Leutenbach

Yvette Umbach ist neue Vorsitzende des Trägervereins der Haus-Elim-Pflegeheime

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Yvette Umbach (mit Blumenstrauß) bekommt zu ihrer Einsetzung von ihrem Vorgänger Thomas Gengenbach und ihrem Team eine Haus-Elim-Fotomontage geschenkt. © speiser

Das Zitat des Tages kam, vorab, von ihrem Sohn: „Mama, jetzt bisch ganz oben angekommen.“ Auf ihn nahmen denn auch mehrer Festredner launig Bezug, allerdings um auch daran zu erinnern, welche Verantwortung damit verbunden ist, an der Spitze zu stehen, welche Last das mitunter eben sein kann.

Ausgesprochen amüsant wirkt diese „Stellenbeschreibung“ vor dem beruflichen „Hintergrund“ von Yvette Umbach. Denn auch bei der Volksmission gibt es, mindestens, immer noch einen, der „drüber“ steht, über allen und allem. Diese unangefochtene Position wird ihm auch die „Chefin“ (wenn man das so profan ausdrücken darf) aller Haus-Elim-Häuser nicht streitig machen wollen.

Vorgänger Gengenbach stolz auf die Kaderschmiede im eigenen Haus

Der „große Bahnhof“, sprich die feierliche Amtseinsetzung in coronabedingt kleinem Rahmen, war gleichwohl angesagt. Denn die 42-Jährige ist nun auch noch Vorsitzende des Trägervereins der Pflegeeinrichtungen, korrekt formuliert von Haus Elim Sozialwerk der Volksmission e.V. Die Beförderung wurde gebührend gewürdigt, mit Musik der Lobpreisband der Volksmission, Gebeten, Segen, Fürbitten, aber auch ganz weltlich einem Grußwort und Ständerling zum Abschluss.

Thomas Gengenbach, Yvette Umbachs langjähriger Vorgänger in beiden Funktionen, nun Ehrenvorsitzender des Trägervereins, war es, der die bedeutungsschwere, eigentlich familieninterne Huldigung des Umbach'schen Sprösslings an seine Mama bei seiner Begrüßung coram publico ausplauderte und damit den heiteren, gelösten, ja fast familiären Ton des Festgottesdiensts setzte. Er erinnerte daran, dass er vor mittlerweile 25 Jahren Yvette Umbach, damals noch Schülerin, als Aushilfe eingestellt hatte. Aber nicht nur mit, wegen ihr werde ein Traum wahr. Alle Leitungspositionen seien nun nämlich mit Mitarbeitern besetzt, die aus der eigenen „Kaderschmiede“ von Haus Elim kommen.

Pfarrers Rat an Politiker: Zumindest Klarheit geben

Auch wenn mit dem neuen Team schon längst alles „unter Dach und Fach“ sei, brauche es noch den Gottesdienst als Bitte um Gottes Segen dazu, so Pfarrer Stefan Uhlig in seiner Predigt: „Das ist ähnlich wie bei einer kirchlichen Trauung.“ Er wählte als Predigttext, als Bild für den Wechsel, die Stabübergabe von Mose an Josua im Alten Testament. Wer in einer Führungsposition nicht Sicherheit geben könne, und das könne eigentlich keiner, denn niemand kenne die Zukunft, der solle zumindest Klarheit geben, so Uhlig. Ein Rat wohl auch an die Politiker, erst recht in Zeiten der Pandemie, den auch die anwesenden Bürgermeister der Kommunen, in denen Haus Elim Standorte hat, hörten.

Einer von ihnen, Jürgen Kiesl aus Leutenbach, dem Stammsitz von Haus Elim, verwies auf die Namensgebung. Elim, so hieß die rettende Oase in der Wüste Sinai, auf die die Israeliten bei ihrer langen Flucht aus Ägypten stießen.

Die Einrichtungen von Haus Elim seien ein Glücksfall für die betreffenden Kommunen, betonte Kiesl. Zum einen städtebaulich, weil die Gebäude alle architektonischen Anspruch hätten, gerade Wahrzeichen der Orte seien, zum andern, weil die Menschen, die in ihnen lebten, dies mit den Heimen auch im Alter könnten, also dort bleiben könnten, das sei ein Glücksfall auch für die Angehörigen, so der Leutenbacher Bürgermeister.

Bürgermeister Kiesl: Haus Elim ist zu einem „Exportschlager“ geworden

Kiesl erinnerte auch daran, dass vor mittlerweile 60 Jahren die Haus-Elim-Geschichte mit dem ersten Standort in Leutenbach begonnen hatte. Seither sei Haus Elim geradezu zu einem „Exportschlager“, zu einer Erfolgsgeschichte in der Raumschaft geworden. Das zeige sich auch darin, dass fast 600 Personen dort auf der Warteliste für einen Pflegeplatz stünden und dass die Auslastung nahezu bei 100 Prozent liege.

Sie wollte einst eigentlich im Kinder- und Jugendbereich arbeiten

Sehr persönlich, ja berührend, als Yvette Umbach schließlich selbst daran erinnerte, dass sie einst als Berufseinsteigerin eher an Arbeit im Kinder- und Jugendbereich gedacht hatte. Als sie aber in der Abizeit in Haus Elim aus Aushilfe arbeitete, habe sie in der Folge ihr Herz an die Altenarbeit verloren – dauerhaft, wie man heute weiß –, freilich niemals auch nur im Traum daran denkend, dass sie das dereinst auf diese Position führen werde. Yvette Umbach betonte aber auch, dass sie nur als Teamplayer, mit ihrer Mannschaft Erfolg haben könne.

Das Zitat des Tages kam, vorab, von ihrem Sohn: „Mama, jetzt bisch ganz oben angekommen.“ Auf ihn nahmen denn auch mehrer Festredner launig Bezug, allerdings um auch daran zu erinnern, welche Verantwortung damit verbunden ist, an der Spitze zu stehen, welche Last das mitunter eben sein kann.

Ausgesprochen amüsant wirkt diese „Stellenbeschreibung“ vor dem beruflichen „Hintergrund“ von Yvette Umbach. Denn auch bei der Volksmission gibt es, mindestens, immer noch einen, der „drüber“

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