Leutenbach

Leutenbacher Kitas: Zwei zusätzliche Stellen für Kinder, die besondere Förderung brauchen

Kinderbetreuung
Die Anzahl der Kinder, die eine besondere Förderung brauchen, steigt stetig. © pixabay

Die Gemeinde schafft zwei weitere Inklusionsfachstellen mit einem Beschäftigungsgrad von jeweils 50 Prozent (zwei Halbtagsstellen). Den entsprechenden Antrag, dem der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt hat, stellte die FWG-Fraktion. Grund für die neuen Stellen ist, dass die Anzahl der Kinder, die eine besondere Förderung brauchen, stetig ansteigt. Das ist auch eine Erkenntnis des Arbeitskreises Inklusion. Auf der anderen Seite gibt es einen Mangel an Fachkräften bei den Erzieherinnen und Erziehern, nicht nur in Leutenbach, das gilt auch für Fachkräfte für Inklusion. Die beiden Stellen sollen nun diese Situation entschärfen.

Konkret besuchen derzeit zehn Kinder Leutenbacher Tagesstätten, die besondere Förderung brauchen. Vier von ihnen sind in dem Sinne „unversorgt“, dass bei ihnen dafür keine Fachkraft zur Verfügung steht. Insgesamt sind knapp 42 Stunden Inklusionshilfe wöchentlich nicht besetzt. Bei den sechs anderen Kindern, die besondere Förderung erhalten, ist dies nur teilweise möglich – indem eine Aushilfe in die Gruppe kommt, so dass in der betreffenden Zeit eine Erzieherin aus der Gruppe Zeit für Inklusionsarbeit hat. Außerdem gibt es derzeit zusätzlich zwei Kinder mit bestätigter Diagnose, für die jedoch noch keine Inklusionshilfe bewilligt wurde. Weiterer Bedarf besteht bei drei Kindern, bei denen der Förderbedarf aus verschiedenen Gründen noch nicht festgestellt wurde. All dies steht so im Antrag der FWG und wird von der Verwaltung auch so bestätigt.

Verwaltung: Befristete Stellen sind kaum mehr zu besetzen

Diese bestätigt auch den stetig steigenden Bedarf an zusätzlichen Kräften. Sie hat deshalb Festanstellungen empfohlen, zumal befristete Stellen kaum mehr zu besetzen seien und weil damit pädagogische Fachkräfte in den Einrichtungen entlastet werden könnten, weil diese dort diese Kinder und damit den zusätzlichen Betreuungsbedarf oftmals selbst übernehmen müssten. Sie verweist aber noch auf einen weiteren Grund, der ebenfalls für die Stellenaufstockung in Form von Festanstellungen spricht: Durch dieses Zusatzpersonal habe die Gemeinde gerade in den letzten Monaten die Aufsichtspflicht in den Einrichtungen noch gewährleisten können – trotz hoher Krankheitsstände und unbesetzter Stellen. Dies sei auch ein Grund für die „relativ hohe Betreuungssicherheit“ in der Gemeinde.

Hauptamtsleiter Jakob Schröder betonte in der Sitzung noch einmal ausdrücklich die Bedeutung der Aufsichtspflicht in den Kitas. Wenn die weiterhin gewährleistet werde, mit den neuen Stellen, dann profitierten davon eben alle Kinder. Im Grunde war das bereits die Antwort auf die Frage von Andreas Häußermann, warum nicht statt zwei 50-Prozent-Stellen eine 100-Prozent-Stelle geschaffen werde, auf die hin bekomme man doch mehr Bewerbungen, sei also die Chance größer, sie zu besetzen.

Diese Annahme widerspreche ihrer Erfahrung, hielt Andrea Messerschmidt, FWG, dagegen. Es gäbe Mütter, die aus der Elternzeit in den Beruf als Erzieherinnen zurückkommen und in der Anfangszeit gerade nicht sofort wieder voll arbeiten möchten. Auch ein praktischer Grund spreche dafür, es so zu machen wie vorgeschlagen, so Schröder. Eine Vollzeitstelle hieße über den ganzen Tag arbeiten, nachmittags seien aber relativ viele Kinder nicht da. Es sei also effizienter, den Stellenumfang aufzuteilen auf mehrere Einrichtungen. Man könne so das Personal flexibler ein-, verteilen. Die Bewerberlage auf Ausschreibungen hin sei in der Tat derzeit so, dass so wie beantragt es einfacher sein werde, die Stellen zu besetzen, ergänzte Bürgermeister Jürgen Kiesl.

Die Gemeinde schafft zwei weitere Inklusionsfachstellen mit einem Beschäftigungsgrad von jeweils 50 Prozent (zwei Halbtagsstellen). Den entsprechenden Antrag, dem der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt hat, stellte die FWG-Fraktion. Grund für die neuen Stellen ist, dass die Anzahl der Kinder, die eine besondere Förderung brauchen, stetig ansteigt. Das ist auch eine Erkenntnis des Arbeitskreises Inklusion. Auf der anderen Seite gibt es einen Mangel an Fachkräften bei den

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