Leutenbach

Leutenbacher Appell: "Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei"

Rathaus Leutenbach
Das Rathaus in Leutenbach (Symbolfoto). © ZVW/Gabriel Habermann

Nach den Städten Backnang, Schorndorf, Waiblingen und Winnenden positioniert sich jetzt auch die Gemeinde Leutenbach zur Corona-Pandemie. Hintergrund: Auch in Leutenbach wird seit einigen Wochen unangemeldet und unter dem Deckmantel von „Spaziergängen“ gegen Corona-Maßnahmen, Impfpflicht, Politik und Medien demonstriert.

Die Teilnehmerzahl hält sich nach Angaben aus dem Rathaus in sehr überschaubaren Grenzen: „Zuletzt konnten dabei circa zehn bis 15 Teilnehmende beobachtet werden“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. „Die Lage ist ruhig. Konflikte mit Dritten oder der Polizei sind nicht bekannt.“

Ein „Leutenbacher Appell“ ist auf mehrere Initiativen aus dem Gemeinderat dennoch auf den Weg gebracht und am Donnerstagabend in der öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses verabschiedet worden. Dieser Appell richte sich „nicht gegen etwas oder irgendwen“, wie die Leutenbacher betonen, sondern plädiere „für ein Miteinander und für eine gegenseitige Rücksichtnahme“.

Positive Rückmeldungen aus den Vereinen 

„Die Mitglieder des Gemeinderats wünschen sich eine möglichst breite Unterstützung des Anliegens. Auch aus den Vereinen und Institutionen der Gemeinde gibt es viele positive Rückmeldungen, dass der Appell unterstützt wird“, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus.

Wer den Leutenbacher Appell unterstützen möchte, könne seinen oder ihren Namen per E-Mail an appell@leutenbach.de schicken und werde dann als Unterzeichner geführt. Die Liste der Unterzeichner werde auf der Website der Gemeinde regelmäßig aktualisiert. „Wir veröffentlichen Vor- und Zuname, bzw. wenn angegeben noch Funktion der Unterzeichnenden. Zur Überprüfung Ihres Namens geben Sie bitte in der E-Mail auch noch Ihre Adresse mit an. Diese wird nicht in der Liste veröffentlicht“, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Bürgermeister hat unterschrieben, ebenso der Feuerwehrkommandant

Bislang haben 30 Menschen den Appell unterzeichnet, darunter Bürgermeister Jürgen Kiesl, Kämmerer Heiko Nothacker und Hauptamtsleiter Jakob Schröder, außerdem zahlreiche Gemeinderäte, Feuerwehrkommandant Jochen Weller, VHS-Leiter Andreas Frankenhauser, die Vorstände der Obst- und Gartenbauvereine und Vertreter der katholischen Kirchengemeinde.

In ihrem Appell schreiben die Leutenbacher: „Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei und stellt die Menschen jeden Tag vor große Herausforderungen. Immer mehr droht auch der Streit über die Corona-Maßnahmen unsere Gesellschaft zu spalten! Wir rufen daher alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf: Setzen Sie mit Ihrer Unterschrift ein Zeichen für Solidarität, gesellschaftlichen Frieden, Wahrung der demokratischen Grundsätze und Vernunft in unserer Gemeinde.“

Den Wunsch nach Normalität hegen auch die Unterzeichner, „die Frustration und Unzufriedenheit, die sich mittlerweile bei vielen Menschen breitmachen, können wir durchaus nachvollziehen“, schreiben sie. Aber: „Mit Sorge blicken wir auf die sich immer mehr ausbreitenden ,Spaziergänge‘ von Kritikern der Schutzmaßnahmen und der Impfungen (...).“ Die Unterzeichner vertrauen „auf die Erkenntnisse der Wissenschaft, tragen Masken, reduzieren Begegnungen“ und lassen sich impfen.

„Nutzen Sie die Möglichkeit einer Schutzimpfung“

Der Appell schließt mit folgenden Worten: „Zeigen Sie Solidarität, Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein. Nutzen Sie die Möglichkeit einer Schutzimpfung, achten Sie weiter auf Abstände und ermuntern Sie Ihre Familienangehörigen, Verwandten und Freunde, sich impfen zu lassen. Nur gemeinsam sind wir stark gegen Corona! Umso schneller erreichen wir das gemeinsame Ziel: ein Zusammenleben ohne Einschränkungen. Nur miteinander, nicht gegeneinander überwinden wir die Pandemie.“

Nach den Städten Backnang, Schorndorf, Waiblingen und Winnenden positioniert sich jetzt auch die Gemeinde Leutenbach zur Corona-Pandemie. Hintergrund: Auch in Leutenbach wird seit einigen Wochen unangemeldet und unter dem Deckmantel von „Spaziergängen“ gegen Corona-Maßnahmen, Impfpflicht, Politik und Medien demonstriert.

Die Teilnehmerzahl hält sich nach Angaben aus dem Rathaus in sehr überschaubaren Grenzen: „Zuletzt konnten dabei circa zehn bis 15 Teilnehmende beobachtet werden“,

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