Leutenbach

Wohnhausbau der Gemeinde Leutenbach: Noch nicht begonnen, deshalb teurer

BaulueckeNellmersbach
Der Bauplatz an der Bahnhofstraße 64 in Nellmersbach liegt noch brach. © Gaby Schneider

Zwei Faktoren machen das Sechs-Familien-Wohnhaus der Gemeinde, das an der Bahnhofstraße 64 im Teilort Nellmersbach entstehen soll, teurer. Faktor eins: Zeit. Das Versetzen der Trafostation durch den Stromversorger Syna hat länger gedauert, aber auch die Baugenehmigung lässt deutlich länger als gedacht auf sich warten, nach Kenntnis des Bauamtsleiters Johannes Kocher wird sie erst Ende April 2022 vorliegen. Dass die Gemeinde das Haus bauen möchte, hat der Gemeinderat bereits im Oktober 2020 beschlossen ... Und da bei der Vergabe der Rohbauarbeiten im Juli vergangenen Jahres noch alle davon ausgegangen waren, dass der Rohbau schon Ende April 2022 fertig ist, passen die veranschlagten Preise (544 000 Euro) hinten und vorne nicht mehr.

Aushub, Beton, Stahl: Alles kostet mehr

Der Auftragnehmer, die Firma Baumann aus Leutenbach, hat der Gemeinde dargelegt, dass sich enorme Preissteigerungen ergeben haben, und zwar beim Baugrubenaushub (Plus von zehn bis zwölf Prozent) wie beim Material (Baustähle, Schüttgüter, Beton). Beispiel: Betonstahl hat im Vorjahr mit 260 Euro pro Tonne zu Buche geschlagen, im September 2021 lag der Preis schon bei 820 Euro pro Tonne. „Der Gemeindetag hat kürzlich bestätigt, dass Kommunen sich mit diesen Materialpreissteigerungen befassen müssen“, bereitete Johannes Kocher die Mitglieder des Technischen Ausschusses (TA) des Gemeinderats auf eine Nachtragssumme von knapp 42 000 Euro vor. „Die Geschäftsgrundlage hat sich verändert, daher fordert die Firma zu Recht mehr Geld von uns“, erläuterte Kocher.

Eine gute Nachricht gibt’s dennoch: Trotz Aufzahlung liegt der Preis der Firma Baumann immer noch unter dem, den der zweitgünstigste Bieter im Vergabeverfahren aufgerufen hatte. Der Beschluss erging einstimmig.

Mehrkosten für Elektro und Heizung

Zuvor hatten die TA-Mitglieder die Elektro-, Sanitär- und Heizungsbauarbeiten vergeben. Die Aufträge erhalten Elektro-Renz Waiblingen mit 156 029 Euro, Greiner Sanitär Winnenden mit 120 931 Euro und Michel und Siegle Schorndorf mit 121 584 Euro. Für die drei Gewerke waren insgesamt nur sieben Angebote eingegangen. Die Kostenberechnung wird um 17 544 Euro überschritten.

Damit liegen die Gesamtbaukosten für das Mehrfamilienhaus momentan bei 1,72 Millionen Euro, zusammen mit den Planungskosten bei 2 Millionen Euro.

Zwei Faktoren machen das Sechs-Familien-Wohnhaus der Gemeinde, das an der Bahnhofstraße 64 im Teilort Nellmersbach entstehen soll, teurer. Faktor eins: Zeit. Das Versetzen der Trafostation durch den Stromversorger Syna hat länger gedauert, aber auch die Baugenehmigung lässt deutlich länger als gedacht auf sich warten, nach Kenntnis des Bauamtsleiters Johannes Kocher wird sie erst Ende April 2022 vorliegen. Dass die Gemeinde das Haus bauen möchte, hat der Gemeinderat bereits im Oktober 2020

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper