weiler zum Stein wie auch Schwaikheim kommen, spielten „Alle Jahre wieder“ oder „Fröhliche Weihnacht überall“ und versprühten mit ihren Klängen vorweihnachtliche Stimmung.

Die ganze Familie Hammer beteiligt sich am Programm

Kaum hatten sie ihr Spiel beendet, positionierten sich die Sänger des Männergesangsvereins 07 Leutenbach. „Ja, ganz richtig, Männergesangsverein“, sagte Hartmut Hammer und lachte. „Auf das S im Namen legen wir Wert.“ Mit Titeln wie „Weihnacht ist nicht mehr weit“, „Engel haben Himmelslieder“, „Draußen im Wald“ oder „Wir wünschen euch allen fürwahr“ haben sie die Zuhörer begeistert. Normalerweise singt Hartmut Hammer selbst mit, diesmal aber ist er als Dirigent eingesprungen.

Erlös für "Bürger helfen Bürgern"

Es war der Wunsch, dass die Familie zusammen Musik macht, nannte Eva Hammer den Grund, warum sie sich erneut bei der Aktion beteiligten. „Man bringt sich in der Gemeinde ein und kommt mit den Menschen in Kontakt – das ist sehr schön.“ Dann verabschiedete sie sich in die Küche, um noch Brote und Plätzchen zu holen.

In der Garage hat die Familie ein kleines Büffet aufgebaut. „Ich backe sehr gerne“, verriet Eva Hammer. Deshalb trägt das Kalenderfenster der Familie auch den Titel „Weihnachtsbäckerei“ und ist mit Utensilien wie einer Teigrolle geschmückt. Den Glühwein, der ebenfalls für Besucher bereitstand, hatte Hartmut Lämmle organisiert. Der Erlös aus dem Spendenkässchen ist für „Bürger helfen Bürgern“ bestimmt.

Bis zu 200 Besucher

„Es ist richtig toll, wie die Aktion von den Leuten angenommen wird“, sagte Lämmle. Die Abende sind gut besucht. Teilweise waren sogar bis zu 200 Besucher da. Und irgendwie lebt in jedem Abend ein Stück seiner vor eineinhalb Jahren verstorbenen Waltraut weiter, die mit so viel Herzblut all die Jahre die Aktion begleitet hatte.

Kerze für Berlin

Etwas abseits vom Trubel am Rand in einem kleinen Beet hat Eva Hammer ein weißes Grablicht platziert. „Für die Opfer von Berlin“, sagte sie.

Beim lebendigen Fenster-Adventskalender öffnet sich noch bis einschließlich Heiligabend jeden Tag um 18 Uhr ein Türchen: am Donnerstag, 22. Dezember, in der Brückenstraße 4, am Freitag, 23. Dezember, Bachstraße 19, wo auch ab 18 Uhr Glühwein ausgeschenkt wird. Am Samstag, 24. Dezember, öffnet sich das letzte Fenster an der katholischen Kirche. Die Fenster sind bereits von 17 bis schließlich 22 Uhr beleuchtet.

An Heiligabend und über die Weihnachtsfeiertage können Interessierte dann den gesamten Kalender besichtigen.