Plüderhausen

Ära endet: Alle Grundschüler aus Plüderhausen sind jetzt am Hohberg-Schulzentrum

Hohbergschule
Das Hohberg-Schulzentrum. © Gaby Schneider

Die Schlossgartenschule in Plüderhausen ist endgültig Geschichte. Wo bis Ende Juli noch die ersten und zweiten Klassen unterrichtet wurden, entsteht ab November ein neues Kinderhaus. Dafür wird das Gebäude umfangreich umgebaut und saniert.

Unterrichtet werden die Erst- und Zweitklässler künftig am Hohberg-Schulzentrum. Dafür musste dort aber erst Platz geschaffen und vor allem im Gebäude D einiges umgebaut werden. Früher befand sich in diesem Teil des Schulareals eine Förderschule. Seitdem es diese nicht mehr gibt, wurden die Räumlichkeiten nur noch zum Teil von der Schule genutzt. Im unteren Stockwerk kam das Jugendhaus unter, das auch Teile des oberen Stockwerks nutzte, wo es einen Fitness-, einen Mädchen- und einen Ü-18-Raum hatte, die nun ins untere Stockwerk verlagert wurden.

Was im Gebäude D gemacht wurde

Jetzt gehört das obere Stockwerk alleine den Plüderhäuser Erstklässlern. Um eine klare räumliche Trennung der beiden Gebäudeteile zu bekommen, wurde ein entsprechendes Gitter an der Treppe angebracht.

Insgesamt 14 Räume wurden in dem 1968 errichteten Gebäude saniert. Es wurde dort die Elektrik ertüchtigt, das EDV-Netzwerk nachgerüstet und eine Akustikdecke eingebaut. Es sind die Wände frisch gestrichen und die Böden erneuert worden. Zudem wurden die Räume neu aufgeteilt. Neben drei Erstklässler-Klassenzimmern gibt es jetzt einen Raum für die Vorbereitungsklasse sowie einen für die Lernwerkstatt, die für den Sachunterricht genutzt wird. „Dort können die Schüler Themen praktisch erarbeiten“, so Konrektorin Claudia Fischer.

Es gibt dort jetzt außerdem einen Besprechungsraum und eigene Räumlichkeiten für die Grundschul-Sozialarbeit. In der Schullehrküche, die sich dort befindet, musste lediglich die Decke gerichtet werden. Die Geräte waren noch in einem guten Zustand – und sehen dem Augenschein nach auch noch relativ neu aus.

„Es war Zeit, dass wir hier was machen“

Brandschutzmaßnahmen mussten bei dieser Sanierung nicht durchgeführt werden, sagt Andreas Fichtner, der seitens des Bauamtes den Umbau koordinierte. Und auch bei den Tafeln setzt man dort weiterhin auf Kreide, „das ist in der Grundschule so gewünscht“. Auf moderne Technik wird in dem Gebäude aber nicht verzichtet. Beamer und Leinwände gehören vielmehr zur Standardausstattung.

„Es war schon lange Zeit, dass wir hier was machen“, sagt Pascal Schill, Amtsleiter Bildung und Betreuung, der froh ist, denn „jetzt gibt es endlich wieder eine klare Nutzung für das Gebäude“.

Was sonst noch saniert wurde

Wer von den Erst- zu den Zweitklässlern will, muss über den Pausenhof gehen – und darf dabei feststellen, dass die Gemeinde in neue Spielgeräte investiert hat. Auch ein Naturklassenzimmer wird auf dem Areal des Schulzentrums noch entstehen. Wie überhaupt die ganze Sanierung ein Prozess ist, der schon seit fast drei Jahren vonstattengeht, auch die Fenster und Sanitärraume umfasste und unterm Strich bislang rund 1,7 Millionen Euro gekostet hat.

In den Gebäuden B und C, wo jetzt die Zweit-, Dritt- und Viertklässler ihre Räume haben, musste nicht so viel erneuert werden wie in der ehemaligen Förderschule. „Hier war schon vieles gemacht“, sagt Fichtner. So fanden Fassadenarbeiten statt, hat das Lehrerzimmer einen neuen Anstrich, einen Kautschukboden sowie eine Küche bekommen. In dem Gebäude stehen nun noch kleinere Arbeiten an, etwa an der Garderobe, die im laufenden Schulbetrieb stattfinden.

Insgesamt sei der Umbau gut gelaufen, sagt Fichtner – auch, weil die Hausmeister und der Bauhof viel mitgearbeitet hätten. So seien es etwa Bauhof-Mitarbeiter gewesen, die alle Möbel von der Schlossgarten- in die Hohbergschule transportiert hätten.

Schule freut sich über die Erstklässler

Konrektorin Claudia Fischer freut sich, dass nun alle Grundschüler an einem Ort unterrichtet werden. Insbesondere für die Ganztagsschüler, die bislang nachmittags mit Begleitung immer von der Ortsmitte Richtung Hohberg pilgern mussten, sei das eine Erleichterung. „Jetzt sind die Wege kurz, alle sind da und wir sind glücklich darüber.“

Die Schlossgartenschule in Plüderhausen ist endgültig Geschichte. Wo bis Ende Juli noch die ersten und zweiten Klassen unterrichtet wurden, entsteht ab November ein neues Kinderhaus. Dafür wird das Gebäude umfangreich umgebaut und saniert.

Unterrichtet werden die Erst- und Zweitklässler künftig am Hohberg-Schulzentrum. Dafür musste dort aber erst Platz geschaffen und vor allem im Gebäude D einiges umgebaut werden. Früher befand sich in diesem Teil des Schulareals eine Förderschule.

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